Demonstration „Gegen Antisemitismus und Rassismus in Gelsenkirchen und anderswo“

16.05.2021



Irgendwie gehört Blau & Weiß zu Gelsenkirchen. Diesmal die Polizei in Blau und Weiß und zwei Demonstranten, die tapfer ihr Blau und Weiß hielten, auch wenn die Veranstalter erklärten, dass es hier & heute um Menschen, nicht um Nationen gehen solle. Umrahmt (geframed?) war das alles von Fahnen und Wimpeln von Parteien und Organisationen, denen es ja bekanntlich um Menschen und nicht um Macht, Einfluss oder Geld geht. Ich weiß nicht, wer die Beiden waren, aber mir haben sie gefallen. Im Gegensatz zu mancher Redepassage. So haben wir alle uns aber gegenseitig ausgehalten, ohne Flaschen zu werfen oder Schaden an eigener Gewissheit über den Zustand der Welt zu nehmen. Kommentar zweier Jungmädel-Passanten mit Kopftuch: „ahh, das sind sie also, diese Friedensdemonstranten“ – und das war durchaus abwertend und geringschätzig gemeint, mit einer Prise Hass.

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Heinz Niski

Handwerker, Rentner,

24 Gedanken zu „Demonstration „Gegen Antisemitismus und Rassismus in Gelsenkirchen und anderswo“

  • 17. Mai 2021 um 9:01
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    Beobachtungsheinz, ganz schön viel Text für einen Rapido-Check. Um halb fünf warst Du doch schon auf dem lonesome Heimweg.

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    • 17. Mai 2021 um 14:35
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      Mensch, Heinz Niski, hat die ne Kodderschnauze

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      • 18. Mai 2021 um 6:23
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        @Fra.Prez.
        Antwort siehe: https://magazin-herrkules.de/2021/05/16/demonstration-gegen-antisemitismus-und-rassismus-in-gelsenkirchen-und-anderswo/#comment-1932

        Ansonsten plädiere ich für einen Internetführerschein – eine Regel wäre: poste niemals heiter um 1 Uhr Nachts!

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  • 17. Mai 2021 um 9:02
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    Betti. Wett.
    Bis auf den letzten Satz ein netter Bericht. In diesem einen Satz steckt mehr Interpretation, als in dem ganzen Artikel journalistische Neutralität.

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  • 17. Mai 2021 um 9:03
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    Chajm Guski heute im Morgenmagazin über Antisemitismus
    https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-morgenecho-interview/audio-antisemitismus-und-israelhass-102.html

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  • 17. Mai 2021 um 9:05
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    @Hempelfrau

    Ich betrachte solche Veranstaltungen nüchtern, es war um 16:40 abzusehen, dass nichts mehr passieren wird. Da du spät gekommen bist, konntest du möglicherweise diesen Schluss (noch) nicht ziehen

    @Betti Wett

    dieses Missverständnis nehme ich auf meine Kappe. Der Name „Redaktion HerrKules“ ist historisch anders gewachsen, als es manchmal rüber kommen mag. Wir schreiben nicht als Journalisten, also auch nicht als neutrale Beobachter oder Berichterstatter. Was mir allerdings auffällt: auf den Videoaufnahmen und auch auf Fotos, die in sozialen Netzen verbreitet werden, fehlt die Israel Fahne. Sie war aber da. Der Satz der beiden Mädels ist genau so gefallen, mit einer Wucht an Aggression, die für die einen möglicherweise unter „orientales Temperament“ laufen, für mich in der knapp möglichsten Form ausdrücken, dass ein tiefer Riss durch die Stadtgesellschaft geht.

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  • 17. Mai 2021 um 9:05
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    Nett? Nä!!! Da sich ausgerechnet die Gelsenkirchener AFD-Stadtfraktion dafür stark macht, dass vorm HSH die Israel-Fahne wedeln soll – kann man davon ausgehen, dass die beiden aufrechten Nationalfahnenschwenker da vor der Post genau das sind: AFDler. Was die Sache heuchlerisch nicht überbietbar machen würde. Schauen wir mal, ob es dazu noch ein Bekenntnis geben wird.
    Ich jedenfalls, fand die Bitte der Klarnamen-Losen Organisatoren – vermutlich mehrheitlich von der neuen Volt-Partei – alle Nationalfahnen in der Tasche zu lassen einleuchtend. Denn wer hier gut und böse ist, kann hier weder vor Synagogen noch auf unseren Straßen ausgetragen werden.
    Weder FDP noch CDU, noch die OB waren zu sehen.
    Naja. Braucht keine Worte.

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  • 17. Mai 2021 um 9:06
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    @ Ro.Wo.Bi.

