Gibs auf! Wie Corona die Krise der politischen Klasse offenlegt

Eine der bekanntesten Parabeln Kafkas trägt den Titel „Gibs auf!“ Der Ich-Erzähler in der nur wenige Zeilen umgreifenden Parabel bricht zum Bahnhof auf, meint plötzlich, sich verspätet zu haben, wird im Weg unsicher und fragt schließlich einen „Schutzmann“, wie er zum Bahnhof gelangen könne. Der aber rät ihm „Gibs auf, gibs auf“, und wendet sich ab, „so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen.“
Landläufig steht bei Interpretationen des Textes die psychische Disposition des Ich-Erzählers im Vordergrund, seine wachsende Verunsicherung, sein Mangel an Ich-Stärke, weswegen er Schutz sucht. Vor dem Hintergrund von Kafkas Biographie wird oft über das Verhältnis von Kafka zu seinem Vater nachgedacht, für den im Kontext eines solchen Interpretationsansatzes der abweisende „Schutzmann“ steht.
Es wäre aber vielleicht sinnvoll, den „Schutzmann“, also den Vertreter der Staatsmacht, einmal genauer zu betrachten. Wir erfahren über ihn so gut wie nichts. Nur, dass er zunächst lächelt und fragt. „Von mir willst du den Weg erfahren?“ Nach seinem doppelten Appell wendet er sich „mit großem Schwunge ab, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen“. Diese Verhaltensweise wird oft als die zynische Ablehnung Kafkas durch seinen Vater interpretiert.
Wie aber, wenn wir den Schutzmann tatsächlich einmal mit seiner ersten Frage ernst nehmen? („Von mir willst du den Weg erfahren?“) Wenn wir die Antwort also so lesen, dass der Schutzmann tatsächlich nur eine Verkörperung des Staates ist, der aber seiner Funktion (Schutz) überhaupt nicht mehr gerecht werden kann. Der dem fragenden Bürger keine schlüssigen Antworten geben kann, der also, um im Bild zu bleiben, den Weg tatsächlich nicht kennt, also nicht weiß, wie es weitergehen soll. Verstehen wir die Frage so, dann ist das Wegdrehen des Schutzmanns am Ende des Textes kein Ausdruck von Zynismus (oder der Härte von Kafkas Vater gegenüber seinem Sohn Franz), sondern Ausdruck der eignen Ratlosigkeit. Tatsächlich heißt es im Text am Ende auch nicht, dass der Schutzmann den Erzähler verlacht, sondern dass er sich wegdreht wie Menschen, die mit ihrem Lachen allein sein wollen. Wollen Menschen mit ihrem Lachen allein sein? Ist Lachen nicht vielmehr zumeist gemeinschaftsstiftend oder etwas, was in Gemeinschaft besser funktioniert, weil man sich gegenseitig beim Lachen „ansteckt“ und in das Lachen hineinsteigert? Genau davon leben doch Comedians, Kabarettisten, Witze-Erzähler. Vom Lachen, bei dem man nicht allein sein will, leben Komödien auf dem Theater, leben Varietés, leben die Clowns im Zirkus.
So gesehen, wendet sich der Schutzmann nicht aus Bösartigkeit ab, sondern weil er die Antwort nicht geben kann, weil er selber nicht weiß, wie es weitergeht! Wenn er denn überhaupt lacht, ist es ein Lachen des Eingeständnisses eigenen Scheiterns!
Er verkörpert, so gesehen, die Krise des Staates und seiner Elite!

