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Da habe ich mir gerade beim Frühstück glatt mit Kaffee den Mund verbrannt beim Lesen des neuen Isso Rundbriefes und Denise Kleins Nachbetrachtungen zu der größten „Anti-Rechts“ Demonstration Gelsenkirchens vor 2 Wochen am Heinrich König Platz.

Nun bin ich besorgt. Ein besorgter Bürger.

Ohne Not, aber in selbstmörderischer Absicht, wählt die Autorin den sozialen Freitod, indem sie Erklärungen sucht für die Massenbegeisterung, wenn Bürger, zwar ohne Fackeln und auch ohne Mistgabeln, aber doch freudig erregt in Kohabitation mit den Regierungen, Straßen und Plätze füllen.

Das sind Beobachtungen, die Sorgen bereiten. Weil der, hier die Beobachterin, sich damit ketzerisch außerhalb der kuscheligen Wärme der „Guten“ stellt.

Das wird böse enden.

Hat sie denn noch nie etwas von Wendehälsen gehört, von Fahnen im Wind gelesen? Weiß sie nichts über durchaus prominente Mitglieder der Stadtgesellschaft, die öffentlich, in den sozialen Netzen „So“ reden und einander feiern, privat aber völlig anders?

Wo bleibt die Geschmeidigkeit, warum hinterfragt sie die Correktiv Geschichte, das Aufschaukeln zu einer Wannsee-Konferenz 2.0?

Noch schlimmer, sie fordert doch glatt auf, die AfD inhaltlich zu stellen, sie öffentlich kenntlich zu machen. Wir wissen doch alle: MIT NAZIS REDET MAN NICHT!

Und sie fordert auf, die Besucher des AfD Bürgerdialoges mit Argumenten zu bewerfen, statt mit Eiern.

Damit stellt sie sich ins Abseits.

Ich sehe sie bald schon Einsam & Allein & Verzweifelt durch die Straßen der Stadt irren.

Ihr junges Leben weggeworfen für die Idee, mutig, sich des eigenen Verstandes zu bedienen.

Ade, Adieu, Bye Bye, Gute Reise………

Lesebefehl!

https://mailchi.mp/69d29367d9bf/gastro-in-der-krise-9316317?e=143740fad3

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Von Heinz Niski

Handwerker, nach 47 Jahren lohnabhängiger Arbeit nun Rentner. Meine Helden: Buster Keaton, Harpo Marx, Leonard Zelig.

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Ali-Emilia Podstawa

Mein Kaffee war angenehm temperiert. So verbrannte ich mir nichts beim Lesen.
Vom Vorabend stand noch eine angefangene Sektflasche im Kühlschrank. Ich füllte ein Kristallglas – neulich im Diakoniekaufhaus erstanden – mit Ost-Perlwein und brachte einen Toast aus, bevor ich ihn aufaß:
„Denise, you never walk alone!“
Wie komm ich rein in deine Bande?

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Ann.Schwen.

bin auch dabei!!!!!!!

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Ali-Emilia Podstawa

Keine Ahnung, ob ens noch aktiv an der Isso beteiligt ist. Das Impressum auf der Webseite scheint mir nicht mehr den Stand der Dinge abzubilden.

Auf linkedin kann man sich einen aktuellen Eindruck von der journalistischen Sorgfaltspflicht machen, die die Kolleg*innen++ bei Correctiv ausleben.
Ens lobt dort die Übersetzung der Recherche in „einfacher oder leichter Sprache“, die Menschen mit wenig Deutschkenntnissen den Inhalt der Correctiv-Kampagne näherbringen soll.

Ens schreibt:
ZITAT >>
„Der geheime Plan ist:
Viele Menschen sollen nicht mehr in Deutschland leben.
Zum Beispiel Menschen,
– die wegen einem Krieg nach Deutschland geflüchtet sind.
– die aus einem anderen Land nach Deutschland umgezogen sind.
– die ausländische Eltern haben.”

