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War da nicht mal was?
Irgendwas?
Was war denn das?

Ach ja, das war die Zeit der Corona-Quasselrunden. Der Inzidenzexperten. Der Bilder aus Hospitälern und Pflegeheimen. Der Zeit des Stillstands unseres Lebens. Der Toten, die „an“ und „mit“ gestorben waren. Die Tage der Einsamkeit. Die Tage des Abbaus von Freiheitsrechten. Die Tage der Menschen, die Unterwanderstiefel anzogen, um Spaziergänge zu machen. Die Tage des ewigen Lauterbachschen Feldgeschreis. Der Impfpflichtdebatte. Der Masken. Der Spritzen. Der Tests. Der Warnung vor hunderten von Toten am Tag.
Aus!
Vorbei!

War da nicht mal was?
Irgendwas?
Was war denn das?

Ach ja, das war die Zeit der Klimarettungs-Quasselrunden. Der Erwärmungsexperten. Der Bilder von Dürren und Fluten. Der Zeit des Endes unseres Lebens. Der Toten, die an und wegen des Klimas gestorben sein werden. Die Tage der notwendigen Umkehr vom bisherigen Leben. Die Tage der Forderung nach Einschränkungen. Die Tage der Menschen, die Unterwanderstiefel anzogen, um das Klima zu leugnen. Die Tage des Sirenengesangs eines Mädchens aus Schweden. Die Tage der Guten und der Bösen. Die Tage der Pappplakate mit Eisbären darauf. Die Tage der Warnung vor tausenden von Toten.
Aus!
Vorbei!

War da nicht mal was?
Irgendwas?
Was war denn das?

Ach ja, das war die Zeit der diplomatischen und politischen Quasselrunden. Das waren die Jahre der Abrüstung. Des unbedingten Willens zum Frieden. Des Pazifismus. Das war die Zeit der Bilder mit Schlachten, die weit weg waren. Afghanistan. Afrika. Balkan. Krim. Die Zeit des Singens von „Imagine“ und der Tänze im Kreis unter dem Zeichen der weißen Taube. Die Tage, in denen Schwerter zu Pflugscharen umgebaut wurden. Die Zeit des Lachens über Warnungen. Die Zeit, in denen die Forderungen nach Ausgaben für das Militär mit einem friedfertigen Lächeln abgelehnt wurden. Die Zeit der Wickelräume in Kasernen und der Uniformen für schwangere Soldatinnen.
Aus!
Vorbei! Denn jetzt:
Jetzt ist jeder ein Stratege, ein Militärexperte, ein General, eine Panzerhaubitze, eine Drohne, ein steigender Wehretat.

Jetzt lassen wir den Soldaten in uns aufblühen und wachsen!

Jedenfalls solange, wie der Krieg noch relativ weit weg ist!
Und andere sterben!

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Von Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

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Heinz Niski

Doch da war mal was… Bürgerkrieg in der Ukraine im Donbas – hat aber keinen hier wirklich interessiert. Arte Frankreich hat einen Film darüber gemacht. Ist nur 30 Minuten lang, vielleicht schaffen all die Stammtischgeneräle und Zeitenwende Apologeten, sich das anzuschauen, bevor sie weiter schwadronieren, dass sie immer schon alles wussten und richtig gemacht hätten, wenn man sie nur gelassen hätte.

Die Region Donbass an der russischen Grenze liegt so weit entfernt von der EU wie kein anderer Landstrich in der Ukraine. Keiner hier hat die ukrainische Revolte anerkannt, ganz im Gegenteil streben sie hier wie immer schon in Richtung Osten nach Russland und nicht westlich in die EU. Deshalb riefen sie auch eigene Wahlen aus und erklärten ihre Unabhängigkeit von der Ukraine. Seitdem herrscht hier Bürgerkrieg, Rebellen gegen Armee – die Ukrainer wollen nach der Krim nicht noch eine Region verlieren und sich damit wirtschaftlich noch weiter schwächen lassen. In weniger als einem Jahr starben beinahe 5000 Menschen in diesem bewaffneten Konflikt. Die Donbass-Rebellen haben keinen Anführer, der sie alle einen könnte, stattdessen regieren hier irgendwelche Politiker wie Marionetten an unsichtbaren Fäden oder selbst ernannte Kriegsherren. Vormals verdienten sie ihr Geld als Sportler, Sänger oder Geschäftsmann, heute sind sie Abgeordneter, Polizeichef oder Bataillonskommandeur. Unsere Reporter stellen diese neuen Herren des Donbass vor.

https://youtu.be/Qb-N5M2Vz9Y

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unbekannt

Ja, da war einmal etwas. Das ist aber Schnee von Gestern. Heute geht Politik so: https://www.heise.de/tp/features/Baerbock-vor-UNO-Friedensrede-fuer-mehr-Krieg-6543949.html

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