OB Welge und die Käseecken-Verschwörung

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Viel Aufregung gibt es zurzeit um die Bielendorfer-Äußerungen der Oberbürgermeisterin. Dabei werden wesentliche Aussagen, die sie getätigt hat, vernachlässigt. Auch wir vom HerrKules-Magazin haben da Fehler gemacht, haben nicht genau hingeschaut. Zunächst aber: Stand heute müssen wir davon ausgehen, dass das alles nur so hochgekocht werden konnte, weil der Redakteur der WAZ die Ironie in den Äußerungen von Frau Welge nicht erkannt hat. Bekanntlich macht der Ton die Musik – und Frau Welge hat hier garantiert mit einem Augenzwinkern ihre ironischen Bemerkungen vorgetragen und vielmehr angedeutet, dass Bielendorfer auf jeden Fall in der kommenden Dekade von emschertainment mehrfach eingeladen werden muss, um die Heilig-Kreuz-Kirche zu füllen. Dass wir das nicht erkannt haben, ist ein Fehler, den wir hiermit eingestehen!
Schwerer wiegt allerdings, dass wir das Wesentliche zunächst übersehen haben, nämlich folgende Äußerung der OB: „Wenn der kleine Käseladen um die Ecke aufgibt, und ein Riesengezeter gemacht wird, muss ich aber auch fragen: Wann habt ihr denn da zuletzt eingekauft?“ (WAZ Lokalausgabe)
Eine Frage von nahezu faustischer Dimension nach des Pudels Kern! Nämlich nach dem Grund dafür, dass Gelsenkirchen nicht einfach überall top ist, so dass sich sogar städtische Mitarbeiter (Jugendamt, Amt für Ausländerangelegenheiten etc.) sowie die fünf Bezirksbürgermeister öffentlich geäußert haben über bestimmte Zustände, Mängel in der Verwaltung und problematische Stadtviertel.
Die Antwort liegt auf der Hand! Dass Gelsenkirchen nicht glänzend dasteht, ist der Käsecken-Verschwörung geschuldet („Käseladen um die Ecke“). Es gibt einfach Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, die die kleinen Käseläden an der Ecke boykottieren, bis die Ladeninhaber aufgeben, weil niemand mehr kommt, um den Käse zu kaufen. Ist der Laden dann geschlossen, erhebt sich ein „Riesengezeter“ derjenigen, die für den Verfall der Gelsenkirchener Käseladenkultur selbst verantwortlich sind. Gezeter (etwa seit dem 18. Jahrhundert für lautes Geschrei, Wehklagen, Schimpfen, früher ein Hilferuf bei Bedrohung durch Gewalttaten) ist die perfide Form der unberechtigten Kritik am Versuch der Oberbürgermeisterin, die Käseecken-Kultur der Stadt zu fördern, wo und wie sie es nur kann!
Und dafür gebühren ihr aus vollem Herzen unser Lob und unsere Anerkennung!
Wer zetern will, der soll doch nach Herne-Wanne ziehen!

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Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

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Ali-Emilia Podstawa

Eine Internet-Recherche bezüglich Käse-Läden in Gelsenkirchen zeigt, nur ein einziges Geschäft auf der Bismarckstraße 132 nimmt in seinem Namen Bezug auf gegorene Milch. Es heißt أجبان القبطان – Käse des Kapitäns. Die Kunden dort scheinen sehr zufrieden zu sein. 5 von 5 Sterne bei insgesamt 6 Rezensionen. Besser geht es nicht. Ein Käufer meinte: „Ich habe Muschelkäse und geriebenen Käse und grüne Oliven gekauft, alle sind besser als der Markt und die Preise sind in Ordnung. Möge Gott dich segnen, Herr.“ Ein weiterer schrieb: „Die Preise sind gut und die Behandlung ist ausgezeichnet, möge Gott Sie segnen.“

Auf den Segen hoffen wir alle, denn sollte dieser Käseladen auch noch verschwinden, wäre Gelsenkirchen komplett käseladenfrei. Darum sollte sich nun wirklich jeder von der OB fragen lassen: „Wann habt ihr denn da zuletzt eingekauft?“

Vielleicht war es aber auch nur eine weitere, eigentlich launisch gemeinte Bemerkung der OB und mit Käseladen meinte sie eigentlich kleine Bäckereien, Kneipen (man denke an die Käseglocke in Buer), Boutiquen, Fachgeschäfte, zwei Saturns oder leergezogene Fußgängerzonen. Dank der neuerdings chiffrierten Kommunikation aus der Stadtspitze wissen wir es nicht.

Bei der IT-Infrastruktur ist GE aber Spitze. Es wird an alles gedacht, denn die Enigma der OB funktioniert sogar im Blackout. Wer hat zu Hause noch eine Enigma als Gegenstelle rumstehen? Bitte melden!
 

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Cle.Gedön.
So.Jo.Tien.

HerrLich. Wenn es dir hier in GE nicht passt…dann geh doch nach Wanne!

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