1. Corona ist Ausdruck einer politische Krise
Dass „Corona“ eine ernsthafte Erkrankung und keine „leichte Form der Grippe“ ist, will ich hier nicht lange betonen. Aber es ist bereits ein Zeichen der Krise, dass Selbstverständliches gesagt werden muss. Denn derlei Selbstverständlichkeiten sind eigentlich etwas für den deutschen Schlager („Immer, immer wieder geht die Sonne auf“). Ich glaube übrigens auch nicht, dass Corona Folge einer zionistischen Weltverschwörung ist, dass wir mit den Impfdosen einen Chip von Bill Gates eingepflanzt bekommen und dass John Lennon, die Monroe und J.F. Kennedy, Adolf Hitler und Elvis noch leben, auch wenn sie immer mal wieder an verschiedenen Orten angeblich gesehen worden sind.
Corona ist aber mehr als eine Virus-Krankheit im medizinischen Sinne. Corona ist in erster Linie mittlerweile eine politische Krankheit, ist zu einer solchen mutiert. Eine Krankheit, die ein Staatsversagen und eine Krise auf verschiedenen Ebenen offengelegt hat und täglich offen legt!
Damit meine ich noch nicht einmal die mittlerweile kaum noch zu zählenden Fehleinschätzungen – von der anfänglichen Unterschätzung des Virus über die Frage der Masken (hilfreich oder nicht?) bis zur Wirksamkeit der Impfstoffe als Tor zur Freiheit. Und damit meine ich auch nicht die vollmundigen Erklärungen und Versprechen, die sich, kaum ausgesprochen, als heiße Luft entpuppt haben oder immer noch entpuppen (von „es wird keinen Lockdown mehr geben“ bis zu „Es kann keine rote Linien mehr geben“). Damit meine ich auch nicht, die Verunglimpfung anderer Ansätze, etwa der anderen Strategie in Schweden oder anderer wissenschaftlicher Einschätzungen.
Nein, das alles nicht. Ich meine vor allem die Hysterisierung und Dramatisierung – sowohl der Krankheit selbst als auch mancher Begleiterscheinung in Form von Protesten und die politisch wie medial betriebene Einteilung von Menschen in Gerechte und Ungerechte (Geimpfte und Ungeimpfte).

Die politische Krise manifestiert sich in einem ständigen Positionswechsel, in dem permanenten Auf und Ab von Maßnahmen, ihrer Rücknahme, Abschwächung und „Wiedergeburt“ bei Veränderungen der Corona-Lage. Selbst die Lageeinschätzung zeigt über den gesamten Zeitraum von nun nahezu zwei Jahren eher Konzeptionslosigkeit, die aber politisch gerne als Flexibilität und Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten interpretiert wird. Ein Gesamtkonzept ist weder auf Bundesebene noch im Zusammenspiel der Länder untereinander und mit dem Bund erkennbar. Partielle Interessen, politische Opportunitäten und eine Anschmiegsamkeit an das vermeintlich Gegebene herrschen vor. Nichts hat das zuletzt deutlicher gemacht als der Positionswechsel von Lauterbach auf der einen und der FDP auf der anderen Seite. Als Talk-Show-König ohne Amt hat Lauterbach immer lauter, dramatischer und schriller  die härtesten Forderungen gestellt und die größten Katastrophen an die Wand gemalt. Mit der Übernahme des Amtes eines Gesundheitsministers rügt er das RKI und seinen Chef Wieler für das Verkünden von Forderungen, die er selbst vor ein paar Wochen noch angemeldet hat. Auf der anderen Seite ist die FDP, die sich über die letzten Monate hinweg als Verteidigerin bürgerlicher Freiheiten inszenierte und immer „weicheren“ Maßnahmen den Vorzug gegeben hat, mit Eintritt in die Regierung ins Lager der „Scharfmacher“ gewechselt, so dass auch für sie eine Impfpflicht kein Tabu mehr ist.

