„Autofreie“ Innenstadt? Die WAZ legt vor, die Bürger legen einen drauf


Der WAZ-Artikel zu unserem Antrag „Aufwertung der Innenstadt zu einem urbanen Bereich mit erhöhter Aufenthaltsqualität“ hat zahlreiche Reaktionen hervorgerufen.Wir geben deshalb hier Wortmeldungen von der facebookseite der waz kompakt wieder. Zugleich weisen wir darauf hin, dass die WAZ wichtige Aspekte unseres Antrags unzureichend dargestellt hat. So etwa die Verknüpfung der „autofreien Zone“ mit einer verbesserten Mischung von Wohnen, Dienstleistungen, Handwerk, Gewerbe und Einzelhandel, Gastronomie und Kultur. Dies erfordert SELBSTVERSTÄNDLICH AUCH EINE AUSGEBAUTE INFRASTRUKTUR FÜR PARKMÖGLICHKEITEN.
VERMUTLICH waren die genannten Elemente des Antrags EINIGEN KOMMENTATOREN NICHT BEWUSST. SO JEDENFALLS LIEßEN SICH EINIGE IRRITIERENDE AUSSAGEN erklären.



WAZ Innenstadt

Gordon Wüllner-Adomako
05.05.2021, 09:13
Lesedauer: 5 Minuten

Gelsenkirchen. Drei Gelsenkirchener nehmen einen erneuten Anlauf für eine Innenstadt ohne privatgenutzte Pkw – eine Idee, an der sich die Geister scheiden.
Wie nur soll es nach der ewigen Corona-Öde in der Gelsenkirchener Innenstadt weitergehen? Vielleicht ganz anders als zuvor – nämlich möglichst ohne Autos. Davon träumen drei Gelsenkirchener und legen der Stadt zum zweiten Mal einen Antrag zur „Aufwertung der Innenstadt zu einem urbanen Bereich mit erhöhter Aufenthaltsqualität“ vor, kurz: zu einer autofreien Innenstadt. Seit der Ex-Grüne Bernd Matzkowski im November 2020 erstmalig mit der Idee an die Öffentlichkeit ging, wird sie auch in der Politik rege diskutiert – mal mit Begeisterung, mal mit Ablehnung.

„Die alte Gelsenkirchener Innenstadt, die Kaufhäuser wie Weka, Bekleidungshäuser wie Boecker oder Sinn und inhabergeführte Fachgeschäfte wie Preute aufwies, ist vergangen und nicht rekonstruierbar“, heißt es in dem Antrag. „Der Lebensraum Innenstadt soll deshalb zukunftsgerecht weiterentwickelt werden.“

Das heißt: Die Ring-, Flora, Overweg-, Husemann und Hiberniastraße sollen die Grenzen einer Zone bilden, in welcher der private Autoverkehr auf ein Minimum reduziert wird.
„Entlang dieses Innenstadtrings gibt es doch schon mehrere Parkhäuser und Parkflächen, die man noch optimieren könnte und die fußläufig von allen Seiten gut erreichbar sind“, sagt der Gelsenkirchener Buchhändler Dirk Niewöhner, neben Bernd Matzkowski und Heinz Niski Teil des Antragsteller-Trios. Ausnahmen für Autos soll es dann nur noch für die Zufahrt zu privaten Garagen, für Pflegedienste oder den Liefer- Linien- und Taxiverkehr geben.

Buchhändler: Autofreie Zone wäre „rein kaufmännisch“ ein Gewinn „Viel wird darüber geredet, dass sich der Einzelhandel wandeln und einen Erlebniseinkauf bieten muss“, sagt Niewöhner. „Aber wie soll ich Entertainment in meine Läden bringen, wenn vor meiner Tür wieder mal ein knallender BMW entlang rast?“ Den Leuten ihr Auto wegzunehmen, sei absolut nicht sein Anliegen. „Ich bin der Letzte, der das tun würde“, sagt der Antragsteller. „Aber ich sehe eine autofreie Zone rein kaufmännisch als Vorteil, weil die Stadt dadurch an Charme gewinnen könnte.“

