Gelsenkirchen: planieren statt sanieren – Sebastian Bielendorfer

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Gelsenkirchen – planieren statt sanieren

 

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Heinz Niski

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Klau.Holl.

Da hatter Recht. Doch ich liebe meine Stadt und werde sie NICHT verraten. Was die Sozen hier vor Ort schon vor langer Zeit getan haben und noch immer tun!

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Klau.Holl.

die liebe zu den Menschen die hier wohnen

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Ro.Bien.

Das hat mit der Stadt übrhaupt nix zu tun. Liebbare Menschen leben auch woanders.

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Klau.Holl.

die Menschen DIESER Stadt sind was besonderes

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Ali-Emilia Podstawa

Magie der Heimat. – Im Supermarkt. Kassiererin zieht den Einkauf über das Band. Scanner piept nicht. Noch ein Versuch. Klappt nicht. Sagt einer hinter dir, den du noch nie gesehen hast: “Komm, ich hol dir ein andern Sack Kartoffeln. Der Zettel geht nich.” Meint die Kassiererin: “Jau, hol ihm ein neuen Sack und schmeiß den hier wieder in die Kiste. Ich mach schomma weiter.” Kassiererin nimmt Blickkontakt mit dir auf und sagt bedeutungsschwer: “Der Kot is im Arsch!” – Die Frau hat Recht.

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Tho.Ber.

Liebe ist auch Leidenschaft !
Und die vermisse ich bei den Verantwortlichen insbesondere in der Verwaltungsspitze.
Mag es es darin liegen , dass Ihre Wurzeln bzw. Lebensmittelpunkte eben nicht in GE liegen ???
An einem normalen Alltag mit sozialen und gesellschaftlichen Bindungen sehe ich die meisten derer jedenfalls nicht teilnehmen .
Manch ein Bürgermeister aus den Nachbarstädten soll schon mal abends von Kneipe zu Kneipe flanieren und am „normalen“ Leben teilnehmen.

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Ro.Bien.

Zwei Zugereiste junge (25) und mitteljunge Frauen (42), Nachbarn aus Bochum fangen demnächst als Ergotherapeutin und Medizinerin in GE an. Keine von den beiden käme auf die Idee dort hinzuziehen – obwohl BO zum wohnen immer teurer wird. So gehts den Verwaltungsführungskräften in GE auch.
Auf die Zwischenbilanz der Nachbarinnen bin ich sehr gespannt.

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Tho.Ber.

oder als Karriere Zwischenstopp…….
auf dem Weg nach Essen oder Düsseldorf …..

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Ali-Emilia Podstawa

Ach ja, Detroit.

“Die urbane Wiedergeburt geht zu einem grossen Teil auf das Konto eines einzigen Mannes – des Investors und Multimilliardärs Dan Gilbert. «Es sind Leute wie Gilbert und nicht die Politiker, die Detroit regieren», sagt Horner. Tatsächlich wurde Gilbert 2017 vom Magazin «Politico» zu einem der elf interessantesten Bürgermeister der USA gewählt, obwohl er das Amt nie innehatte. Gilbert kaufte in den letzten Jahren einige der wichtigsten Gebäude in Detroit, renovierte sie und investierte in unzählige Neubauten.”

http://www.nzz.ch/amp/international/detroit-die-stadt-erlebt-nach-dem-absturz-eine-renaissance-ld.1674999

Sollte so eine Person in GE auftauchen, reden wir weiter.

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Bu.au.GE

sehr bauchschmerzbehaftet… wie vieles im kultur-, bildungs-, gesundheits-, …-Wesen in Amiland.
Schön, dass diese Menschen geben und machen. Aber dieses Geben ist nie selbstlos! Es gibt immer Gründe, warum das und nicht das andere.
Daher immer besser staatlich-“anonym”

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Fra.Prez.

