Das Schwein im Fahrwerkschacht – erstes Kapitel

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Widerspruch zum Guten gehört sich nicht. Sieht man etwas genauer hin, erkennt man sehr wohl den despotischen Umriß des hinkenden Guten.

Botho Strauß

(zitiert nach Botho Strauß, Der Plurimi-Faktor. Anmerkungen zum Außenseiter in DER SPIEGEL 31/2013, S. 112)

Heute, gegen 18. 00Uhr

schwein kapitel 1

 

Die Vibrationen des Flugzeugs setzen sich in meinem Körper als leichtes Zittern fort. Es ist dunkel und stinkt nach Reifengummi, Ölen und Schmierfetten.

Ich friere.

Trotz der Wärmeschutzkleidung, ohne die ich bei den Kältegraden, die bei der Reiseflughöhe auftreten, schon längst erstarrt wäre. Immerhin habe ich keine Atemprobleme. Den Trigger des kleinen mobilen Sauerstoffgeräts habe ich so eingestellt, dass der Vorrat noch für fast zwei Stunden reicht, und in rund 30 Minuten müssten wir landen.

Ich habe mich, weg von den vier gewaltigen Rädern, den Stoßdämpfern und der Bremsanlage, in eine Ecke des Fahrwerkschachtes gekauert, halte mich an einem Kabelstrang fest und hoffe, dass es mir beim Herausfahren des Fahrwerks nicht so ergeht wie dem Schwein, mit dem alles anfing.

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Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

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