Keine Zone in Buer
Erstmals hatten Bernd Matzkowski und Heinz Niski im November 2020 einen Bürgerantrag zu einer autofreien Innenstadt vorgelegt.
Folgend wurden sie von der Stadt zu einer Videokonferenz im Rahmen des „Masterplan Innenstadt“ eingeladen. Mit Stadtbaurat Christoph Heidenreich sei dann vereinbart worden, die Befassung mit dem Antrag bis nach der Konferenz ruhen zu lassen.
Eine autofreie Zone in Buer wurde aus dem nun zweiten Antrag gestrichen, jetzt geht es allein um die Altstadt. Matzkowski begründet das damit, dass sich in Buer inzwischen eigene Initiativen zur Verkehrsreduzierung entwickelt hätten. Vor kurzem forderte dort die Arbeitsgemeinschaft Verkehr im Quartiersnetz Buer-Ost, vier Straßen zu Fahrradstraßen zu machen. Aus der Politik haben bislang die Fraktion der Linken und der PARTEI Unterstützung signalisiert, aber auch die FDP-Fraktionschefin Susanne Chichos hält die Initiative für „einen sympathischen Bürgerantrag, durch den sich eine Chance auftut, die City lebenswerter zu gestalten“. Zwingend erforderlich sei es aber, alle Akteure – Anwohner, Einzelhandel und Gastronomie – einzubinden. „Sie müssen dieses Modell mittragen.“ Hand in Hand mit einer Verkehrsreduzierung sollte eine weitere Entsiegelung von Flächen gehen. Auch könnte sich die FDP vorstellen, klimaneutrale Minibusse auf Bestellung durch die Straßen rollen zu lassen.
Die Grünen haben bereits während der abgeschlossenen Haushaltsberatungen gefordert, 100.000 Euro für eine Studie zur Umsetzung eines autofreien Bereichs einzustellen. Der Antrag wurde abgelehnt. „Es ist aber wichtig, dass wir diese Debatte über die Zukunft der Innenstadt breit weiterführen“, sagt die verkehrspolitische Sprecherin Birgit Wehrhöfer, die es für sinnvoll hält, über kleinere Maßnahmen den Weg zu einer City ohne Autos zu gehen. Als Beispiele nennt Wehrhöfer einen autofreien Tag auf zentralen Straßen, aber auch „weniger symbolische Aktionen“ wie weitere Temporeduzierungen, mehr Fahrradstraßen oder eine Ausweitung von Fußgängerbereichen vor allem dort, wo es viel Gastronomie gibt.

Autofreie Innenstadt: CDU und SPD skeptisch, AfD ablehnend

„Ist wirklich die richtige Zeit für so einen Impuls?“,fragt dagegen CDU-Fraktionschef Sascha Kurth. „Die Kaufkraft kommt immer noch auf vier Rädern in die Stadt – wir wollen nicht, dass sie abwandert.“ Mit einer Kundschaft aus „einigen Lastenfahrrad-Begeisterten und überzeugten Grünen“ sei die City noch nicht zu retten. Man teile in der CDU-Fraktion zwar das Ziel, den Verkehr in den Zentren möglichst zu reduzieren, aber man müsse erst die Rahmenbedingungen schaffen, bevor man weitere Straßen für Autos sperrt. Parkmöglichkeiten entlang des Innenstadt-Rings gebe es eben noch nicht genug, findet Kurth.

SPD-Fraktionsvize Lukas Günther nannte die bisherige Debatte in seiner Haushaltsrede im März „sozial ungerecht“. Erst wenn Pflegekräfte oder Handwerker auch mitten in der Nacht ihren Arbeitsplatz komfortabel mit dem ÖPNV erreichen könnten und nicht gezwungen seien, ihren Wohnort in der Innenstadt aufzugeben, sei ein Privat-PKW-Tabu fair. „Erst wenn wir die Transformation unserer Innenstädte in Wohlfühl- und Freizeitorten abgeschlossen haben, in denen sich der Einzelhandel erfolgreich gegen Online-Konkurrenz wehren kann, sind autofreie Zentren wirtschaftlich sinnvoll“, argumentierte Günther.

AfD: „Keine verkehrspolitische Schikanen“

Auch SPD-Fraktionschef Axel Barton hält die Debatte für verfrüht. „Wir werden in dieser Legislatur einiges erreichen mit Blick auf die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt“, versicherte er. Nur dürfe man nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun.

Kategorische Ablehnung kommt von der AfD. „Wir sind strikt gegen verkehrspolitische Schikanen und vernachlässigte Verkehrswege, mit denen ein Umstieg auf den öffentlichen Nah- und Fernverkehr erzwungen werden soll“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Mathias Pasdziorek. „Die AfD fordert ‚Freie Fahrt für freie Bürger‘ und lehnt alle Beschränkungen aus anderen Gründen als der Verkehrssicherheit ab!“


WAZ Kommentar Gordon Wüllner-Adomako

Gelsenkirchen.

Gelsenkirchen debattiert über eine autofreie City. Aber gegen den komfortablen Online-Einkauf wird sich so ein Konzept schwer behaupten können.

Eine Wohlfühl-City ohne Motorenlärm. Asphalt, auf dem Kreidebilder von Kindern und keine Reifenspuren zu sehen sind. Entspanntes Flanieren statt nervige Parkplatzsuche. Statt Abgase nur leckere Gerüche aus den Restaurantküchen. Klingt einladend, oder?

Die Idee einer autofreien Innenstadt, die jetzt mit einem Bürgerantrag erneut angeschoben wird, lädt in der Tat zur Träumerei ein. Wer erwacht, wird dann aber feststellen: Privatfahrzeuge aus Gelsenkirchens Zentrum zu verbannen, zieht noch keine Kundschaft an. In Zeiten, in denen sich der Einzelhandel gegen das komfortable Einkaufen per Klick im Netz behaupten muss, wird eine Innenstadt keine Pluspunkte gewinnen, indem sie den Menschen zusätzliche Anstrengung abverlangt.
Ein-Euro-Shops in einer Wohlfühloase? Das passt nicht zusammen

Man wird von den Leuten wohl noch erwarten können, ein paar Meter zu Fuß zu gehen, wird jetzt der eine oder andere sagen. Aber: Bequemlichkeit gewinnt am Ende. Die Realität ist wohl eher, dass viele Menschen lieber 15 Minuten einen Parkplatz suchen, statt 500 Meter zu laufen. Oder vielleicht gar nicht anders können, weil sie eine Gehbehinderung haben.

