Für Samuel Paty

Heinz Niski

Handwerker, Rentner,

16 Gedanken zu „Für Samuel Paty

  • 20. Oktober 2020 um 9:49
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    Auf twitter hat der user R.Meusers die unten wiedergegebene Frage gestellt:

    Richard Meusers v.W. ن

    @maternus
    Wo sind eigentlich die Solidaritätsdemos unserer diversen Freunde der humanistischen Linken, von #wirsindmehr, die machtvollen Verurteilungen von Steinmeier bis K. Göring-Eckardt? Die Berichte darüber habe ich bestimmt nur überlesen.

    Habe ich?

    Das Schweigen unserer Anti-Rassismus- und Solidarität-mit-Profis muss man wohl beredt nennen. Es gibt eben offensichtlich richtige und falsche Opfer und zu verdammendenden und nicht zu verdammenden Terrorismus. Was ist schon ein schlichter französischer Pauker, der aus religiösem Hass enthauptet wird, gegen das Opfer eines Giftanschlags, der als russischer Oppositioneller gilt?
    Die Riege der Betroffenheits-Lyriker, von Steinmeier über Göring-E. bis Bedford-S., portionieren halt ihr Mitgefühl. Sie grenzen aus, nicht nur Lebende, sondern auch Getötete.

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  • 20. Oktober 2020 um 10:14
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    Ich habe mal kurz die Internetauftritte der CDU, SPD, Grünen GE durchpflügt – keine Solidaritätsadresse.
    Vielleicht will man die Gefühle muslimischer Mitbürger nicht verletzen, indem man eine Verbindung zwischen der Religion und den Einzeltätern herstellt?
    Ein Text von Nina Scholz zum radikalen Islam und der schnarchenden Zivilgesellschaft

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  • 20. Oktober 2020 um 11:03
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    Ja, ich weiß, wer für den Boykott von Paranüssen aus dem Orinoco Delta ist, um damit das aussterben der dreibeinigen Schnetzschnalzmade zu verhindern, gilt als empathischer Weltenretter.

    Ja, ich weiß, wer den gewalttätigen und tödlichen Rassismus amerikanischer Polizei mit dem Alltagsrassismus der deutschen Beamten gleichsetzt, gilt als wacher, kritischer Geist, als Antifaschist, der den Anfängen wehret.

    Ja, ich weiß, wer die strukturell antidemokratische, antiaufklärerische Ideologie des Islams benennt, ist Islamophob und ein zu verachtender Feind des friedlichen Zusammenlebens unserer Gesellschaft.

    Auf Arte TV läuft eine Doku über das Blasphemiegesetz in Pakistan. Wer es erträgt anzuschauen, wie Menschen von einem fanatisierten muslimischen Mob zu Tode geprügelt werden, erfährt hier einiges darüber, wie Menschen, wie Gemeinwesen ticken.

    Ja, ich weiß, weil ich keine entsprechenden Dokumentationen von Christen, Hindus, Animisten, Atheisten, die Moslems zu Tode treten anbiete, entlarve ich mich einmal mehr als Islamophob.

    Ist klar.

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  • 20. Oktober 2020 um 18:45
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    aus aktuellem Anlass zwei Zitate:

    Die These vom Einzeltäter, das wissen wir heute, hat in der Vergangenheit allzu oft vom Kern abgelenkt. Täter haben ein Umfeld, in dem sie sich radikalisieren. Sie sind eingebunden in Netzwerke, in virtuelle und reale. Sie haben Unterstützer, virtuelle und reale. Damit meine ich auch die, die mit Worten ein Klima des Hasses erzeugen.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Halle (Saale), 9. Oktober 2020

    Koran, 47: 4.

    Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt(..)

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  • 21. Oktober 2020 um 10:21
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    Wenn Linke und Liberale sich nicht einmal angesichts solcher Brutalität zu einer konsequenten Kritik sowohl des radikalen Islamismus als auch jener Elemente des orthodox-konservativen Mehrheitsislams bequemen, welche die emanzipatorischen Errungenschaften westlicher Gesellschaften bedrohen, werden weiterhin antikosmopolitische politische Formationen mit ihrer „Islamkritik“ reüssieren, die hinsichtlich Antisemitismus, Misogynie und Homophobie vom Objekt ihrer Kritik bei weitem nicht so weit entfernt sind, wie sie gerne suggerieren.

    Aus der TAZ vom 20.10.20

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  • 21. Oktober 2020 um 14:35
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    Vorsichtig gibt Kevin Kühnert (SPD) zu verstehen, dass die Linke anscheinend doch einen blinden Fleck dort hat, wo sie vor Jahrzehnten schon hätte hinschauen müssen. Die Linke solle den Kampf gegen den Islamismus nicht den Rechten überlassen.
    Mal angenommen, die Gelsenkirchener Salon- und Schickeria- und Kulturlinke würde tatsächlich den Islamismus als Thema für sich entdecken, müsste sie dann nicht auch einige Bannflüche zurücknehmen, die sie offen und verdeckt gegen Personen ausgesprochen haben, die eine Auseinandersetzung mit dem Thema immer schon einforderten?
    Ich bin gespannt…..
    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/kevin-kuehnert-ueber-islamismus-die-politische-linke-sollte-ihr-schweigen-beenden-a-5133948b-bac7-490a-a56a-a42d87a62532

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  • 22. Oktober 2020 um 1:24
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    Zitat aus der FAZ:

