Elevator´s going up! (3)

Heute mit Grundrechenarten

Der Hambacher Forst heißt neuerdings nur noch „Hambi“, ein Kuschelkosename, wie ihn sich die deutschen Romantiker des 19. Jahrhunderts mit ihrer Affinität zum deutschen Wald nicht besser hätten ausdenken können. Sollte man meinen! Tatsächlich geht es hier aber um knallharte Geschäftemacherei! Lego bringt angeblich zu Weihnachten einen Hambi-Bausatz auf den Markt – mit Bäumen, Baumhäusern, Transparenten, friedlichen Demonstranten, zwei Frauen-Figuren in Grobstrick, die einen Baum umarmen, und mit Lego-Polizisten in mit Fäkalien beschmierten Uniformen (die es auch zum Nachkaufen gibt- nicht die Polizisten, sondern die Fäkalien). Auch Jack Link´s, die US-amerikanische Gesellschaft, die BiFI vertreibt, schwimmt auf der Hambi-Welle mit. Der neue Slogan lautet: Hambi bleibt- aber BiFi muss mit!

Was wir seit der Bayern-Wahl endlich wissen: Bei unserer Noch-Regierung handelt es sich überhaupt nicht um Politiker, sondern um Künstler und Darsteller oder auch Künstler-Darsteller, die Politik als Performance betreiben, als eine Art lebende Skulptur in ständiger Veränderung, als eine Polit-Installation. Verraten hat das die Radautüte der ehemaligen Volkspartei, denn das miese Abschneiden der SPD hat Pippi Nahles jedenfalls auf die „schlechte Performance“ der Regierung zurückgeführt. Aber wer im Bundestag so schräg singt wie Nahles, der darf sich nicht wundern, wenn selbst die geduldigsten Claqueure irgendwann weglaufen.

Da machen es die Grünen besser –  versprechen fast jedem fast alles, verkaufen ein bunten Strauß an Gefühlen und haben noch dazu das bessere Verkaufspersonal, seitdem nicht mehr so häufig Antonia Hofreiter verbissene Statements abgibt, sondern Annalena Habeck, Katharina Baerbock und Robert Schulze ihre Gesichter in die Kameras halten und alles irgendwie „supi“ und „klasse“ und „wir sind gut drauf“ finden. Da kann man als Regierungspartei auch schon mal einen Forst zur Rodung freigeben und einige Zeit später als Oppositionspartei die Rodung falsch finden. Es kommt halt auf das lachende Gesicht dabei an – und das haben Robert Baerbock, Katharina Habeck und Annalena Schulze – immer!

In Bayern soll es angeblich einen grün-linken politischen Erdrutsch gegeben haben. Unter Berücksichtigung von Grundrechenarten ist das in etwa so zutreffend wie die Annahme, die Erde sei eine Scheibe: Die Grünen haben 17,5 % geholt, die SPD 9,7% und die Linke 3,2% – macht in Summe: 30,4%. Und damit 6,8 % weniger als die CSU (37,2 %). Rechnet man die Stimmen der AfD (10,2 %) und der Freien Wähler (11,6 %) hinzu, gibt es eine Mehrheit jenseits von links mit 59% der abgegebenen Stimmen. Und mit 37% liegt die CSU immer noch deutlich über allen Ergebnissen, die die CDU in den anderen Bundesländern holt bzw. bei den kommenden Landtagswahlen holen wird.  Die bundesweite „Sonntagsfrage“ des INSA-Instituts (Zeitraum 5.10.-8.10.) bestätigt das mit folgenden Ergebnissen:

CDU/CSU: 26%;  SPD:16%; Grüne:15%, FDP:10%, Linke:11 %,

AfD: 18%

Und zuletzt:

Eine erschreckende Parallele gibt es zwischen dem Niedergang der SPD und dem Pegelstand des Rheins: Der erreichte am 15.10.2018 mit 1,74 Metern in Duisburg-Ruhrort einen historischen Tiefstand – wie die SPD am Sonntag mit 9,7% in Bayern. Die Tendenz beim Rhein: weiter fallend!

Und in knapp zwei Wochen sind Landtagswahlen in Hessen.

DAS ALLERLETZTE: Papst Franziskus hat Pillen-Paule (PAUL VI.) jetzt heiliggesprochen. Da brat mir doch einer ´ne Hambi!

 

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Bernd Matzkowski

Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

3 Gedanken zu „Elevator´s going up! (3)

  • Heinz Niski
    16. Oktober 2018 um 10:04
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    Die Republik ist im Umbruch. Die Gelsenkirchener Verwaltung hegt Sympathien für Bergmannsampeln. Alles wird doch noch gut.

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    • Lucius Leuchtenträger
      16. Oktober 2018 um 23:21
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      Wahrscheinlich nur ein typischer Waz-Fehler im Beitrag: nicht Ampelmännchen, sondern Hampelmännchen muss es wohl richtig heißen. Eine Stadtverwaltung, die (nach eigener Auskunft)nicht genügend Personal hat, um Bauvorhaben zügig zu planen und Bauanträge rasch zu bearbeiten, muss eben an anderer Stelle zeigen, dass sie die Stadt nach vorne bringen will.Und sei es durch Hampelmännchen!

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  • 17. Oktober 2018 um 8:59
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    Prager Ampelmännchen Kunstaktion

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