Von den Autositzen holen würde man uns Bewegungsfaule nur durch Erlebnisse. Wenn die Innenstadt eben wirklich ein Paradies wäre, mit guter Gastronomie mitten im Grün. Aber in einer solchen urbanen Oase könnten nicht, wie aktuell, Discounter und Schnellimbisse das Sagen haben. Heißt: Bevor nicht die großen Probleme in Gelsenkirchen gelöst werden, die enorme Arbeitslosigkeit und die geringe Kaufkraft, kann man es sich auch sparen, für eine autofreie Innenstadt zu kämpfen.
Ohne kreative Ideen kann sich Gelsenkirchens Innenstadt gleich aufgeben

Gesagt sei auch, dass es eher Nebenstraßen wären, die innerhalb der vorgeschlagenen autofreien Zone lägen. Dort schleichen Wagen vielmehr auf Parkplatzsuche anstatt im Raser-Modus eine Bedrohung für Fußgänger darzustellen. Ob diese Zone einen Unterschied machen würde? Dennoch: Ohne Kreativität kann sich die City gleich aufgeben, unorthodoxe Zukunftsvisionen und große Ideen sind gefragt. Hierfür ist der autofreie Innenstadtring zumindest ein Beitrag.


Katovor
Autofreie Innenstadt.
Stimme Ihrem Kommentar voll zu. Es gäbe aber andere kleine Schritte. ZB. würden meine Frau und ich viel häufiger mit dem e-,Bike in die City fahren, wenn es hinreichend bewachte Abstellplätze gäbe.


„neuich“
Buer ist schon Tod jetzt schaffen wir das auch

in Gelsenkirchen. Obschon, was ist Gelsenkirchen?! Spricht da noch jemand Deutsch das man dort einkaufen gehen möchte bzw. wollte? Ich glaube Gelsenkirchen ist so oder so schon auf dem Weg in den Tod!!!


Maske
Der Uraltspruch

Halb so groß wie der Friedhof von Chicago –

aber doppelt so tot.


Sez Ging
Ich frage für einen Freund: wo sollen dann die Leute ihre privaten Autorennen starten?


Redaktion HerrKules / Bernd Matzkowski

Wenn Herr Günther die Pflegekräfte und Handwerker aus dem Hut zaubert, um gegen den Vorschlag zu argumentieren, verdeutlicht das zweierlei:
1. er hat den Antrag nicht gelesen, denn der sieht ausdrücklich Ausnahmen vor, etwa für Anwohner oder beruflich bedingten Verkehr (etwa Anlieferungen, Krankenfahrten etc.)
2. es ist Wahlkampf, bei dem Teile der SPD plötzlich ihre ehemaligen Stammwähler entdecken, die „kleinen Leute“. So kommt die SPD (Hubertus Heil) jetzt auf die Idee, demnächst den Lohn für Pflegekräfte auf „Mindestlohnniveau“ zu heben.
3. Dass eine solche autofreie Zone, die recht überschaubar ist, im Gegensatz zur wirtschaftlichen Blüte steht und nicht attraktiv ist, beweisen Städte, die solche Maßnahmen längst durchgeführt haben oder bereits entwickeln. Aber gut: auch in anderen Bereichen hinkt de SPD ja schon lange hinterher! (Ich hoffe, dass Herr Günther die Ironie in Punkt 3) versteht!)


Maske
Wäre es nicht interessant und hilfreicher,

einmal die Meinung der Innenstadtbesucher zu ermitteln. Schließlich wären sie doch die hauptsächlich Betroffenen, die einen autofreien Bereich befürworten oder ablehnen würden.
Ich zumindest hatte den Eindruck, dass der Park-Suchverkehr schon jetzt nicht gerade gering ist, 3 bis 4 mal um den Block sind keine Seltenheit.


Rowo Bienert
@Redaktion HerrKules – Fragt doch mal nach, wie der allseits immer wieder zitierte Pflegedienst in der Stadt seine ausländischen Fach- und Hilfskräfte aktuell, in welchem Stundenumfang bezahlt. Sowas liest man nämlich nirgendwo.


Redaktion HerrKules / Heinz Niski
@Rowo Bienert  – besser nicht. Mir reicht schon zu wissen, dass die Stadt unbarmherzig Knöllchengeld von den ambulanten Pflegekräften eintreibt, wenn die mal falsch parken, weil die Pflege Taktung nicht vorsieht, dass es an manchen Stellen keinen Parkraum gibt. Übrigens müssen die das aus ihrer privaten Tasche bezahlen….. sollten wir dafür nicht mal gemeinsam mit dem Referat Verkehr von einem Hans Sachs Haus Fenster heraus klatschen?


Rowo Bienert
@Redaktion HerrKules  – Dafür kann die Stadt aber nix, dass die das privat zahlen müssen.


Redaktion HerrKules / Heinz Niski
@Rowo Bienert  – klar, Verantwortungddiffusion… laut Ulrich Roski:

Es ist schwer zu versteh’n, doch es trifft immer den
Der am wenigsten Schuld hat am ganzen Gescheh’n
Jeder hält sich aus den Dingen raus so gut wie er kann
Denn der Dumme ist am Ende stets der kleine Mann.