 …sagten auch alle Genossen der DDR

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Bu.au.GE

Hätte nicht gedacht, dass ich in diesem Kontext hier explizit darauf verwiesen muss, dass dies natürlich auch unter nicht pluralistischen Systemen missbräuchlich eingesetzt wird/wurde, um die Meinung/Kunst/… auf Staatsräson zu bringen, was eindeutig zu verurteilen ist!
Dem ist ja wohl leider nicht so…

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Ali-Emilia Podstawa

Sehr bauchschmerzbehaftet. Da ist es wieder, das Diktum der angeblichen Selbstlosigkeit als allein legitimes Motiv, um eine Stadt aus der Verelendung zu holen. Wenn in den letzten Jahrzehnten kaum Bleibendes in GE generiert wurde, dann liegt es möglicherweise gerade an einer unkreativen staatlichen Anonymität. Es liegt möglicherweise gerade an den Besitzstandswahrern, die öffentliche Kassen anzapfen und Beschäftigungstherapien im großen Maßstab inszenieren. Seelenlose Projekte hangeln sich von einem Fördertopf zum nächsten. Wo ist in den letzten Jahren daraus eine dauerhafte, vorher nicht vorhandene, sich selbst tragende Lebensgrundlage für mehr als eine Hand voll Menschen in GE entstanden? Die Rede ist also nicht von aus öffentlichen Mitteln finanzierten befristeten Stellen für Sozialarbeiter, sondern von tausenden benötigten Arbeitsplätzen in Industrie, Handwerk, Handel, Gastronomie, Dienstleistungen, Tourismus usw.
Fast der halbe städtische Haushalt wird jedes Jahr (von den an der Nadel der staatlichen Anonymität Hängenden) verkonsumiert und ein weiteres Viertel fließt in die Personal- und Versorgungsaufwendungen der Stadtverwaltung.
https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/sozialkosten-steigen-und-steigen-geht-das-noch-lange-gut-id236131647.html
Klick dich durch den sehr bauchschmerzbehafteten Haushalt der Stadt Gelsenkirchen.
https://www.gelsenkirchen.de/de/Rathaus/Staedtischer_Haushalt/Aktueller_Haushalt/Interaktiver_Haushalt.aspx
Oder – ganz “spannend” – bewirb dich beim “Bunten Haufen” in der “Stabsstelle Projektbüro 5-StandorteProgramm” auf die Stelle einer Projektkoordinatorin bzw. eines Projektkoordinators (w/m/d) für die Betreuung von Förderprojekten im Handlungsfeld „Bildung, Innovation und Nachhaltigkeit“
Kennziffer: E 2022 – 113 (bitte bei Bewerbung angeben) befristet bis zum 30.06.2026
“Voraussetzung für dieses Aufgabengebiet ist ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom an einer Universität oder Master) in Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften.”
Ein “Förderprogramm”, mit dem überzählige Akademiker eine Zeit lang mit sich selbst beschäftigt werden. Aufgabenbeschreibung unter anderem:

  • Strategische Unterstützung der fachlichen Projektleitungen bereits initiierter Projektbewerbungen bei der Weiterentwicklung von Projektbewerbungen
  • Unterstützung der Leitung des Projektbüros im Management der Abstimmungsprozesse mit dem Strukturstärkungsrat des 5-StandorteProgramms, Vertreterinnen und Vertretern der Fachministerien des Landes NRW, dem Projektbüro „5-StandorteProgramm bei der Business Metropole Ruhr (BMR)“, dem Projektträger Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung Münster
  • Unterstützung der Leitung des Projektbüros bei der konkreten Anmeldung von Projektbewerbungen beim Strukturstärkungsrat”

https://karriere.gelsenkirchen.de/jobposting/c608658c0b5968836ff6c45535a53a285abd6d020?ref=homepage