Unmissverständlicher formuliert wurde der Kern der Recherche wohl nirgends.
<< ZITAT ENDE

https://www.linkedin.com/posts/tobiashauswurz_anmeldung-zum-know-lunch-am-15-februar-2024-activity-7160912581296050178-jMge

🤷‍♂️

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Last edited 21 Tage zuvor by Ali-Emilia Podstawa
Ali-Emilia Podstawa

Nebenbemerkung zu ens. Journalismus hat mit Sprache zu. Deutsche Grammatik hat auch mit Sprache zu tun.
Weswegen? Wegen dem Krieg! 😉

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Bernd Matzkowski

Generell stimme ich dir zu, was die Verwendung des Genitivs nach „wegen“ angeht. Seit geraumer Zeit wird ein Unterschied zwischen standardisierter Schriftsprache und mündlichem Sprachgebrauch gemacht. So der DUDEN:Bis auf wenige Ausnahmen wird die Präposition wegen im geschriebenen Standarddeutsch mit dem Genitiv verwendet: wegen eines unbedachten Wortes, wegen seiner berührenden Zeilen etc. (im gesprochenen Standarddeutsch und verstärkt in der Schweiz auch mit dem Dativ: wegen einem unbedachten Wort, wegen seinen berührenden Zeilen).
Leider ist (umgangssprachlich) der Genitiv „unter Druck“ gekommen: weil die Fallbildung etwas komplizierter ist und wegen des Klangs (die s-Laute werden als „unangenehm “ empfunden). Hinzu kommt eine gewisse Faulheit in sprachlicher Hinsicht (Sprach- und Textökonomie). Auffälligstes Merkmal ist (aus meiner Sicht) die Aufweichung korrekter Nebensatzbildung durch Übernahme der Hauptsatzstellung: Ich bin nass geworden, weil es hat geregnet!

Was die „einfache Sprache“ angeht: ich muss mich schütteln!

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Ali-Emilia Podstawa

Gut zu wissen. War hier inne Gegend schon imma so. Jetz isset offiziell.

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Ro.Bien.

Meiner letzten verbliebenden Bezugperson aus der Heimatstadt, die mit ihrer besseren Hälfte natürlich auch mitdemonstrierte – und ich in besseren Zeiten sicher begleitet hätte, wenn nicht die frühere Bezugsgruppe aus Kindertagen mich sämtlich als Mutterstadtsverräterin verteufelte – fragte ich: „Habt ihr denn wenigstens den „AFD-Bürgerdialog“ aufgemischt“? Ich wurde verständnislos fragend angeschaut: „Ja, ward ihr im Hans-Sachs-Haus?“ „Natürlich nicht!“ kam die Antwort. „Verstehe ich nicht“, erwiderte ich. „Wenn es schon so einen Widerstand und die Gelegenheit sich bietet : Wieso schafft dann nicht wenigstens eine Handvoll Leute dummes Geschafel mit guten Argumenten zu widerlegen?“ Keine Antwort.

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Ro.Bien.

wenns nicht so traurig wäre, könnte ich drüber auslachen.

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Reimar Menne

Den Klang der Verachtung kenne ich, der mir nahelegt, durch Teilen der Verächtlichkeit selbst der Verachtung zu entkommen.
Denn die Mitte der Gesellschaft (ich bin gemeint, wenn ich nicht die Verachtung teile) lässt sich radikalisieren. Auf Geheiß von Regierung, Gewerkschaften oder Parteien. …

auch für die Demoteilnehmer wird dieser 27. Januar, als man sich auflehnte gegen die erstarkende Rechte, in wohliger Erinnerung bleiben. (ergo: für mich, wenn ich nicht gegen die wohlige aus lauter Herdendummheit gewonnene Erinnerung aufbegehre)
Die Linksextremen und das Bildungsbürgertum, gemeinsam im Kampf gegen eine erstarkende Rechte (schon wieder bin ich Teil entweder eines -notabene ahnunglosen-Bildungsbürgertums oder der Linksextremheit?).