    „Bislang hat ein Teil der Linken einen gesellschaftlichen Konsens darüber verhindert, dass die Republik gegen Angriffe auf Grundwerte wehrhafter auftreten muss. 2019 unterzeichneten führende Politiker wie der Grüne Yannick Jadot und Jean-Luc Mélenchon von der Linkspartei einen „Appell gegen die Islamophobie“, in dem das Verfassungsprinzip der Trennung von Staat und Religion als „Freiheitsverletzung“ angeprangert wurde. Angriffe auf Homosexuelle, Antisemitismus und ein herabsetzendes Frauenbild werden von Wortführern der Linkspartei oft beschönigt, da sie von einer sozial benachteiligten muslimischen Minderheit ausgehen.“

    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kommentar-samuel-paty-letzte-chance-fuer-eine-freie-gesellschaft-17013077.html

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  • 22. Oktober 2020 um 9:04
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    Na, da darf auch die „Zeit“ nicht fehlen, die ansonsten gerne moralinsauer alles als „rechts“ verortet, was den Denkkorridoren in Sachen Islam (aber auch Zuwanderung und Seenotrettung) nicht entspricht.
    „Kritik am Islamismus und am politischen Islam wird schnell als Islamophobie denunziert. Das ist die Strategie der Islamisten: Sie bringen Kritiker gezielt in den Verdacht, Islamhasser zu sein, sie rücken sie in die Nähe des Rechtsextremismus, sie unterbinden eine offene Diskussion über die Gefahren des politischen Islams. Doch die Demokratie muss wehrhaft sein, wenn sie überleben will. Und sich zu wehren beginnt damit, zu benennen, was ist.“ (Quelle, WAZ, von heute, S.4)

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  • 22. Oktober 2020 um 9:34
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    Es scheint sich also eine „Wiedergutmachung“ anzudeuten in der Zivilgesellschaft. Alle die auf der Seite der „Guten“ waren und sind, korrekt sprechen, dem Islamkritiker die Rassimus- und Nazikarte zeigten, das gesellschaftliche Klima mit ihren Leugnungseskapaden vergifteten, werden nun gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz sicher die von ihnen ausgegrenzten wieder ins warme, kuschelige Gemeinschaftsbett holen.
    Ich habe da eine recht große Liste von Personen, bin gespannt wie die sich in einigen Monaten verhalten werden. Ziemlich sicher waren sie dann schon immer kritisch-solidarisch, haben immer schon gewarnt usw.

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    • 22. Oktober 2020 um 11:54
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      Fachbegriff: Wendehälse, Untergattung Biedermann-Brandstifteriensis

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  • 22. Oktober 2020 um 19:17
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    Da könnte ich fast Franzose werden wollen.

    Mit emotionalen Worten und dem Beschwören republikanischer Werte hat Emmanuel Macron Abschied genommen von Samuel Paty. Der Lehrer war vergangenen Freitag von einem Islamisten geköpft worden. Wir dokumentieren die gestrige Rede des französischen Präsidenten in voller Länge.

    Aus Cicero

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  • 24. Oktober 2020 um 5:49
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    Recht hat sie: Das angebliche linke Appeasement gegenüber Islamisten jedoch bleibt bei näherer Betrachtung primär ein Narrativ der Rechten. Womit auch klar ist aus welcher Ecke Herrkules kommt.

    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_88805982/linke-islamismus-warum-kevin-kuehnert-und-sascha-lobo-in-die-irre-laufen.html

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    • 24. Oktober 2020 um 6:30
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      @Exleser warum eigentlich dieses verstecken hinter Pseudonymen?

      Wie ich schon auf facebook in einem Beitrag schrieb:

      Auf jeden Fall gut zu wissen, dass der Hinweis auf fehlende Reaktionen in der Gelsenkirchener Stadtgesellschaft (bei Kaddor „angebliche linke Appeasement“) eine Erzählung der Rechten ist, weshalb alle ihre Hände in Unschuld waschen können, alle nicht nur weiterhin zu den Guten zählen, nein, die Nichtreaktion ist im Grunde genommen ein aktiver antifaschistischer Beitrag gegen das Böse, mindestens aber gegen RECHTS.
      So kann man sich die Welt auch zusammen stricken. Hoffentlich verstehen die Franzosen, dass sie mit ihrer Empörung gegen die Halsabschneider nur die Rechten, die Faschisten, die Nazis stärken.

      Der Hinweis, dass Herr Kules „aus einer Ecke käme“ wird nicht mal mehr nicht ignoriert.

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  • 24. Oktober 2020 um 10:29
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    uppps… auch Robert Habeck fordert nun, dass mal etwas gegen Islamismus getan werden müsste. Die Frage ist, ob und wann das bis in den Gelsenkirchener Kreisverband durchsickert. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/robert-habeck-ueber-messerattacke-in-dresden-bedrohung-durch-islamistische-gewalttaeter-ist-real-a-3e61cd0a-ced5-467d-b9e8-b72c07816ef2

    Eigentlich müsste Habeck jetzt ja auf die Ignorierliste der GE Grünen rutschen, entfreundet werden. Machen Grüne ja mit Herrn Kules weil der so fascho und rasssssi ist.

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  • 24. Oktober 2020 um 18:25
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    Ruhrbarone…. wahrlich keine Freunde der Grünen, aber gerade oder dennoch lesenswert, versuchen einen anderen Ansatz, um Menschen, Bürger zu erreichen:

    https://www.ruhrbarone.de/dresden-bis-zum-naechsten-anschlag/192001

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  • 26. Oktober 2020 um 7:42
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    Na, wer von euch traut sich, mit einem T-Shirt mit Mohammed Karikatur über die Bahnhofstrasse zu gehen. Vielleicht noch eine Kippa dazu…..?

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