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Bu.au.GE

Das es hier in dieser Stadt nichts Bleibendes entstanden ist, hat es bestimmt viele Gründe, bestimmt auch eine uninspirierte Förderung durch die Stadt und auch die Besitzstandswahrung einiger Weniger (hatte z.B. für Außenstehende der Halfmannhof eine andere Daseinsberechtigung außer seiner schlichten Existenz?), aber auch viele Eitelkeiten, Eifersüchteleien, Missgunst, unfähiges Marketing, Desinteresse seitens der Stadt, manchmal schlicht mangende Qualität,… .
Worum es mir ging, ist, dass ich verdammte Bauchschmerzen habe, wenn, wie in Zeiten des “schlanken Staates” immer gefordert, wenig Staat sondern Eigenverantwortung/Finanzierung durch den Bürger in Bereichen Kultur, Forschung, …
Die Folgen sind ja schon sichtbar.
Was einen “großen Macher” in Bezug auf Arbeitsplätze und so angeht, ist ein ganz anderes Thema.
Aber, ist es erstrebenswert, dass Drittmittelgeber bestimmen, wer an was forscht um damit kurz- und mittelfristig den Einsatz zu monetarisieren?
Andere, klassische Forschung immer weniger stattfinden kann?
Ist es erstrebenswert, dass Kultur immer mehr Sponsorenveranstaltungen wird, was zur Folge hat, dass kritische, unbequeme Dinge immer weniger stattfinden können? Nur noch Wohlfühl-Massentauglichkeit zählt?
Ist es erstrebenswert, dass in Schulen das gelehrt wird, was ein Geldgeber als zu lehren richtig findet?
Wenn ja, kann man gerne alles privat finanzieren und eine unabhängige Förderung und Kontrolle sein lassen.
Das hierbei die Gießkanne nicht das Mittel der Wahl ist, sollte schon klar sein.
Bestimmt braucht es neue, andere Strukturen!?

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Ro.Bien.

War das Lehrerkind noch nicht in der aufstrebenden Kulturmeile Ückendorf?

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Dag.Lau.

Das im Interview angesprochene Freiburg schlägt grade auch den Weg nach unten ein: Eine seit Jahrzehnten autofeindliche Politik lässt die Einkaufs-Frequenz in der Innenstadt sinken, viele kleine Geschäfte sind schon weg, seit letzten Jahr schließen jetzt auch die großen Einkaufshäuser. Bald ist die pittoreske Innenstadt ein Gastro-Freizeitpark für Touristen…
Ob die aber dann noch genau so zahlreich kommen für 1-€-Läden ist sehr fraglich…

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Fra.Prez.

treffend

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Ro.Bien.

Gelsenkirchen ist ein “Schmerz im Ar…” hat mal ein weiser Mensch gesagt, dessen Namen ich leider nicht mehr auf dem Schirm habe. Ich interpretiere das für mich so: Wenn du in Gelsen geboren bist, wirst du durch diesen Schmerz ständig dran erinnert – versuchst dich zu befreien, wirst ihn aber nicht los. Kannse hinziehen wo de wills…Schön is dat nich.
Gelsenkirchen ist bizarr. Das ist besonders. Mehr im Schlechten, als im Guten. Das macht es außergewöhnlich – und ist es aber schon. Und zu Menschen/Freunden aus GE kann ich nur sagen: 12 KM über die Grenze in anderen Städte schaffen die Wenigsten. Auch das: sehr besonders. Nichts bleibt, wenn du dich nicht selbst nach GE bewegst.
Dazu fällt mir dann noch ein: Wahrscheinlich schaffen es deshalb so Viele nicht, die Stadt zu verlassen, weil sie wissen: Besuch aus GE bekommen sie nicht…bleiben sie besser hier.

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Klau.Holl.

DAS ist jetzt echt der größte Blödsinn, den ich dieses Jahr gelesen habe. Gehe in Dich, komme wieder und erzähle uns, was Du da gefunden hast.

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Fra.Prez.

Nee

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Ro.Bien.

Funktioniert in Bochum gut.

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Ade.Mu.