    Ich wurde Ende der 70ziger Jahre bei einer bundesweiten Demo gegen Michael Kühnens Holocaust Esel Aktion von einer Meute gehetzt, weil die in mir einen Nazi entdeckt haben wollten. Ich konnte mich im letzten Moment in die Gelsenkirchener Gruppe retten. Seitdem bin ich vorsichtig mit Zuschreibungen solcher Art. Wenn sie AfDler sind, wird sich aber sicher irgendwann jemand hier mit dem Beweis melden. Bis dahin sind sie für mich zwei junge Menschen mit Regenbogenfarbe Mundtuch und Israel Flagge, die sich unfreundlicherweise nicht an die Vorgaben der Veranstalter gehalten hatten.
    Mir war es unangenehmer, als Staffage für die Fahnenschwenker von Linke, Volt, SPD usw. zu dienen, so muss jeder in irgendeinen sauren Apfel beißen. Um in deinem Bild zu bleiben: welche „gute“ oder „schlechte“ Lösung der Nahostfrage und des Antisemitismus die einzelnen Parteien anbieten, sollten die Redner am Mikro (von mir aus mit Fähnchen) erzählen. Wer mit der Fahne seiner Partei aufläuft, ist dort dann kein demonstrierender Bürger mehr, sondern Parteienvertreter, hinter den ich mich scharen muss, ob ich will oder nicht.
    Aber das ist möglicherweise (m)eine nicht zeitgemäße Luxushaltung.

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    • 17. Mai 2021 um 9:28
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      Bin selber gespannt, ob mich meine Menschenkenntnis trügt oder nicht. Jemand, den ich ernsthaft frage: Warum er es einfach nicht lässt mit der Fahne, es wurde doch gerade nachvollziehbar drum gebeten und dann anwortet: „Passt dir meine Gesicht nicht?“ weckt mein Misstrauen. Dass man – als Parteillose – keinen Bock hat, sich irgendwelchen Fahnen unterzujochen, versteh ich gut.

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  • 17. Mai 2021 um 9:18
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    1. Das waren keine Afdler , eine Person hatte einen „Bahamas“ Beutel. Diese Personen kommen aus dem sogenannten „Antideutschen“ Spektrum.
    2. Die Idee auf Nationalfahnen zu verzichten war es keine Einseitige Parteinahme für eine Seite zu suggerieren. Nationalfahnen überdecken dabei so schön die Komplexen und differenzierten Gesellschaften.
    3. Weil jetzt nur Israel Fahnen da waren, führte es dazu das die Kundgebung „einseitig“ optisch wahrgenommen wurde. Nächstemal stellen sich dann noch zwei Menschen mit Palästina Fahne daneben und alle umarmen sich(corona konform) 4. Partei und Nationalfahnen würde ich schon anders bewerten…

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    • 17. Mai 2021 um 9:34
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      Afdler haben keine Bahamas-Beutel?

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    • 17. Mai 2021 um 9:49
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      @Pa.Er.

      schöne Idee, dass sich Palästina und Israel befahnt umarmen. Deine Hinweise werfen Fragen auf – z.B. warum die Veranstalter das nicht geräuschlos geregelt haben, Platzverweis hätte gereicht. Soll man eine Teil-Realität abbilden, um keinen „falschen“, sondern den gewünschten Eindruck entstehen zu lassen? Du kennst das, Trotzki wegretuschieren. AfD und Bahamas sind also offen für solche Demos? Scheint, dass das die Veranstalter aushalten müssen. Die MLPD ist pflegeleichter, die machen heute eine eigene Demo gegen Israel & Antisemitismus zugleich.

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      • 17. Mai 2021 um 9:53
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        @Heinz Niski
        Es wird nur so vor „istisch“ und „ismus“ zischeln.

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  • 17. Mai 2021 um 9:20
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    Für mich hatte die Fahne dort genau so wenig zu suchen, wie der Protest gegen die Politik Israels vor der Synagoge. Habe die Beiden angesprochen und ehrlich gesagt, den Eindruck gewonnen, dass sie sich in ihrer vermeintlichen Kompromisslosigkeit sehr gefallen und durch sich Kommentare von zwölfjährigen Migrant*innen darin bestätigt fühlten.

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    • 17. Mai 2021 um 10:06
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      @Li.Frie.

      mit Migrant*innen waren die beiden Jungens gemeint? Dieser „Flaggen-Vorfall“ zeigt mir vor allem eins, unser aller Zerrissenheit, Hilflosigkeit, unsere Handlungsunfähigkeit und die Ahnung, dass sich in sehr naher Zukunft unsere Gesellschaft ohne wirkliches Ergebnis zerschleißen wird an diesen Konflikten. Einheimische Nazis sind eben einfacher zu handhaben. Wenn die beiden Funktionäre waren, dann ist Kompromisslosigkeit Teil ihrer Jobbeschreibung. 😎

