ELEVATOR´S GOING UP! (41)

Heute u.a. mit Angela Dorothea, Uschi, Corona, Walter, Städten und Zahlenmagie

Gelsenkirchen hat immer mal wieder Imageprobleme – entweder, weil Gelsenkirchen wirklich dauerhafte Probleme hat, wie etwa die große Zahl der Langzeitarbeitslosen oder die zahlreichen Menschen ohne höhere Schulabschlüsse, oder weil Gelsenkirchen in Umfragen zur Lebensqualität oder der Anzahl der öffentlichen Toiletten im Verhältnis zur Anzahl der Starts und Landungen auf dem Gelsenkirchener Flughafen (liegt etwas außerhalb im Vorort Düsseldorf) schlecht abschneidet. Da freut man sich als waschechter Gelsenkirchener doch über jeden Erfolg – und sei er noch so klein!

Jetzt hat Gelsenkirchen zur Freude aller ´mal wieder einen ersten Platz belegt: Gelsenkirchen hat nämlich bei den Jungen den Spitzenplatz geholt, was die Beliebtheit des Vornamens ALI angeht. Lag ALI (der Erhabene, der Edle) 2019 noch auf Platz 13 in Gelsenkirchen, so nun also 2020 auf Platz 1 bei den standesamtlichen Meldungen als einziger Stadt in NRW, vor Duisburg und Essen. Dort allerdings gab es auch eine Besonderheit: Eine Neu-ESSENERIN bekam 2020 den Namen Corona! Darauf ein Corona Extra Pale Lager von der Cervicería  Modelo aus Mexico!

Apropos ESSEN! Laut einer aktuellen Studie, bei der 1227 junge Menschen im Alter von 15-29 Jahren telefonisch zu ihren Essgewohnheiten befragt wurden, ernähren sich 10,4 % dieser Gruppe vegetarisch und 2,3 Prozent sogar vegan – knapp 13 Prozent der Befragten gaben also an, auf den Verzehr von Fleisch zu verzichten. Das bedeutet aber auch, dass immerhin 87% dieser Gruppe nicht auf verarbeitetes totes Getier verzichten und somit kräftig zum Fleischkonsum beitragen: so haben die Deutschen 2020 pro Kopf im Durchschnitt 60 Kilogramm Fleisch verputzt (zum Vergleich: USA und Australien jeweils 100 KG). Und für die kommenden Jahre (bis 2028) rechnen Experten mit einem Wachstum des globalen Fleischverzehrs um bis zu 13%. Keine Zeit zum Aufatmen also für Rinder, Schweine, Hühner und Puten – auch wenn der Bio-Bauer mit ihnen spricht, bevor sie geschlachtet werden!

Jetzt hatten wir im Zusammenhang mit dem Fleisch mehrmals die Zahl 13. Diese Zahl ist in gewisser Weise ambivalent, weist negative Kontexte auf (Zahl des Teufels, Unglück, Freitag, der 13.), aber auch positive und gilt als Glückzahl: das 13. Monatsgehalt, im Judentum gibt es 13 Eigenschaften Gottes, 12 Mönche und ein Abt können ein Kloster gründen.

Aber die 15? Warum ausgerechnet 15 Kilometer, bis wir neuerdings an unsere Radius-Grenze kommen und anhalten müssen? Eine mögliche Antwort? Zunächst: 1 und 5 ergeben 6. Und die „ 6 ist die kleinste zusammengesetzte Zahl mit zwei verschiedenen Primfaktoren, außerdem sogar die vierte hochzusammengesetzte Zahl und die dritte Dreieckszahl. Sie ist die kleinste vollkommene Zahl: 6 = 1 + 2 + 3.“   (Quelle: WIKIPEDIA). Es ging also bei der Festlegung auf die 15 KM nicht um einen medizinisch-wissenschaftlich abgeleiteten Rahmen, sondern um die Schönheit eines Elements aus der Mathematik, der Physikerin Angela Dorothea sicherlich geläufig. Angela, die mich allerdings bei ihrer letzten Ansprache wieder mal ein wenig verunsichert hat, als sie, so ganz beiläufig, gesagt hat, es sei „voraussichtlich“ ihre letzte Weihnachtsansprache. Voraussichtlich?

Als am 15.Juni 1961, bei der berühmt gewordenen internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin, Walter Ulbricht, der Ober-Kommunist der Täterätätä (vulgo:damalige DDR) auf eine Frage der Journalistin Annamarie Doherr (Frankfurter Rundschau)  den Satz sagte: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, wusste die Welt sofort: Eine Mauer kommt! Dieses Dementi war also die definitive Bestätigung einer Nachricht. Aber „voraussichtlich“? Was ist denn da vorauszusehen –  hinsichtlich der Kanzlerschaft und einer weiteren Weihnachtsansprache? Was hat Angela Dorothea noch in der Hinterhand, um Laschet, Merz, diesen Außen-Kasper, Söder oder wen auch immer als „nicht-geeignet“ auszusortieren? Wir wissen es nicht?! Nur dies noch! Ihrer Uschi wird sie einmal mehr (Bundeswehr!) zur Seite springen müssen, um sie zu exkulpieren für das europäische Impfmissmanagement. Wo doch jetzt schon zur Abwehr von Kritik der neue Framing-Begriff „Impfnationalismus“ erfunden worden ist. Da könnte ja sonst jemand wegen des Impfstoffdesasters auf die Idee kommen, von einer „Europäischen Missmanagement- und Sterbegemeinschaft“ zu sprechen und davon, dass im Amtseid etwas gesagt wird vom Abwenden von Schaden und davon, den Nutzen des deutschen  Volkes zu mehren.

Gott bewahre!

Da  sei ein „voraussichtlich“ davor!

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Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

3 Gedanken zu „ELEVATOR´S GOING UP! (41)

  • 7. Januar 2021 um 18:53
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    @HerrKules

    journalistische Sorgfaltspflicht geht anders. Z.B. wäre in dem Zusammenhang „Erfolgsmeldungen aus Gelsenkirchen“ erwähnenswert, dass die Britta, die irgendwie wie eine Mischung aus Partyluder und Influenzerin in eigener Sache klingt, tatsächlich der neue Präsi der Polizei ist.

    Die Jüngste. Die Beste. Die XXX. Die YYYY. Die ZZZZ.

    Gelsenkirchen kann STOLZ sein, so eine wie sie zu haben!

    https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/polizeipraesidentin-britta-zur-hat-hohe-erwartungen-an-polizisten

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    • 7. Januar 2021 um 19:45
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      Zunächst ein Kompliment: Dass Sie durch Ihren Avatar „Der dünne Mann“ Dashiell Hammett ehren, dessen letzter Roman aus dem Jahre 1943 „Der dünne Mann“ (The Thin Man) hieß, ehrt sie.
      Ich meinerseits, wirklich ehrlich und von Herzen, nehme Ihre Kritik durchaus an, habe mir einen solchen Text über die Polizeipräsidentin nicht zugetraut – aus Gründen des Altersunterschiedes. Es hätte, bei Kritik, nur heißen können:Typisch alter weißer Mann (Verachtet Frauen, die mutig und selbstbewusst sind), und bei einer Lobeshymne: Typisch alter weißer Mann (will sich ranschmieren).Wer – wie Sie – Hamett kennt, wird mein Schweigen verstehen können!

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  • 8. Januar 2021 um 16:22
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    Na wer wiederholt in recht kurzer Beinkleidung und dem Anschein noch gut betankt in Kneipen des Stadtnordens herumwankt, muss sich über eine Formulierung wie „Partyluder“ nicht wundern.

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