Ein weiteres Symptom der Krise ist ihre sprachliche Darstellung. Diese umfasst vor allem pompöse Wortneuschöpfungen in Form von Komposita (Wellenbrecher-Lockdown), das Auftauchen beliebter Versatzstücke aus dem Englisch in einer Form der Eindeutschung, so dass das so genannte Denglisch entsteht, eine krude Mixtur aus beiden Sprachen. Aus dem englischen Nomen „booster“, das vor allem im technischen Bereich angewendet wird (Zusatzmaschine, elektrischer Spannungsverstärker, Druckerhöher, Zusatzantrieb) wird das neudeutsche Verb „boostern“. Zu den Wortschöpfungsorgien gehören aber auch politisch negativ konnotierte Wortkreationen zur Verunglimpfung von Menschen, die etwa das Impfen ablehnen. Dazu gehören Wörter wie Corona-Leugner oder Impf-Verweigerer.
Der Begriff Wellenbrecher-Lockdown, der zeitweilig Hochkonjunktur hatte, suggeriert, das Virus käme wie das Meer im Wechsel von Ebbe und Flut auf uns zu und könne durch einen Lockdown „gebrochen“ werden wie die Wellen am Strand. Sprachlich wird hier aber ein besonders straffer, starker Lockdown mit Einschnitten in die Freiheitsrechte auf verschiedenen Ebenen semantisch verschleiert. Und zudem stellt er die Verbreitung und vor allem die Mutationen des Virus falsch dar, die eben nicht wie der Wechsel der Gezeiten erfolgen.
Das „boostern“ suggeriert, hier würde eine „Zusatzrakete“ gestartet, die uns einen besonderen Schub an Immunität verpasst. Tatsächlich aber sollen wir „boostern“, weil selbst die zweite Impfung relativ schnell ihre Wirkung verliert, so dass eine „Auffrischung“ (erinnert an eine frisch Dusche nach dem Sport) nötig wird. Die Booster-Impfung ist also kein „Zusatzantrieb“, kein „anti-viraler Spannungsverstärker“, sondern ein Ausgleich für die Defizite des Impfstoffs und den Verlust an Immunität. Anders formuliert: Geboostert wird, weil das immunologische Gedächtnis, die Voraussetzung für eine starke Immunantwort des Körpers, noch nicht ausreichend ist, um langanhaltend Schutz zu bieten. Dass demnächst selbst Menschen, die „geboostert“ sind, also dreimal Impfstoff erhalten haben, sich dennoch in bestimmten Bereichen einem Test unterziehen müssen, zeigt, wie fragil die Versprechungen sind, das „Boostern“ käme einem Befreiungsschlag gleich.
Begriffe wie Impfverweigerer sind letztlich auch nur Ausdruck eines politischen Scheiterns der Eliten. Immerhin sind es rund 25-27 % der Bevölkerung, die überhaupt gegen Corona-Impfungen sind. Unabhängig davon, ob die Gründe gegen das Impfen berechtigt oder unsinnig sind, sei hier noch einmal betont: Das Impfen ist (bisher) keine Pflicht, weder eine rechtliche noch eine moralische Pflicht. Wer sich nicht impfen lässt, ist kein „Verweigerer“ oder „Leugner“. Er tut einfach etwas nicht, was er nicht tun muss. Wie ein Fahrradfahrer, der keinen Helm aufzieht, auch kein Fahrradhelm-Verweigerer ist. Der „Impfverweigerer“ ist (solange es keine Impfpflicht gibt) nur ein Element des sprachlichen Kokons, in den man uns seit Monaten einspinnt, um die Verärgerungen über die Corona-Politik der herrschenden Elite umzulenken auf Sündenböcke außerhalb der politischen Klasse. Der Zorn soll sie treffen, nicht die Verantwortlichen!