Redaktion HerrKules / Heinz Niski
@Sascha Kurth – an anderer Stelle schreiben Sie, dass Sie bei Regen nicht mit dem Fahrrad, sondern mit dem Auto in die City fahren, um sich eine Jeans zu kaufen.
Als Anwohner stellt sich mir natürlich die Frage der Güterabwägung zwischen den Interessen von Anwohner-Pendlern, die täglich bei Regen oder Sonne, Wind und Wetter, viele Minuten für die Parkplatzsuche verbrennen und den „Rechten“ eines Kunden, weniger als 100 Meter vom Autositz bis zur Warenhaustheke laufen zu dürfen. Vermutlich kaufen Sie weder täglich eine Jeans noch etwas anderes in der City. Logisch wäre also, dass ab- und an City Besucher eher eine kleinere Unannehmlichkeit in Kauf nehmen sollten, als die Anwohner.
Vermutlich verstopfen die mehrere Hundert Angestellten im Hans Sachs Haus, im ELE, der Stadtsparkasse etc. zusätzlich den ruhenden Verkehr. In der Pendler Einflugschneise Nord, an der Arena, gibt es viel Parkraum und eine tolle Straßenbahn bis in die City. Würde 15 Minuten kosten, die den Anwohnern durch weniger Suche nach freien Plätzen zu Gute kämen.
Alles natürlich eine Frage der Gewichtung.
Sie wollen mehr Kaufkraft haben, definieren aber nicht, was Sie genau meinen. Mehr Kunden? Mehr verfügbares Einkommen der Bürger, das sie dann in der City ausgeben können? Bürger mit höherem Einkommen kaufen garantiert nicht in der City ein, da fehlt das entsprechende Warenangebot, das Flair, das Erlebnis. Es gibt keinen Anreiz zum Bummeln oder Schlendern.
Sie meinen mehr Kunden? Dann sollten Sie überlegen, wie man die boomenden türkisch-arabischen Läden besser einbinden, fördern kann.
Falls Sie darüber hinaus der siechenden City wieder Leben einhauchen wollen, sollten Sie mehr Augenmerk auf ein bunteres Angebot, eine neu zu schaffende Mischung von Handwerk, Gewerbe, Handel, Dienstleistern, Kunst, Gastronomie in einem entsprechend neuen Umfeld legen. Weniger längst widerlegte alte „Gewissheiten“ über verödete Innenstädte, die nur durch mehr Autoverkehr wiederbelebt werden können.


Redaktion HerrKules / Heinz Niski
– Kleiner Nachtrag:
ich bin heute um 4:30 Uhr (trotz Corona Sperrstunde) durch das Quartier spaziert, um den ruhenden Verkehr zu fotografieren. Die Strecke war von Oven, Ebert, Mulvany, Brockhoff, Gabelsberger, Pastorats, Lörenkamp, Gilden, Weber, Georg, Kirch und Elisabethstraße. Es gab insgesamt vielleicht 50 freie Parkplätze. Wer den Parkflächenmangel mindern will, sollte also an den an der Peripherie freien Flächen für Entlastung sorgen. Das käme den Anwohnern, den Pendlern und den Geschäftsleuten entgegen. Unser Vorschlag beschäftigt sich mit diesem Aspekt. Die Denunziationen, dass wir „unsozial“ „freiheitsberaubend“ oder „arbeitsplatzvernichtend“ agieren, vergiften schon im Vorfeld die Debatte. Auch das labeln als „Grüne Lastfahrrad Besitzer“ ist meilenweit entfernt von der gesellschaftlichen Realität, in der wir als Initiatoren des Antrages, leben und handeln.


Franz Przechowski
@Redaktion HerrKules BRAVO! Das meinte ich mit meinem Rat zur Radikalkur, wie an vorheriger Stelle erwähnt. Politisch braucht es dazu Eier, Talent, Willen, Überzeugungskraft, Fantasie und Know How bei Standortmarketing und Digitaler Echtzeit. All das wäre neu in GE. Aber hat ja auch noch niemand versucht einen grossen Wurf anzusetzen. Eins ist nur sicher! Mit salbadernden „wir brauchen Autos, um die letzte Kaufkraft zu konservieren“ Argumenten bleibt GE das, was es jetzt schon ist – #401GE


Sascha Kurth
@Franz Przechowski Ich merke – hier haben sich zwei gesucht und gefunden.
HN: Ich teile das, es ist eine Abwägung – die Welt ist nicht schwarz-weiß und die bewusste Entscheidung, im Innenstadtbereich zu wohnen, ist ja auch mit diversen Vorzügen verbunden, aber eben auch mit Nachteilen. Auch eine Abwägung im Übrigen. Aber auch hier: die Welt ist nicht schwarz-weiß. Und das Anwohnerinteresse berechtigt – genauso wie der gemeinsame Wille, die Innenstädte zu stärken. Ich lese aus Ihrem Beitrag ja auch eine Kritik an der Innenstadtentwicklung raus – die ich wie oben gesagt auch teile. Nur in den Lösungswegen unterscheiden wir uns. Ich merke aber an Ihrer Reaktion auf mein Jeans-Beispiel eine hohe
Emotionalität. Die ist meist kein guter Ratgeber bei Abwägungen. Im übrigen genauso wenig wie Radikalkuren, aber ist ja auch immer alles leicht gesagt auf Facebook. Ich nehme mit, dass wir die Debatte dringend versachlichen müssen und ein paar Zahlen brauchen, um die Auswirkungen mal klarer werden zu lassen.


