Zweizeiler der Woche: Tanz auf dem Berliner Parkett

Gelegentlich kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, die Politikerkaste in Berlin ist wesentlich damit beschäftigt, um sich selbst zu tanzen, wobei die Parteizugehörigkeit fast zweitrangig ist. Aber natürlich stehen diejenigen häufiger im Scheinwerferlicht, die uns (angeblich) regieren. Und dabei Gesetzesvorlagen und Ankündigungen präsentieren, die BAR JEGLICHER VERNUNFT sind, also Ideologien folgen, die jenseits der Wirklichkeit eine eigene Welt konstruieren. Anders ist doch kaum zu erklären, dass die Ampel in ihrer Regierungserklärung 400000 neue Wohnungen pro Jahr als Zielgröße ausgegeben hat. Wenn es gut läuft, werden es vielleicht 100000. Ähnlich ist es mit Habecks Heizungsgesetz, dessen Umsetzung schon daran scheitern wird, dass die (lokalen und auch überregionalen) Netze momentan für die Mehrbelastung durch 100000e Strom fressende Wärmepumpen und den gleichzeitigen Ausbau der E-Mobilität nicht ausgelegt sind. Und das unabhängig von der Anzahl der Fachkräfte, die all das einbauen und warten sollen. Und was die Belastung der Mieter und Eigentümer angeht, ist der Gesetzentwurf auch nicht richtig durchgerechnet. Aber das scheint zweitrangig zu sein – man tanzt halt im Scheinwerferlicht auf dem Parkett und dreht sich um sich selbst. Aber nur auf den ersten Blick. Sieht man genau hin, erweist sich das, was als Tanz ausgegeben wird, eher als Stolpern.

Wir wünschen einen schönen Sonntag und eine gute Woche!

Tanz auf dem Berliner Parkett

Scholz erinnert sich an keinen Schritt
Deshalb macht er beim Tanz nicht mit

Auch Plapperpuppe kann nicht tanzen
Sie ist umgeben von vier Schranzen

Brabbelbär sieht man mit Graichen
Statt tanzen aus dem Saale schleichen

Lauterbach mit steifem Hals
Gibt den Auerhahn auf Balz

Lindner kann nur am Rande stehen
Hat an Porsche-Füßen dicke Zehen

Özdemir schwebt durch den Saal
Rauchte drei Tüten an der Zahl

Und die ganze Polit-Bagage
Fürchtet die nächste Wahl-Blamage

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