Die geheimen Tagebücher der K.W. (11)

Liebes Tagebuch!
Im Moment habe ich den Eindruck, die Zeit rast nur so dahin und die Probleme nehmen kein Ende. Dabei hatte ich doch in meiner Weihnachtsbotschaft den Bürgerinnen und Bürgern und nicht zuletzt mir selbst Hoffnung machen wollen, dass das Jahr 2022 besser wird als das Jahr 2021 und uns einige Lasten von den Schultern genommen werden. Und damit meine ich nicht nur Corona!
ABER: Manchmal glaube ich, ich bin in einer Zeitschleife gefangen, wie die Hauptfigur in dem Film „Täglich grüßt das Murmeltier“. Der wacht auch morgens auf – und alles wiederholt sich wie am Vortag! Aber im Film ist es eine Komödie mit glücklichem Ende, bei mir ist es der Alltag, die Realität! So hatte ich schon die Hoffnung, der Aufstand der Bezirksbürgermeister wegen der Probleme mit Zuwanderern aus Südosteuropa sei mit Beginn des neuen Jahres in Vergessenheit geraten. Was passiert: Jetzt geht es in der Braunschweiger Straße in Ückendorf wieder los, und die WAZ gibt den Bürgern auch noch ein Forum. Und meine Presseabteilung muss zugeben, dass Gelsendienste dort zweimal pro Woche hinfährt, um illegal entsorgten Müll zu beseitigen, und dass es 2021 insgesamt dort 76 Einsätze des Kommunalen Ordnungsdienstes gegeben hat! Schrecklich!
Und zu allem Überfluss ist jetzt auch noch in einem Wohnkomplex an der Neidenburger Straße seit Anfang Januar die Heizungsanlage defekt, so dass viele Familien im Kalten sitzen. Natürlich ist für das Problem und dessen Lösung die Vermieterin der Wohnung, die LEG, verantwortlich – aber die Politik, also mich, machen die Leute verantwortlich! Das ist es ja! Das Gute in der Stadt rechnet man mir nicht an, aber das Schlechte klebt mir an den Schuhen wie ein alter Kaugummi! Da werden nicht die Fraktionen im Rathaus verantwortlich gemacht! Nein- ich!
Aber weißt du, was schön war!?
Ich hatte Besuch von drei Glücksbringern. Ja, den schwarzen Männern, den Schornsteinfegern in ihren adretten Arbeitsanzügen. Die haben mir einen Blumenstrauß und Glückwünsche für das neue Jahr gebracht! Das tat gut! Und weil es so Brauch ist und auch Glück bringen soll, habe ich ganz lange und kräftig an einem Jackenknopf eines der drei Schornsteinfeger gerieben. Ich hätte am liebsten überhaupt nicht aufgehört am Jackenknopf zu reiben, so viel Glück habe ich mir gewünscht!
Und natürlich dir auch, also uns beiden, mein liebes Tagebuch. Denn ich hoffe, dass du mir auch im neuen Jahr ein treuer Begleiter sein wirst!
Gebrauchen kann ich die Unterstützung!
Für heute aber erst einmal:

Schlaf gut, liebes Tagebuch!
Auf bald!

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Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

Ein Gedanke zu „Die geheimen Tagebücher der K.W. (11)

  • 16. Januar 2022 um 11:14
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