2.Omikron ist der Politik-Booster
Was macht ein Virus, um zu überleben? Nun, ein Virus muss sich einen Wirt suchen, ohne ihn kann es nicht existieren. Von diesem Wirt muss es auf andere Wirte übergehen, um sich verbreiten zu können. Aber das Virus hat Gegner: Es gibt eine Schutzmauer im Menschen mit verschiedenen Baustoffen: Makrophagen, B-Zellen, T-Killerzellen, Interferone, ILCs. Um diese Mauer zu durchbrechen, die zudem noch durch Impfstoffe verstärkt bzw. nachgebessert werden kann, muss das Virus mutieren, sich also verändern, möglichst häufig und schnell. Dies vor allem, um das Immungedächtnis, das sich im Menschen aufbaut, zu umgehen oder zu täuschen. Dabei ist es das eigentliche Interesse des Virus nicht, den für das eigene Leben notwendigen Wirt zu töten. Dennoch geschieht dies, sogar bei Geimpften. Zumeist bei Alten und bereits (Vor-)Erkrankten mit schwacher Immunabwehr. Auf längere Sicht, das ist jedenfalls die Erfahrung, gewinnt aber der Mensch. Das Virus verschwindet nicht, aber der Mensch wird mit ihm fertig, passt sich ihm an, kann das Virus durchschauen lernen und es „austricksen“. Das beste Beispiel ist die Grippeimpfung.
Wenn man das berücksichtigt, erklärt sich (vielleicht) das gegenwärtige Corona-Paradoxon, das sich in zur Zeit sinkenden Zahlen bei gleichzeitiger wachsender Bedrohungsankündigung ausdrückt. Die neue Variante (Omikron) soll hochgradiger ansteckend sein als die im Moment bei uns vorherrschende DELTA-Variante, zugleich aber scheint sie weniger Schaden anzurichten, so jedenfalls die bisherigen Erfahrungen in Südafrika, wo Omikron zunächst aufgetaucht ist, und etwa in Dänemark.
Im afrikanischen Omikron-Epizentrum, der Provinz Gauteng, gehen die Fallzahlen zurück (bisheriger Höhepunkt der Fallzahlen am 9.Dezember). Die Krankenhauseinweisungen gehen ebenfalls zurück und liegen unter denen der Delta-Variante. Die Todesfälle liegen auf der Höhe der Delta Variante. Dass in Südafrika die „schweren Verläufe“ und Todesfälle eher gering ausfallen, wird u.a. auf das niedrige Durchschnittsalter (29 Jahre) der Einwohner zurückgeführt. Dies erschwert einen Vergleich mit europäischen Ländern mit höherer Altersstruktur.
Da ist schon eher ein Blick nach Dänemark passend und gibt Hoffnung: In Dänemark mussten von 18366 Omikron-Fällen nur 0,6% in ein Krankenhaus (bei Delta-Fällen waren es 1,5%, also mehr als das Doppelte). Die Verläufe insgesamt glichen einer Art Erkältung (Kratzen im Hals, leichter Husten, belegte Stimmbänder).
Sieht man diese bisher gemachten Erfahrungen an (das weltweite Datenmaterialist ist allerdings noch gering), ist nahezu unverständlich, warum die Politik (inklusive der Beraterkreise) in Omikron-Panik verfällt. Eine schnelle und hohe Infektionszahl sagt doch nichts über Häufigkeit und Schwere der Verläufe oder die kommende Hospitalisierungsrate, kurz: Über die Gefährlichkeit der Variante. Zugespitzt (und mit aller Vorsicht): Die Ansteckungsgeschwindigkeit könnte auch ein Zeichen dafür sein, dass sich das Virus totläuft, meint: dass wir an einen Punkt kommen, an dem das Virus schneller ansteckend und zugleich schwächer in der Auswirkung auf den Menschen ist.*
Unsere politische Klasse (samt medialen Helfern und wissenschaftlichen Apologeten von Lockdowns und Impfpflicht) reagiert im Grunde hilflos. Um eine Verschärfung von Maßnahmen zu rechtfertigen, kommt nun mit der Virus-Variante eine Argumentations-Variante. Wenn sich das Virus so rasend schnell verbreitet, so heißt es jetzt, könnte die „kritische Infrastruktur“ gefährdet werden: Energieversorgung, Logistik, Feuerwehr, Polizei, Müllabfuhr.
Könnte, ja! Aber eben nur, wenn Ansteckung auch bedeutet: Erkrankung mit starken Symptomen. Dafür gibt es aber bisher keinen Beleg! Die Gefährdung der „kritischen Infrastruktur“ toppt sozusagen die Überlastung (das “Zulaufen”) der Intensivstationen bzw. des gesamten Gesundheitssystems. Da im Moment bei vorherrschender Delta-Variante aber alle negativen Parameter rückläufig sind (der Inzidenzwert sinkt seit etlichen Tagen kontinuierlich wie auch die Zahl der Infizierten), die Impfzahlen aber steigen (so dass nahezu täglich neue „Impfrekorde“ verkündet werden), kommt Omikron sozusagen „rechtzeitig“, um die Handlungsweise der neuen Regierung anzutreiben, wogegen die jetzige CDU-Opposition natürlich noch härtere Maßnahmen fordert (was man in der Opposition auch locker tun kann).
Was die „kritische Infrastruktur“ angeht: Hier vollzieht sich das gleiche Muster wie bei den Intensivbetten und dem seit Jahren voranschreitenden Abbau der Bettenzahl: Die Infrastruktur ist nicht wegen Corona gefährdet, sondern weil sie seit Jahren vernachlässigt wurde – egal ob Feuerwehr oder Polizei oder welcher öffentlicher (staatlicher) Bereich der Infrastruktur auch immer: Personal und Strukturen wurden abgebaut, um Kosten zu sparen. Jetzt sieht man diese Bereiche als gefährdet an, denn Omikron steht vor der Tür! Das aber ist ein billiges Argument, um die eigenen Versäumnisse zu kaschieren. Es ist so wie mit der Hochwasser-Katastrophe in der Region Ahrweiler 2021: Die Versäumnisse in der Schaffung einer Infrastruktur, die Wassermassen zu großen Teilen auffangen könnte (Rückhaltebecken, Überflutungszonen, Befestigung von Schutzwällen und Dämmen etc.), haben wesentlich zur Katastrophenentwicklung beigetragen. Aber „Schuld“ hatte der Klimawandel! Die jahrelange Unterfinanzierung der kritischen Infrastruktur ist die Ursache einer (möglichen) Krise, nicht aber Omikron! Nein, die Versäumnisse der politischen Elite sind dafür verantwortlich – wie auch für fehlende Intensivbetten, marode Brücken, kaputte Straßen, unzureichenden Nahverkehr, lahmende Digitalisierung etc.

