Die Natur – Der Mensch – Die Stadt – Der Tod? Hraven Tersgelunds Morphogenese im Skulpturenpark Herman Priganns

Heinz Niski

Handwerker, Rentner,

Ein Gedanke zu „Die Natur – Der Mensch – Die Stadt – Der Tod? Hraven Tersgelunds Morphogenese im Skulpturenpark Herman Priganns

  • 15. Juni 2018 um 17:43
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    In diesen Tagen wird ja allerorten das Ende des Bergbaus zum Anlass für Theaterstücke, Musikwerke, Ausstellungen, Vorträge, Erinnerungsmelancholie und Gedenkgottesdienste genommen. Das hat fast alles eine Schwere, so als wolle Kunst uns die Steinstaublungen der Bergleute in artifizieller Form nachempfinden lassen.
    Da kommen die Werke eines „Fremden“, der vielleicht deshalb die nötige Distanz hat, zur rechten Zeit, um Atemnot zu verhindern. Geradezu leichtfüßig wird den schweren (im eigentlichen und übertragenen Sinn) Werken Priganns, die mit monumentaler Wucht und manchmal nahezu mit gewalttätiger und gewaltiger Rohheit in die Landschaft aufragen, ein spielerisches Element an die Seite gestellt. Ein Kontext wird aufgemacht, der uns zeigt, dass wir vor den Monumenten einer untergangenen Welt stehen, die aber selbst nur Glied einer Kette von untergegangenen Welten ist – so gesehen, ist ,etwa über Nofretete, der Sprung vom untergegangenen alten Ägypten zum untergegangenen Bergbau nur ein kurzer- und vor allem aber ein kurzweiliger.
    Die Gelsenkirchener Kunstszene, soweit man davon überhaupt sprechen kann, wird dieses kleine Kunstwunder geflissentlich ignorieren und verschämt verschweigen. Deshalb ist es zu loben, dass der Herr Kules diesem Künstler und seiner Kunst Raum und Stimme gibt.
    Hingehen-Anschauen-Staunen!

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