Olaf, du Arbeitsmann! Olaf, geh du voran!

Wenn die Kinder unserer Kindeskinder dereinst – falls es wegen des CO2-Abdrucks, den Kinder hinterlassen, überhaupt noch Kinder gibt – wenn also dereinst diese Kinder ihre Schulbücher aufschlagen, falls es  überhaupt noch Bücher gibt und sie nicht wegen der negativen Ökobilanz (Papier, Holz, bedrohte Bäume!) längst abgeschafft sind, falls dies also passiert: Was werden sie über Olaf Scholz lesen?

Unter anderem dies: dass er einer Partei angehörte, die es schon lange nicht mehr gibt, dass er als ehemaliger Bürgermeister der Hansestadt Hamburg politisch verantwortlich war für gewalttätige Exzesse linker Gruppierungen während eines G20-Gipfels in seiner Stadt, mit Ausschreitungen gegen Menschen und Sachen, Gebäude und Fahrzeuge, dass er dafür aber keine Verantwortung übernommen hat, sondern vielmehr zum Bundesminister der Finanzen aus Hamburg nach Berlin wegbefördert worden ist, dass er in diesem Amt von sprudelnden Steuereinnahmen profitiert hat, also nicht viel leisten musste,  und dass deshalb seine größte Leistung nicht etwa eine gerechte Steuerreform gewesen ist, sondern der Vorschlag, Vereinen, in denen nur Männer zugelassen sind, die Gemeinnützigkeit zu entziehen.

Dass er dies als Mitglied einer Partei gemacht, die dereinst angetreten war, für die Rechte der Unterdrückten, der Arbeiter, der ins soziale Abseits gestellten zu sorgen, kurz: sich für die unteren Schichten der Gesellschaft zu engagieren, hat bei diesen Überlegungen wahrscheinlich keine besondere Rolle gespielt. Vielmehr hatte dieser Vorschlag recht viel Zeitgeisthaftes, was man daran sehen konnte, dass in vielen Schulen die Toiletten marode waren, dass die SPD sich  aber über jedes gegenderte Klosett auf einem Kreuzberger Amt vor Freude fast eingenässt hat. Und der Olaf hat sicher auch bestimmt daran gedacht, dass ihm dieser Vorschlag bei der Wahl zum Parteivorsitzenden drei oder vier mehr Stimmen von Frauen oder irgendeinem anderen der möglichen Geschlechter einbringt.

Olafs großartiger Vorschlag hat in weiten Teilen der Gesellschaft zu großen Umwälzungen und vor allem mehr Geschlechtergerechtigkeit geführt, denn nun können Frauen endlich zu Sitzungen von Prostata-Krebs-Selbsthilfegruppen gehen, Männer den Vorsitz in Frauenhäusern übernehmen, Frauen in Männergesangvereinen die Bass-Stimme ausfüllen oder auch Papst werden.

Das alles werden die Kinder unserer Kindeskinder über Olaf Scholz lesen können. Aber nicht,  dass er zu denen gehört hat, die die SPD endgültig in die Bedeutungslosigkeit geführt haben.

Und vor allem nicht: Dass er einfach ein schrecklicher Langeweiler war!

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Bernd Matzkowski

Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

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