3. Der ratlose Schutzmann
Hinter der Regierung samt ihren Ministern und Staatssekretären stehen riesige Abteilungen mit Fachleuten, Referenten, Abteilungsleitern, Spezialisten für dies und das und alles und jedes. Beratungskompetenz, so sollte man meinen, gibt es „hausintern“ zur Genüge. Dennoch: die (gegenwärtige) Regierung sammelt Beraterkreise und Krisenstäbler um sich, hat das RKI an seiner Seite, leistet sich einen Ethikrat. Mit welchem Ergebnis: verwirrende und verworrene Ergebnisse von Konferenz in kleiner und großer Runde, widersprüchliche Ergebnisse mit geringer Halbwertzeit, die kaum, dass sie verkündet worden sind, schon wieder kalter Kaffee zu sein scheinen. Seit fast zwei Jahren läuft es immer wieder auf lediglich zwei finale Handlungsweisen zu: Impfen und Lockdowns/Einschränkungen des täglichen Lebens. Und damit kommen wir zu Kafkas Schutzmann zurück: Der gesteht immerhin zu, dass er keine Antwort hat, wendet sich ab.
Unser Schutzmann, die Regierung (egal in welcher Konstellation), hat auch keine Antwort, weiß den Weg nicht wirklich – tut aber so!
Das erklärt das endlose medial vermittelte politische Geschwätz, dem wir täglich ausgesetzt sind, wenn es um Corona geht. Aber immerhin: Dieses Geplapper ist nicht zum Lachen, aber lächerlich! Und es macht vor allem eines deutlich: Nämlich wie tief die Krise der politischen Elite ist!