Franz Przechowski
@Sascha Kurth Vielleicht sind jene, die sich gesucht und gefunden haben, nur des stetigen Abwägens ohne anschließende Umsetzung müde. Ich beneide Sie nicht um Ihren lokalpolitischen Job. Aber Sie haben ihn ausgesucht. Deshalb ist Ihr Lamento, was Sie gerne einstreuen, unangebracht. Trainieren Sie als Politiker Ihr Talent, Ihren Mut und Ihre Führungsqualität, wenn Sie aus #401GE ein #399GE machen möchten.


Redaktion HerrKules / Heinz Niski
@Sascha Kurth – guter Hinweis, dass man mit heißem Herzen und kühlen Kopf brennen soll. Oder nichts so heiß essen darf, wie es auf den Tisch kommt, oder dass die Mitte nicht Medioker, sondern Nonplusultra ist. Was uns (B.Matzkowski, D. Niewöhner, H. Niski) etwas nervt, ist dieses in Schubladen gesteckt zu werden, ohne sich mit unseren Vorschlägen wirklich beschäftigt zu haben. Wir glauben, sachlich die Debatte begonnen zu haben, mit vielen Vorschlägen, mit Offenheit gegenüber Bedenken von Anwohnerschaft und Geschäftsleuten und aus einer durchaus sehr lokalchauvinistischen Haltung heraus. Leider erkennen wir an den stereotypen Abwehrreaktionen eher weniger den Wunsch, gemeinsam als Bürger der Stadt eine strukturell tragende Veränderung zu finden, aber… wenn Sie unvoreingenommen belastbare Zahlen anbieten, können wir alle miteinander die Geplänkel Ebene verlassen und uns um die Zukunft der Stadt kümmern.


David Fischer
Da gibt es ein frisches Verfassungsgerichtsurteil zum desaströsen Klimaschutz unserer Bundesregierung und die Bundespolitik überbietet sich gegenseitig beim Lob unseres Verfassungsgerichtes und Ankündigungen wie die Probleme beseitigt werden sollen. Gleichzeitig gibt es von Gelsenkirchener Bürgern einen guten Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und die GroKo hat nichts Besseres zu tun als den engagierten und unterstützenswerten Antrag und deren Antragsteller zu diffamieren. Und das nur, weil es endlich mal eine bürgerschaftliche Initiative gibt, die es in die Ratsgremien schafft? EchtGROKO? Und selbstverständlich wird dann auch gleich noch GRÜNEN-Bashing betrieben – schämt euch! Stattdessen sollte die GroKo den eigenen Wahlprogrammzielen zur Verbesserung unseres Stadtklimas auch Taten folgen lassen, z. B. indem sie wie wir GRÜNEN diese Bürgerinitiativen unterstützen, anstatt sie zu zerreden!


Andreas Blanke
David Fischer Wenn man inhaltlich nichts auf die 🚲Kette bekommt, dann verfällt die GroKo grundsätzlich in alte Reflexe. Sie haben es eben nicht verstanden. Die Zeit für die Mobilitätswende verliert zwar Zeit, aber sie spielt uns in die Karten. 😉


Sascha Kurth
Sie haben also nichts zu den genannten Argumenten zu bieten und verziehen sich lieber in Whatsaboutism? Wie wäre es dann mal mit alternativen Ideen? Gelsenkirchen als Einkaufsstadt für E-Autos? Ladeinfrastruktur-Offensive? Vielleicht nicht ganz Ideologie-konform, wäre aber ein diskussionswürdiger Ansatz. Oder zu nah an den Dingen, die die CDU schon umsetzt?


David Fischer
@Sascha Kurth, Sie können gerne an Ihre selbst gebildete Legende glauben, dass die CDU Gelsenkirchen Triebfeder der Mobilitätswende ist. Was Ihre Forderung nach einem Wettstreit für die besten Ideen anbelangt, so war es die GroKo und damit auch Ihre Partei, die nahezu alle innovativen Haushaltsanträge der GRÜNEN dazu einfach mit ihrer Mehrheit abgelehnt hat, ohne ideologisch unvoreingenommen in die Diskussion mit uns einzusteigen. Und jetzt versuchen Sie hier, Herr Kurth, Schadensbegrenzung zu betreiben, indem Sie mir bzw. uns mangelnde Debattenkultur unterstellen? Da hätte ich Ihnen klügere Strategien zugetraut.


Sascha Kurth
@David Fischer Ich stelle nur fest, dass unter dem Artikel eine andere Debatte geführt wird, als die, um die es im Artikel geht. Also zumindest hier, bei Frau Wehrhöfer ja nicht. Aber wenn man alles in einen Topf wirft, hat man eben Eintopf – oder eine schwierige Debattenkultur. Vielleicht war bei der WAZ aber im Footer auch einfach ein Artikel verlinkt zum BVG-Urteil, muss ich übersehen haben… 😉
Es fängt doch schon damit an, dass sie (extra klein, da ich hier die Grünen meine 😉) fortlaufend die Mobilitätswende hin zum emissionsfreien Verkehr umdeuten und der Bevölkerung vorschreiben wollen, wie die Mensch von A nach B kommen. Hier verfolgt die CDU wirklich einen anderen Ansatz: wir stärken die Attraktivität einzelner Verkehrsträger um die freie Auswahl für die Bürger zu ermöglichen, statt verbittert gegen einzelne zu kämpfen. Ich würde mir wirklich wünschen, dass wir beim Thema
Mobilität endlich mal ideologiefrei diskutieren könnten, das würde uns nämlich wirklich nach vorne bringen.


