Wehret dem Vergangenem

Vor einiger Zeit musste der bei den wahren und echten Schalke Fans sowie den echten und wahren Antirassisten gleichermaßen ungeliebte Fleischfabrikant und Schalke Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies, einen Kotau vor der Öffentlichkeit machen.

Er hatte die Überbevölkerung und den Geburtenüberschuss Afrikas in direkten Zusammenhang mit zu häufigen Zeugungsvorgängen („schnackseln“ im Dunkeln aus Langeweile) gebracht und wurde dafür unter großer medialer Anteilnahme, erzieherisch gemaßregelt.

Trotz des lauten Getöses lässt es sich das Schalker Fußvolk weiterhin dennoch nicht nehmen, gegnerische Spieler und Fans durch rassistische Sprüche, Gesänge, Affenlaute zu demotivieren. Hier mal mit von Ultras auf Stromverteilerkästen aufgesprühten, mit bluttriefendem Messer abgeschnittenen Köpfen von BVB Fans, dort durch einen antisemitischen Gesang in der Straßenbahn, gerne auch mit Sachbeschädigung, wenn eine Hausfassade gelb gestrichen ist oder mit schweren Körperverletzungen, wenn Menschen die falschen Farben tragen. Einzelfälle natürlich. Alles.

Wer nun auf den Gedanken kommt, dass es ethische oder moralische Doppelstandards gibt, hat möglicherweise nicht unrecht. Allerdings greift hier eher der Satz, dass Fußball ein Kampfsport ist und nix für Weicheier.

Grund genug, den öffentlichen Raum aufmerksam zu beobachten und einzuschreiten, wenn sich diabolisches, scheinbar harmlos, klammheimlich in Herzen und Hirne einschleichen will.

Auf einem Antikmarkt habe ich heute mehrere Ordnungsrufe erteilt und Publikum, Käufer und Verkäufer darüber aufgeklärt, dass die Präsentation von Sarotti-Mohren und Wandtafeln mit Neger-Hirse Abbildern in direkter Tradition zu den kolonialen und rassistischen Verbrechen der Deutschen in Afrika stünde. Es wäre eine rückwärtsgewandte Verklärung und Rechtfertigung und würde unsere unschuldige Jugend mit den Gedanken der Arroganz, Besserwertigkeit und Überheblichkeit vergiften.

Und so wie einst Jesus im Tempel die Händler und Geldwechsler vertrieb, zerschlug ich diese falschen Götzen des Rassismus und Kolonialismus mit meinem Regenschirm.

Während ich abgeführt wurde, zischelte der Mob etwas von Moritz, Mauritius, Mohr, St. Maurice, Schutzheiligen, Patron der Apotheker, Mohrenköpfen, Mohrenapotheken, Moritzkirchen, Heiligen Mohren, Christenverfolgungen, bis mir schwindelig wurde.

Ich glaube, die wollten ihre hässliche, rassistische Fratze hinter gegoogelten Fake News verstecken und verhindern, dass die Welt eine bessere wird, indem wir Wörter entfernen.

Bald ist Ostern.

Ich sorge mich.

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Heinz Niski

Heinz Niski

Handwerker, Rentner,

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