 

*Nur als Gedankenspiel: Träfe diese Annahme zu, würde sich also auf Zahlenbasis valide absichern lassen, müsste man, der Logik der Sache folgend, das Impfen herunterfahren (also nur noch die Schwachen ohne eigene starke Immunabwehr impfen), um auf die „natürliche Durchseuchung“ zu setzen, also eine Herdenimmunität

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Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

7 Gedanken zu „Gibs auf! Wie Corona die Krise der politischen Klasse offenlegt

  • 23. Dezember 2021 um 19:57
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    Nur die Schwachen zu impfen und nicht direkt in die Welle zu impfen ist Schwurbelei.
    Wir werden diese und die kommenden Wellen nur mit den alternativlosen, aber schwachsinnigen Maßnahmen besiegen. Hat doch zuletzt auch geklappt.

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  • 23. Dezember 2021 um 22:51
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    Punktlandung.

    https://www.heise.de/tp/features/Pandemie-Experte-inmitten-der-Pandemie-gefeuert-6307674.html

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  • 24. Dezember 2021 um 1:02
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    als Ergänzung zu den Omikron-Hinweisen bezüglich Südafrika und Dänemark hier Meldungen aus England, die erst nach Veröffentlichung meines Beitrags erschienen sind (tagesschau.de) und deshalb im Beitrag selbst noch keine Berücksichtigung gefunden haben:

    “Zwei Studien aus Großbritannien deuten darauf hin, dass eine Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus zu milderen Krankheitsverläufen zu führen scheint als die Delta-Variante. Eine Schätzung des Covid-19-Forschungsteams am Imperial College in London ergab, dass die Wahrscheinlichkeit von Klinikeinweisungen bei Omikron-Fällen in England um rund 20 Prozent niedriger sei als bei Infektionen mit der Delta-Variante. Das Risiko, mit einer Omikron-Ansteckung für eine Nacht oder länger im Krankenhaus zu landen, sei um 40 Prozent niedriger als bei Delta, hieß es.
    (…)
    Die zweite Studie kommt aus Schottland. Die Ergebnisse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität von Edinburgh legen nahe, dass das Risiko einer Krankenhauseinweisung bei Omikron um zwei Drittel niedriger sei als bei Delta.”
    (Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/omikron-studien-verlauf-101.htm, tagesschau 23.12.21)

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  • 28. Dezember 2021 um 8:54
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    Prof. Drosten entwickelt neuen Raketen-Typ: 1-G. (Zugang nur für Geboosterte)
    Zusammenfassung seines Interviews in der Süddeutschen:
    https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-drosten-china-omikron-100.html?fbclid=IwAR0B5WZDHWQe-vxrNoj1KgpBVKdZINfffONjaLee01Z-76qiKfwqjL8Hk6w

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    • 28. Dezember 2021 um 8:56
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      Wird leider gleich wieder durch diese Meinung vom guardian relativiert, durch die Unterschätzung von Omikron, im Zusammenhang Langzeit-Covid.
      https://www.theguardian.com/commentisfree/2021/dec/23/omicron-covid-19-long-hauler?fbclid=IwAR2Yp5RP5dVzY4hLU0o49dxfxq3tiVNiVvWa4TIYAlVb1EeDwW5CnAg4IoM

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      • 28. Dezember 2021 um 8:57
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        Das erklärt Prof. Sandra Ciesek recht klar, in dem sie in ihrer Kritik an den Studien auf die (verharmlosende) überinterpretierende Reaktion von Omikron nur (!) in den Bronchien hinweist, wobei sie die Vorgänge in der Lunge in der vorgenommenen Differenzierung als nicht nachvollziehbar und wenig evident darstellt.
        Zu dem was sich in Südafrika gezeigt habe, sei sie grundsätzlich skeptisch, da die Lage in Südafrika wenig “vergleichbar ist, alleine wie viele in Südafrika schon Infektionen durchgemacht haben, vielleicht sogar mehrere, das können wir gar nicht so richtig einsehen.” (S. 11, Skript 106, Stand: 21.12.21)
        https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript348.pdf

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        • 28. Dezember 2021 um 8:58
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          es ist nie vergleichbar und kann immer anders interpretiert werden. Aber nicht anders als Drosten und Co.

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