Gegen N.zibuch.t.ben  in der .pr.che

Es ist an der Zeit, dass der Kampf gegen Nazis und solche, die es sein könnten, auch auf dem Feld der Nazisprache, genauer der Nazibuchstaben aufgenommen wird. Wir haben in der Redaktion intensiv darüber diskutiert, wie wir vorgehen sollen. Probeweise stellen wir einen Text vor, in dem auf die Buchstaben A/a und H/h  ( (Adolf Hitler) und S/s (SS/SA) verzichtet wird.

Wir haben nämlich festgestellt, dass selbst in scheinbar (!) unverfänglichen Texten über Buchstabenkombinationen Propaganda im Sinne der Nazis gemacht wird bzw. werden kann. So beginnt etwa Goethes „Heidenröslein“ doppelt schmutzig mit dem Wort „Sah“. Dies enthält einmal die Kombination SA, dann aber zugleich den Verweis AH. In der letzten Zeile der 1. Strophe ist der Hinweis auf die Nazis etwas besser versteckt; aber im Wort „Röslein“ findet sich das „S“, und kurz darauf stoßen wir  auf das „A“ in „auf“, so dass sich wiederum das Kürzel SA ergibt.In der vierten Zeile verbirgt sich erneut ein Hinweis auf Hitler, nämlich im Wort nAH.

Wir präsentieren hiermit die erste Strophe des Gedichts „Heidenröslein“ in von Nazibuchstaben  gereinigter Fassung. Wir würden uns freuen, wenn wir Rückmeldungen zu unserem Vorschlag bekommen. Selbstverständlich sind wir auch für eigene Vorschläge unserer Leserschaft dankbar!

 

W.Goet.e

.eidenrö.lein (Strophe 1)

… ein Kn.b‘ ein Rö.lein .te.’n,

Rö lein .uf der .eiden,

W.r     .o jung und morgen.chön,

Lief er .chnell, e.  n.. zu  se.’n,

…‘. mit vielen Freuden.

Rö.lein, Rö.lein, Rö.lein rot,

Rö.lein uf der .eiden.

(…)

Noch keine Stimmen.
Bitte warten...
Bernd Matzkowski

Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

13 Gedanken zu „Gegen N.zibuch.t.ben  in der .pr.che

  • Avatar
    12. Februar 2020 um 11:11
    Permalink

    So ein Schmarren. Wir lassen uns doch unsere Sprache und unsere Buchstaben nicht von Nazis wegnehmen.

    Noch keine Stimmen.
    Bitte warten...
    Antwort
    • Heinz Niski
      12. Februar 2020 um 14:46
      Permalink

      Die Sprache versterneln und verhunzen die Genderinen schon ganz alleine, da braucht man keine Nazis für. Wenn ich den Beitrag von B.M. richtig falsch verstehe, bezieht er sich mit seiner Überspitzung auf die (Selbst)Gerechten, die den Splitter im Auge der anders denkenden verabscheuungswürdig finden, den Balken im eigenen Auge, manchmal auch das Brett vorm Kopf, einfach nicht sehen können. Eine Gesellschaft, die viele reale Konflikte weg phantasiert, welche die Enthauptung von Überbringern schlechter Nachrichten (das ist ja alles Nazi *** empör) obsessiv betreibt, braucht ganz sicher eine Kommission, die böse Buchstaben aus dem Alphabet verbannt.

      Rating: 5.0/5. Von 2 Abstimmungen.
      Bitte warten...
      Antwort
  • Avatar
    12. Februar 2020 um 12:12
    Permalink

    So ein Blödsinn…
    Und kommt jetzt nicht mit philosophieren……

    Noch keine Stimmen.
    Bitte warten...
    Antwort
  • Avatar
    12. Februar 2020 um 15:59
    Permalink

    Kleiner Hinweis zu „unsere Buchstaben“. 🙂

    http://www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de/2012/05/28/die-jahrelang-im-ns-reich-verwendete-gotische-fraktur-schrift-war-plotzlich-judisch-sie-wurde-1941-durch-die-lateinisierte-antiqua-ersetzt?fbclid=IwAR0tEoAjMqF1sxRGzTr2LYigS4PMpjWByHsJskILuqFTtj9XpaKVyv0KDZo

    Die jahrelang im NS-Reich verwendete gotische Fraktur-Schrift war plötzlich „jüdisch“. Sie wurde 1941 durch die lateinisierte Antiqua ersetzt | http://www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de

    Noch keine Stimmen.
    Bitte warten...
    Antwort
    • Bernd Matzkowski
      12. Februar 2020 um 16:28
      Permalink

      Die Nationalsozialisten waren eben auch in dieser Hinsicht gründlich; die Frakturschrift soll allerdings angeblich die Lieblingsschrifttype des GröFaZ gewesen sein. Gleichwohl:die Buchstaben sind die Buchstaben des Alphabets (in lateinischer Schrift), in welcher Schrifttype ich schreibe bzw. drucke, ist dann eine zweite Sache.