Ich habe schon des Öfteren den Vergleich mit Detroit bemüht und Parallelen aufgezeigt.
Dass Ähnliches wie nun in Detroit auch in Gelsenkirchen passiert und Investoren Mrd. für die dringend benötigte Sanierung der Stadt aufbringen, ist vollkommen abwegig.
Bedauerlicherweise hat sich Thomas Bernau ins Aus katapultiert. Jemanden mit vergleichbaren Intentionen sehe ich weit und breit nicht.
Jedenfalls sind die meisten Aussagen in dem Interview ziemlich zutreffend.
Ebenso wie die Analyse von Redaktion HerrKules wonach Kritik an der Stadt oder der Stadtgesellschaft gerne relativiert, verharmlost, abgekanzelt oder delegitimiert wird.
Mir fiel es nicht schwer, nach 28 Jahren Gelsenkirchen zu verlassen.
Die Menschen die mir was bedeuten kann ich jeder Zeit besuchen, wenn mir danach ist. Bestimmte Orte hingegen vermisse ich sicher nicht. Es gibt auch kaum Orte in Gelsenkirchen, die für Menschen die Gelsenkirchen nicht kennen, ebenfalls schön sind.
Ein Beispiel: Menschen die südlichen des Kanals leben, empfinden Buer als schön. Aber niemand der außerhalb GEs lebt sieht das genauso. Buer mag schöner als die Innenstadt sein, aber es ist bloß im Verhältnis zum Rest der Stadt schön. Nicht jedoch real betrachtet schön.
So verhält es sich mit meisten Orten, Symbolen oder Wahrzeichen der Stadt. Sie sind nur im Verhältnis zum Rest schön und wertvoll, aber von außen betrachtet nicht.
Deshalb kann man eigentlich nur noch von den Menschen reden, die „besonders“ sind. Aber was heißt das eigentlich? Was macht die Menschen in Gelsenkirchen besonders? Ich konnte trotz angestrengtem Grübeln nichts entdecken. Die Menschen in Gelsenkirchen sind es, die die Stadtgesellschaft bilden.
Und die Tatsache ist, dass in nahezu allen Statistiken GE letzter ist.
Dazu kommt ein unfassbar hoher Zuspruch für Rechtspopulisten und eine noch höhere Quote von Nichtwählern.
Der Blick von außen auch auf die Menschen der Stadt und die Stadtgesellschaft verheisst nichts gutes.
Schlussendlich bin ich bei Rowo Bienert. Eine kleine Elite, die im Wesentlichen Ihren Lebensmittelpunkt nicht in der Stadt hat, aber von den Zuständen profitiert, hat das Sagen und verhindert jedes Vorwärtskommen der Stadt

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Tho.Ber.

wir machen weiter , nur nicht in GE !
In anderen Städten arbeiten man zusammen und nicht gegeneinander.

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Ade.Mu.

 guter Beleg für die „besonderen“ Menschen aus Gelsenkirchen.

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Tho.Ber.

in den Nachbarstädten läuft es dafür umso besser ! Traurig

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Ade.Mu.

da bist du nicht der erste, der das sagt. Ich fühle mich in Dorsten auch sehr viel wohler.

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Fra.Prez.

Danke

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Tho.Ber.

 Dortmund , Essen , Herne , Recklinghausen
Kein Vergleich !

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Ro.Bien.

Fühle mich in BO auch sehr viel wohler. Kann allerdings nicht behaupten, dass dieser OB hier irgendwas besser macht – außer, durch auffällige Abwesenheit zu glänzen – bis auf die üblichen Grüß-August-Fotos – die Grünen haben sich mit der SPD prostituiert – und kriegen außer Abnicken politisch gar nix selbtständig auf die Reihe. Die CDU muckt hier und da ein wenig auf, die AFD hat sich komplett verabschiedet und sich umbenannt..die Linken sind abgeschmiert, haben aber auch noch ein paar Prozentpunkte, was dem Sozialen etwas gut tut. Dann gibts noch ein paar lautstarke wie Stadtgestalter, Bürgerpartei und “die Partei”, Stadtgestalter sind eine Art kleine FDP mit hoher Lautstärke, die sich mit der Partei zusammengeschlossen hat.. Was hier besser läuft, hat mit der IT-Infrastruktur einiger großer Unternehmen und den vielen Hochschulen zu tun. Ob das Milliarden-Geschäft von Vonovia steuerlich Wesentliches beiträgt, wage ich zu bezweifeln. Und eben das Bermuda. Die Innenstadt schmiert genauso ab wie überall. Ach und um mal was Positivess über Gelsen zu sagen: Die WAZ Bochum ist durch und durch Hofberichterstattung. Da ist die Lokale in Gelsen wesentlich Bürgerfreundlicher.

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Di.Niew.

aber wenn ich das richtig verstanden habe, hätten wir es in GE mit deutlich mehr Integrationsbemühungen vonseiten der Stadtgesellschaft hier zu einem Freiburg in Westfalen wandeln können. Sind halt selbst schuld….

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