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…sonst hätten wir womöglich nicht erfahren, dass sich Theo Müller doch tatsächlich privat zum Essen mit Alice Weidel getroffen hat. Offensichtlich mehrfach! Gemeldet hat das bereits das „Handelsblatt“ – aber wer liest das schon? Nun schreibt die Renate nicht einfach so, dass der Müller und die Alice sich getroffen haben und der Müller das auch nicht leugnet, sondern die Renate schreibt auf X:

Sollt ihr wissen! Theo Müller: Molkerei-Milliardär bestätigt Kontakte zur #AfD. Müller ist Haupteigner der gleichnamigen Unternehmensgruppe. Zur größten Privatmolkerei Deutschlands gehören bekannte Marken wie #Müllermilch, #Weihenstephan ‚ #Landliebe.

Ach Gott, ach Gott! Habe ich vielleicht politisch kontaminierte Milch getrunken, Milch mit rechtsdrehenden oder rechtsextremistisch drehenden Milchsäuren? Habe ich gar AfD-nahen Joghurt im Kühlschrank? Landliebe! Das klingt schon nach Ackerfurche, Blut und Boden! Weihenstephan: Das ist doch nahe bei NS-Fahnenweihe und Leni Riefenstahl!

Und sofort habe ich gedacht: Wenn jetzt Besuch kommt und zufällig in den Kühlschrank schaut und sieht dort die Nazi-Produkte, dann wäre mir das doch peinlich und ich laufe aus Verlegenheit bestimmt braun an im Gesicht! Ach Gott, ach Gott!

Und dann nimmt mich der Besuch natürlich ins Kreuzverhör und fragt, ob ich vielleicht sogar Mohrenköpfe und Zigeunersoße bevorrate? Oder ob ich etwa  beabsichtigt hätte, als Getränk selbst zubereiteten Lumumba anzubieten? Das wäre bei der Müller-Weidel-Achse doch sogar zu erwarten! Auf jeden Fall würde ich aber wegen der Kontaktschuld aufgrund der Müller-Produkte vorerst aus den Freundeskreisen ausgeschlossen. So würde das Urteil lauten!

Aber zum Glück kommt gerade kein Besuch! Deshalb kann ich aufatmen, mir einen Lumumba zubereiten und mich mit dem heißen Getränk aufs Sofa setzen. Den heißen Kakao für den Lumumba mache ich natürlich mit weißer Milch von Weihenstephan und einer Tafel schwarzer Sarotti-Schokolade, aus der Zeit, als der Sarotti-Mohr noch nicht durch den Sarotti-Magier ersetzt worden war!

Und warum auch immer: Mir fällt just in dem Moment auf dem Sofa, den Lumumba genießend, eine Aussage von Andreas Rebers ein: Veganer sind feige, die essen nur Nahrung, die nicht vor ihnen weglaufen kann!

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Von Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

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Heinz Niski

Wer glaubt, dass in einem Römertopf Römer drin sind, den hat das Leben bestraft mit kulturellen, politischen, historischen Analphabetismus, vom Kochen versteht er erst recht nichts. In einem Zigeunerschnitzel steckt auch kein Zigeuner, kein Sinti, kein Roma, es ist allenfalls ein Symbol für Unangepasstheit, Exotik, unterdrückte Freiheitswünsche des angepassten (Spieß)Bürgers.

Wann immer ich einen Lumumba getrunken habe, ehrte ich damit Patrice Lumumba und Amilcar Cabral und drückte meine Verachtung gegenüber Kolonialismus und gegen die rassistischen-imperialistischen Totschläger der Freiheitskämpfer aus.

Das können die bescheuerten ahistorischen und apolitischen Kackbratzen der Grünen und Woken Orwellschen Garden natürlich nicht wissen. Sie wissen so vieles nicht, schämen sich aber dafür auch nicht, wenn man sie auf Zusammenhänge und andere Interpretationsmöglichkeiten hinweist.

Dann schauen wir mal, wie sie es in diesen Zeiten mit dem Boykottaufruf „Kauft kein Kriegsspielzeug“ halten. Bisher eine Grün-Linke Hauptforderung zum Jahresende, um die Welt zu retten. Ihr wisst schon … keine Waffen in Krisengebiete usw. keine Spielzeugknarren auf dem Gabentisch, keine Böller an Silvester.

Joschka Fischer hat schon den Kurs „Wie ich die Bombe zu lieben lerne“ belegt, hoffentlich gibt es Atombomben für sein Format. Annalena erklärt anderen den Krieg, da ist es kontraproduktiv, unsere Kleinen von der Frühmilitarisierung abzuhalten.

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Last edited 2 Monate zuvor by Heinz Niski
Ro.Bien.

Nix Neues. Die Gerüchte über Milch-Müller kursieren seit Jahrzehnten, dass er ein Nazi ist – genauso wie bei Mövenpieck. Ich kauf das Zeugs nicht. Gibt genügend Auswahl.

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Fra.Prez.

Das wäre ein berauschendes Keyvisual für die rettende Medienkampagne: Grüne Plapperpuppe und fliegender Robert stehen nebeneinander in einem weiten Ährenfeld. Sie schauen gemeinsam in die Ferne des Horizontes. Robi hebt richtungsweisend linken Arm und deutet auf ein imaginäres Ziel. Plappi ist ergriffen Ihre rechte Hand liegt auf ihrem Busen – der Herzseite natürlich. Beide sind gekleidet in Sack und Asche. Das Foto ist S/W. Lichtkontraste, Bildaufbau, Perspektive im Stil von Leni Riefenstahls „Olympiade 1936“. Das rockt! Muss noch bei einem Lumumba über eine griffige Headline nachdenken und hoffen dabei auf Unterstützung von B.M. und H.N.

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