      Noch keine Stimmen.
      Bitte warten...
      Antwort
  • Avatar
    12. Februar 2020 um 16:00
    Permalink

    Zur PC möchte ich anmerken, dass dies dazu dient, die Realität nicht mehr abzubilden und somit zu verwirren.

    Als Kind hatte ich so nie verstanden, was es bedeutete „im Krieg gefallen“. Ich dachte als kleiner Bub, dass ich auch oft falle. Meine Knie sahen auch entsprechend aus.

    Ich benötigte einige Zeit, dass „gefallen“ eigentlich bedeutet: zerfetzt, pulverisiert, erschossen, verblutet, krepiert usw.

    Aber „gefallen“ umschreibt den Zustand sehr milde.

    Heute wird die Realiät wieder gebeugt. Es war ja nicht alles schlecht. Nichtmal die „Antiqua“-Schrift.

    Noch keine Stimmen.
    Bitte warten...
    Antwort
    • Avatar
      12. Februar 2020 um 16:43
      Permalink

      sehr ehrenwert, sich in die Abteilung Sprachkritik zu begeben. Genau das ist gefragt: die kritische Reflexion dessen, was gesagt bzw. geschrieben wird. Es kommt immer auch auf das WIE und die mit-transportierten Botschaften an.

      Noch keine Stimmen.
      Bitte warten...
      Antwort
  • Avatar
    12. Februar 2020 um 17:14
    Permalink

    Eine missionarisch betriebene Gentrifizierung und Säuberung der Sprache, wie ich sie im Augenblick erlebe, wird in eine Gesellschaft der Tugendwächter*innen*divers und Opportunisten*innen*divers münden. Schrecklicher Gedanke! Bleibe dann lieber doch ein Arschloch vom Schlage eines alten weissen Mannes als Kontergewicht.

    Noch keine Stimmen.
    Bitte warten...
    Antwort
    • Heinz Niski
      12. Februar 2020 um 18:21
      Permalink

      Seit 40 Jahren, angefangen mit den Sprachbevormundungstrupps des Kommunistischen Bundes, ertrage ich die jeweils neuen Sprachvorschriften der Genderpolizei. Bis zur Basis ist bisher nicht eine einzige der Sprachregelungen durchgedrungen, die kulturelle Spaltung der Gesellschaft ist dennoch gelungen. Die Apologeten der Sternchen/Bindestrich/man/Frau/Innen/Außengenderei beweisen mit ihren Auftritten, dass in einer kapitalistischen Gesellschaft nicht nur Platz für jeden Jecken ist, sondern dass man denen auch noch bezahlte Jobs geben kann.

      Noch keine Stimmen.
      Bitte warten...
      Antwort
  • Avatar
    12. Februar 2020 um 17:46
    Permalink

    Welchen Klebstoff habt Ihr denn geschnüffelt? Da ist von Euch echt die Grenzdebilität überschritten worden! Habt ihr keine Liebe als Kinder bekommen? Durftet ihr nicht direkt an der Mutterbrust saugen? Egal, begibt Euch dringend in Behandlung!

    Noch keine Stimmen.
    Bitte warten...
    Antwort
    • Heinz Niski
      12. Februar 2020 um 17:49
      Permalink

      Da ist ein böses „i“ in „begibt“ gerutscht.

      Noch keine Stimmen.
      Bitte warten...
      Antwort
  • Avatar
    12. Februar 2020 um 17:50
    Permalink

    Genau. Früher hätte es das nicht gegeben. Da herrschte noch Zucht und Ordnung!! 🤣

    Noch keine Stimmen.
    Bitte warten...
    Antwort
  • Heinz Niski
    13. Februar 2020 um 11:54
    Permalink

    Ob nicht nur, aber vor allem die SPD- und Grünenmitglieder jemals verstehen werden, dass sie die Wegbereiter der AfD waren und sind? Dass sie mit den stereotypen, reflexartigen, grotesken Nazi- und Rassismus Bannflüchen vor der Realität fliehen?

    Wenn sich eine junge Frau für ein Amt bewirbt und in der Lokalpresse damit vorstellt, dass es nun gegen alte, weiße Männer geht und die alten weißen Männer der eigenen Partei klaglos eine solche Würdigung ihres jahrzehntelangen Engagements hinnehmen… ach ist eh egal. Hopfen & Malz verloren.

    Noch keine Stimmen.
    Bitte warten...
    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.