Es waren die, die selbst aus „guter“ Familie kommen, wo Karriere mit Bildung assoziiert ist (usw)

Der Leser soll in eine bestimmte Denkrichtung geschubst werden. Alles kann sich genauso abgespielt haben, aber leider ist das keine große Nummer. Es wird hineingeheimnisst, vermutet, angedeutet. Die Illumination des Ganzen ist es, was des Lesers Intellekt beleidigt. Also ein Verschwörungstheoriestück erster Güte. Dass sich damit die Massen vom Sofa holen lassen, hat mich erstaunt.

Also lese ich das Verschwörungstheoriestück noch mal:
„Für Sellner ist das kein Hindernis. Er antwortet: Man müsse einen „hohen Anpassungsdruck“ auf die Menschen ausüben, zum Beispiel über „maßgeschneiderte Gesetze“. Remigration sei nicht auf die Schnelle zu machen, es handele sich um „ein Jahrzehnteprojekt“.

Das Straßenbild müsse sich ändern, ausländische Restaurants unter Druck gesetzt werden. Es solle in Sachsen-Anhalt „für dieses Klientel möglichst unattraktiv sein zu leben“. Und das könne man sehr einfach realisieren.

Eine Idee ist dabei auch ein „Musterstaat“ in Nordafrika. Sellner erklärt, in solch einem Gebiet könnten bis zu zwei Millionen Menschen leben. Dann habe man einen Ort, wo man Leute „hinbewegen“ könne. Dort gebe es die Möglichkeit für Ausbildungen und Sport. Und alle, die sich für Geflüchtete einsetzten, könnten auch dorthin.“
Ja kann man das denn falsch verstehen? Wie macht das denn ISSO? „Und ja, die geäußerten Großmachtphantasien einiger Funktionäre erschrecken auch mich. Aber sie werden eingehegt werden, wenn sie eben an jenen Sachzwängen scheitern.“ Immerhin erschrocken, aber voll Vertrauen in die Sachzwänge, die evtl. Putschisten (erinnere an Hannibal) schon ausbremsen werden. Wie darf ich das denn verstehen, wenn die Stellungnahme von Hunderttausenden so wenig ernst genommen werden darf??? Das schafft keinen Sachzwang?

Ich gehöre gerne zu den gegeißelten Dummköpfen und bin einverstanden mit der Massenbewegung gegen Rechtsextremismus, halte sie für einen Fortschritt an Bewusstheit und hoffe, dass diese auch helfen wird, andere gesellschaftliche Themen nachdrücklich anzupacken.

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Reimar Menne

Oh mein Gott, so viel zu lesen, damit ich vergesse, was ich schon gelesen habe… („Für Sellner ist das kein Hindernis. Er antwortet: Man müsse einen „hohen Anpassungsdruck“ auf die Menschen ausüben, zum Beispiel über „maßgeschneiderte Gesetze“. Remigration sei nicht auf die Schnelle zu machen, es handele sich um „ein Jahrzehnteprojekt“.
Das Straßenbild müsse sich ändern, ausländische Restaurants unter Druck gesetzt werden. Es solle in Sachsen-Anhalt „für dieses Klientel möglichst unattraktiv sein zu leben“. Und das könne man sehr einfach realisieren.
Eine Idee ist dabei auch ein „Musterstaat“ in Nordafrika. Sellner erklärt, in solch einem Gebiet könnten bis zu zwei Millionen Menschen leben. Dann habe man einen Ort, wo man Leute „hinbewegen“ könne. Dort gebe es die Möglichkeit für Ausbildungen und Sport. Und alle, die sich für Geflüchtete einsetzten, könnten auch dorthin.“)
Wer ist noch jener Gernot Möhrig, der sich diese Mühe gemacht hat, das alles zusammenzutragen. immerhin VisdP. Weißes Rauschen gegen klare Bilder?

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