Franz Przechowski
Wenn Sascha Kurth behauptet, „Die Kaufkraft kommt noch immer auf vier Rädern in die Stadt“, dann möchte ich ihm ein „Ja“ entgegnen. Allerdings mit der Einschränkung, dass es die vier Räder der vielen Rollatoren der Senioren aus der unmittelbaren Umgebung sind. Kurth will doch nicht ernsthaft behaupten, dass sich auch nur ein vernunftbegabter Mensch aus einer Nachbarstadt zum Einkauf nach GE-Buer oder gar GE-Mitte mit dem Auto verirrt. Ein kleiner Sparziergang mit Blick auf die Nummernschilder lässt schon eine, wenn auch nicht repräsentative Erhebung, zu. Statt, wie die leidlich erwartbare Reaktion der AfD, sollte die SPCDU in GE einmal die alten und gelernten Rezepten der 80er (…ist ähnlich wie bei Kochbüchern. Kein Mensch möchte mehr „Käseigel“ oder „Toast Hawai“ sehen) es mal mit Jamie Oliver versuchen. Nur um der Stadt überhaupt den Hauch einer Hoffnung auf Zukunft zu geben.


Franz Przechowski
@Dirk Niewöhner @Redaktion HerrKules – was sollen die Leute denken, wenn ausgerechnet Ihr mir ein „Herz“ zuwerft? Bin etwas peinlich berührt.


Redaktion HerrKules / Heinz Niski
Franz Przechowski  – man kann sich seine Feinde nicht aussuchen! Da musst du durch.


Franz Przechowski
@Redaktion HerrKules – ergebe mich


Dirk Niewöhner
@Franz Przechowski – musst Dich nicht schämen. Wir sind ja alle verheiratet 😉


Rowo Bienert
Nix gegen Schweinemettigel und Käsespieße mit Weintrauben! Kriege Speichelfluss!


Redaktion HerrKules / Heinz Niski
Franz Przechowski – schöner wäre natürlich eine aufrichtige Bestandsaufnahme, ohne den erkennbaren Wahlkampf Schmu. Freie Fahrt für freie Würger, .. kommt zur Unzeit… ist sozial ungerecht … alles ganz sicher wert, ein Für und Wider abzuwägen. Dass der Antrag gekoppelt ist an ein Entwicklungskonzept des Innenstadtbereiches, an die Aufforderung, ein anderes Innenstadtkonzept zu entwickeln, wird unter den Tisch gekehrt. Das riecht nicht nur nach billiger Stimmungsmache, das ist es auf Seiten der AfDCDUSPD auch, zusätzlich gefüttert von dem Kommentar des Watz Mannes Gorden Adomakko. Muss wohl so sein, dass man erst mal Dampf ablässt, bevor man sich an das ungeheuerliche, an die Befreiung aus der Agonie wagt.


Sascha Kurth
@Franz Przechowski Ich frage mich ja wer hier „Wahlkampf Schmu“ betreibt… aber sei es drum. Ich teile ja die Analyse – wir müssen auch über das Publikum, das Angebot und die Erhöhung der Kaufkraft sprechen. Es hat nur nichts mit dem aktuellen Thema zu tun. Das alles sollten wir dann tun, solange es noch Kaufkraft gibt und nicht erst die letzten Käufer noch vertreiben. Wir können gerne über Ideen und Konzepte sprechen. Den Kunden das Leben schwer zu machen, ist aber jedenfalls nichts, was am Anfang stehen kann.


Franz Przechowski
@Sascha Kurth „Wahlkampf Schmu“ ist nicht mein Zitat. Ansonsten kann ich nur dazu raten den beiden Einzelhandelsstandorten eine Radikalkur zu verordnen. Politisch braucht es dazu Eier, Talent, Willen, Überzeugungskraft, Fantasie und Know How bei Standortmarketing und Digitaler Echtzeit. All das wäre neu in GE. Aber hat ja auch noch niemand versucht einen grossen Wurf anzusetzen. Eins ist nur sicher! Mit salbadernden „wir brauchen Autos, um die letzte Kaufkraft zu konservieren“ Argumenten bleibt GE das, was es jetzt schon ist – #401GE


Sebastian Toczek
@Franz Przechowski – der Käseigel und das Toast Hawai sind wieder gerade am kommen😜 … #justsaying


Franz Przechowski
@Sebastian Toczek – nostalgisch freakig, wie die SPCDU


Franz Przechowski
@Sascha Kurth hege keine Abneigung gegen die CDU. Habe die Partei häufig genug gewählt. Sogar vor wenigen Monaten noch. Erlaube mir dennoch einen kritischen Blick und bisweilen auch Kommentar auf die Entwicklung. Aber da ist die CDU nicht exklusiv