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  • 17. Mai 2021 um 10:42
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    Die nun von Politikern öffentlich geäusserten Solidaritätsbekundungen (in deutscher Sprache) gelten ja auch zumeist „der jüdischen Gemeinde“ und „gegen Antisemitismus“.
    Wenn ich solche (Politiker)Statements richtig interpretiere ist mit beiden Aussagen Israel nicht direkt gemeint.
    Für die Darsteller von etablierten Parteien ist die aktuelle Situation aber auch schwierig. Zum einen möchte man gastfreundlich sein, darüber hinaus aber auch neue Wählerschichten gewinnen.
    Die teils über 30% Stimmanteil bei der letzten Kommunalwahl in Duisburg für den deutschen Arm der türkischen Regierungspartei Erdogans AKP werden sie nicht vergessen haben. Dabei klang der Name von „Allianz Deutscher Demokraten“ so Altnazi.
    Zusammen mit der Unterwanderung der etablierten Parteien in D durch Erdogans Interessenvertreter bleibt für Solidaritätsbekundungen von Politikern halt Stand 2021 nur noch die „jüdische Gemeinde“ übrig.
    Wenn man also seitens des Parteienproporzes in naher Zukunft absolute Mehrheiten in deutschen Stadtparlamenten von Erdogans Schergen verhindern möchte, wird man die Solidaritätsbekundungen also in Zukunft noch zurückhaltender und weiterhin nur in dt. oder engl. Sprache formulieren müssen.

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  • 17. Mai 2021 um 11:17
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    Kommentar in der NZZ

    Von wegen «Nie wieder!» – Dieser Samstag war ein Tag der Schande für Deutschland

    Nach den judenfeindlichen Demonstrationen in mehreren Städten äussern Politiker Empörung. Doch seit Jahren wird muslimischer Antisemitismus geduldet. Und die selbsterklärten Antifaschisten schweigen.

    https://www.nzz.ch/international/deutschland/jede-antisemitische-demonstration-in-deutschland-ist-eine-schande-ld.1625433?mktcid=smsh&mktcval=Facebook

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  • 17. Mai 2021 um 11:27
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    1) Also ich wuerde die Bahamas und ich glaube das ist auch aktuelle Selbstbezeichnung, als rechts Antideutsch einstufen, aber das sind glaube ich keine AFDler.

    2) Die Debatte um die Fahne war meines erachtens relativ geraeuschlos inklusive einer Tolerierung. Denn wir als Veranstalter koennen von Kundgebungen keine Menschen einfach ausschliessen selbst wenn diese sich nicht an unsere Wuensche halten. Nur wenn sie die Versammlung stoeren koennten diese Ausgeschlossen werden. Das sehe ich nicht bei einer Israel Fahne, und ebenso wenig wuerde ich die Polizei rufen um Leute mit Israel Fahnen entfernen zu lassen.(Nazis wärden uebrigens entfernt worden inklusive anderer rassistischer Parteien)

    3. Also wir als Veranstalter:innen haben uns klar fuer ein Aktonsbild der doppelten Solidaritaet ausgesprochen. Und 99% aller Leute haben sich daran gehalten, nur die zwei mit der Fahne nicht. Eher Palaestina nahe Leute haben ihre zuhause gelassen. Das nun der Fokus nur auf diese zwei gerichtet wird zeigt ja das es nicht um „Realitaet“ geht sondern darum auch was Wahrnehmung geht. Wie gesagt wenn die zwei Leute gerne fuer Israel Demonstrieren wollen bitte, aber die Frage bleibt, wieso dann auf dieser Kundgebung?

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    • 17. Mai 2021 um 12:19
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      bevor es zu spitzfindig wird, ich dachte das Thomas Maul und & in weiten Teilen als Nazis gelabelt werden. Letztlich haben die Veranstalter doch alles erreicht. Die verfügbaren Bilder und Videos zeigen keine Israel Fahne, außer meinem Foto, was aber nur von wenigen Menschen überhaupt wahrgenommen wird. Der Realität und den verschiedenen Wahrnehmungen ist man damit gerecht geworden.

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  • 17. Mai 2021 um 12:20
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    @Heinz Niski
    Ich weiss nicht ob du nicht die WAZ und REL liesst … 🙂

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    • 17. Mai 2021 um 12:21
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      @ Pa.Er.
      upps… habe ich nicht gesehen, scheint, dass die WAZ die Fahne der Linkspartei nicht abbilden wollte 😎

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  • 17. Mai 2021 um 12:22
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    @Heinz Niski

    Vielleicht bist du doch mehr Mainstream als du gerne haettest 😉

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    • 17. Mai 2021 um 12:23
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      @Pa.Er.

      Brecht, Keuner: Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten: „Sie haben sich gar nicht verändert.“„Oh!“sagte Herr K. und erbleichte. 😏

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  • 17. Mai 2021 um 12:24
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    und weil einige nachfragten was Bahamas denn nun sei – hier der Wikipedia Eintrag zu einem der Wortführer: https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Maul

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