Kunstführer Gelsenkirchen – Streetart im Skulpturenwald

 

Herr Kules:

„Kunst muss verfallen, ansonsten wird sie verkauft“ ist ein Leitspruch, dem Sie, Herr Tersgelund, sich verpflichtet haben. Ist das nicht eher ein Leid-Thema angesichts der durch Vandalismus beschleunigten Verfallszeit Ihrer Arbeiten?

Hraven Tersgelund:

Die Lust an einer Schein-Selbstbestimmtheit durch Zerstörung ist ein altes Thema, Deutsche haben das durch Busch in Max und Moritz erschöpfend beleuchtet. Die Methoden wandeln sich, heute zersägt niemand einen Steg, heute schickt man Zalando Schuhe zurück.

Herr Kules:

Sie weichen aus.

Hraven Tersgelund:

Kein Kommentar.

Herr Kules:

Kommt Neid bei Ihnen auf, wenn ein während der Verkaufsauktion geschreddertes Bild von Banksy im Wert steigt, während Ihre Arbeiten geklaut oder ohne Gegenleistung zerstört werden?

Hraven Tersgelund:

Früher war der April noch verlässlich.

Herr Kules:

Persiflieren Sie gerade etwas oder jemand?

Hraven Tersgelund:

Ich danke Ihnen für das Gespräch.

 

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Heinz Niski

Handwerker, Rentner,

3 Gedanken zu „Kunstführer Gelsenkirchen – Streetart im Skulpturenwald

  • 22. April 2020 um 19:25
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    Hach, schön, dass jemand sie auch mal sieht und zeigt; eigentlich ist der Park und der Haldenwald ja voll davon, aber so flüchtig, immer schon weg, wenn man sie jemand zeigen will…
    Meinte schon einer, ob ich wohl Geister sehe. Kann ja sein, oder?

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  • 23. April 2020 um 11:22
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    Hallo, ich habe eine Frage: haben die Prigann Erben schon Anzeige wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung nach § 304 Strafgesetzbuch (Veränderung des Erscheinungsbildes, Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren) gestellt? Falls ja, würde ich gerne diesen Fall, zusätzlich zu dem der Reinigung der Himmelstreppe, für meine Magisterarbeit über Kunstbeschädigung und Strafrecht dokumentieren.

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  • 23. April 2020 um 21:19
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    @Kerstin Wewland

    Hraven Tersgelund ist zur Zeit in seinem Corona-Office in Andorra und mir ist keine Adresse bekannt, unter der ihm eine Klageschrift zugestellt werden könnte. Ich fände einen Prozess in dieser Sache unterhaltsam, irgendwie wie ein eigenständiges Kunstwerk. Vermutlich würde aber kein Staatsanwalt auch nur Ermittlungen aufnehmen.

    Die Magisterarbeit muss sich also mit der vom Steuerzahler finanzierten Reinigungsorgie der Himmelstreppe begnügen.

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