Bastian Tonk
Die City ist weder mit noch ohne Auto einen Besuch wert 🤷🏼‍♂️


Franz Przechowski
Die „City“, wie wir sie noch kennen, wird es so in wenigen Jahren nicht mehr geben. Einkaufshäuser mit Mode oder Artikeln, die auch über den Onlinehandel umgeschlagen werden, sind todgeweiht. Somit ausch GE und GE-Buer. Ein beispielhaftes Indiz ist die Nachricht von heute: „ZALANDO wächst im 1. Quartal um 47%“. Kann man beklagen oder als Signal zum Aufbruch nehmen. Es müssen neue, mutige Ansätze her. Sonst wiederholt die Politik den Fehler, den sie hier schon einmal verzapft hat – das dogmatische Festhalten an alten Strukturen. Gemeint ist die Montan Industrie in den 60er bis 90er Jahren


Redaktion HerrKules / Heinz Niski
Franz Przechowski – die Gentrifizierer der Bochumer Straße hätten das Missing Link bis zum Bahnhof bzw. zum MiR mit bedenken sollen. Das wäre ein Guß geworden, Synergieeffekte könnten zur gegenseitigen Aufwertung und Belebung führen. Na ja, kann ja noch kommen….


Dennis Nawrot
Der Zusammenhang zwischen Kaufkraft, Attraktivität, Wohlfühlen, Verkehrsberuhigung usw., muss einigen altgebliebenen Nachwuchskräften wohl noch erklärt werden.
Immerhin wissen wir jetzt, dass der CDU Fraktionsvorsitzende seine Penunsen nur via PKW bei Lecker Lecker zu lassen vermag.
Das muss an den attraktiven Mengenrabatten liegen.


Sascha Kurth
@Dennis Nawrot Fehlen Ihnen die Sachargumente oder warum ist jeder, der nicht Ihre Meinung teilt, direkt „altgeblieben“? 😉 Aber Sie dürfen sich sicher sein: Ich fahre bei Regen sicher nicht mit dem Fahrrad in die City um meine Jeans zu kaufen, sondern mit dem Auto. Können Sie doof finden – ist aber so. Machen übrigens knapp 90% der Menschen so. Und ich fahre dann dahin, wo ich auch parken kann… Davon ab: Wenn Ihnen das Sortiment der Innenstadt nicht passt (so interpretiere ich mal Ihre abwertende Kommentierung, das persönliche lasse ich jetzt mal außen vor), wo sind dann die Vorschläge der GRÜNEN? Sie müssen ja nicht meine Auffassung teilen – aber immerhin sage ich Ihnen was wir brauchen, um die Innenstadt zu stärken: Mehr Kaufkraft! Und was wollen Sie? Weniger Frequenz?


Sebastian Toczek
@Sascha Kurth ich möchte erweitern …ich fahre dahin wo ich umsonst parken kann und alles bekomme…beides nicht möglich in Gelsen…also warum nicht was anderes probieren, was durchaus auch schon in anderen Städten funktioniert…🤷 Und nur damit wir uns verstehen, ich habe nicht einmal ein Fahrrad…😉


Birgit Wehrhöfer
Die Debatte wird von SPD und CDU völlig falsch geführt. Es geht nicht um Verlust, sondern um Gewinn von Lebensqualität. Und es wäre sehr schade, wenn wir uns nicht ernsthaft mit dem Vorschlag auseinandersetzen würden. Aber SPD-CDU wird voraussichtlich wieder nach dem Muster verfahren: Der Gelsenkirchener will das nicht. Haken drunter und Vorschlag ab in den Papierkorb. Vielleicht können wir die autoarme Innenstadt nicht morgen umsetzen, aber wir könnten realistische Schritte auf dieses Ziel hin machen.


Sascha Kurth
@Birgit Wehrhöfer Ein guter Diskussionsansatz – aus Anwohnersicht auch nachvollziehbar, über die Lebensqualität zu sprechen. Und genau da liegt doch unsere Aufgabe als Politik: Anwohnerinteressen, Lebensqualität, Einkaufsqualität und ein attraktives Angebot für die Kunden in Innenstadtlagen in Einklang zu bringen. Die Lebensqualität in der Innenstadtlage hängt ja eben auch massiv vom Angebot ab, bspw. an Gastronomie. Aber ohne „zugereiste“ aus den anderen Stadtteilen ist auch die Innenstadt nichts anderes als ein Quartier – wenn die also nicht kommen, erleben wir in Innenstadtlagen (also was man dann so nennt ohne Handel) den gleichen Effekt wie heute in den Quartieren. Dann fehlt die Nachfrage für das Angebot auch für Gastronomie und auch diese Art von Lebensqualität. Das wollen wir doch alle nicht. Also hilft uns auch kein schwarz-weiß Denken – wir müssen unsere Innenstädte stärken! Man mag politisch über die Lösungen streiten – aber ohne Kaufkraft retten wir definitiv nichts!


Birgit Wehrhöfer
@Sascha Kurth, ich denke, dass wir das Thema Zukunft der Innenstadt noch breiter und vor allem innovativer und mutiger diskutieren müssen. Es gibt ja genügend Experten, die das alte Konzept von Innenstadt als zentrales Einkaufszentrum für überholt halten. Das ist auch bereits erkennbar, gerade in Gelsenkirchen. Was aber kommt danach? Dafür müssen wir neue Konzepte entwickeln. Und weniger PKWs sind dabei ein wichtiger Baustein. Mobilität muss doch auch – zumindest teilweise – anders möglich sein.


Klaus Niesporek
Die Bahnhofstraße in DE Mitte und Hochstraße in Buer sind ja schon Autofrei….. bald sind auch alle Geschäfte verschwunden und die Radfahrer haben freie Fahrt.🤣


Adrianna Gorczyk
Wie kann man bitte so populistisch argumentieren, Herr Günther! Niemand will Personen, die in der Innenstadt wohnen, ihren privaten PKW verbieten. Lesen Sie doch bitte mal den Antragstext. Die SPD hat sich doch gerade damit gebrüstet, dass jetzt die „Gastronomie“ mit im Titel des Wirtschaftsförderungsausschusses auftaucht, aber nicht einmal versuchsweise werden Straßensperrungen in Betracht gezogen, die der Gastronomie in der City neue Außenflächen erschließen könnten. Vielleicht fragt Politik mal die Leute vor Ort, was sie von der Idee halten oder welche Maßnahmen daraus Zustimmung finden würden? Übrigens war Bürger*innen-Beteiligung und Einbindung des ansässigen Einzelhandels und Gastronomie ein zentraler Bestandteil des grünen Haushaltsantrages zu einer Studie für eine autoarme Innenstadt. Aber nein, die GroKo redet lieber weiter über Leute statt mit ihnen, denn das Ergebnis könnt einem ja nicht gefallen. Oder kümmert sich da Herr Ünalgan auch wieder persönlich drum?


Redaktion HerrKules / Heinz Niski
Adrianna Gorczyk  – beim jetzigen Diskussionsstand lehnen die Anwohner durchaus nachvollziehbar solche einschneidenden Veränderungen ihres Lebensumfeldes tendenziell eher ab. Weil kein Gesamtkonzept vermittelt wird, weil die Vor- und Nachteile nicht fair abgewogen werden. Weil die (besseren) Alternativen nicht immer Schlagwortartig verkauft werden können. Manchmal erreicht man die Menschen auch nicht, weil die das als „Grünes“ Projekt labeln und an dieser Stelle ihre Abneigung gegen die Grüne Partei verankern. Das ist alles sehr zäh, vor allem für jemanden wie mich, der noch mit der Straßenbahn am Hans Sachs Haus vorbeifuhr, die von Oven Straße noch als Allee kennt und viele, teils durchaus destruktive Veränderungen in diesem Bereich erlebt hat. Es dauert… alles etwas länger.


Knut Maßmann
Wir warten einfach bis das Öl alle ist, dann kann auch die scheingroße Koalition nicht mehr anders … falls sie dann noch über die 5 % Hürde kommen – ach, die gibts ja bei Kommunalwahlen nicht 😉


Martina Lilla
Der Vorschlag ist doch super. 👍


Redaktion HerrKules / Heinz Niski
humorig finde ich, dass Sascha Kurth mehr über mich weiß, als ich selber. Ich wäre „Grüner“ und hätte ein Lastenfahrrad. Im Umkehrschluss könnte ich nun behaupten, dass die SPD und CDU gemeinsame Sache mit der AfD macht, immerhin lehnen ja alle panisch (ist Wahlkampfzeit) ab, den Antrag zu lesen und sind hektisch in konzertierter Aktion dagegen. Wenn das Olaf Scholz und Angela Merkel wüssten.. ich glaube die würden glatt intervenieren. Gemeinsame Sache mit der AfD.. ne, ne ne…


Thomas Scherer
Naaaa… versuchen wir, mit grüner Ideologie Punkte zu gewinnen? 🤣
NATÜRLICH aber werden wieder -zig „Ausnahmen“ berücksichtigt, die das Projekt letztendlich undurchführbar machen.🤪
Aber träumt ruhig weiter … 😉


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Heinz Niski

Handwerker, Rentner,

3 Gedanken zu „„Autofreie“ Innenstadt? Die WAZ legt vor, die Bürger legen einen drauf

  • 8. Mai 2021 um 9:36
    Permalink

    Ich verweise mal auf die Kommunalumfrage des Landes NRW, in der deutlich wird, wie Verwaltungen die Anforderungen an eine attraktive Innenstadt in 10 Jahren einschätzen:
    https://www.mhkbg.nrw/sites/default/files/media/document/file/Kommunalumfrage_Zentren_2020.pdf

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    Antwort
  • 8. Mai 2021 um 9:37
    Permalink

    Wir sagen: zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt, gehört die Schaffung von Parkraum an der Peripherie.
    Sascha Kurth (CDU) sagt: die Innenstadt kann nicht attraktiver werden, solang es keinen Parkraum an der Peripherie gibt.
    Wir sagen: Politik, Verwaltung, Bürger müssen einen Dialog über die Zukunft der Innenstadt beginnen.
    Axel Barton (SPD) sagt: eine Debatte darüber ist zu früh.
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  • 4. Oktober 2021 um 11:04
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    Bericht im Stadtmagazin „Isso“ über die Zukunft der Innenstädte ab Seite 7:

    http://isso-online.de/files/isso_ausgabe_72_oktober_2021_screen.pdf#page=7

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