Categories: Karikatur & Glosse

Jetzt schlägt´s aber 12 ½: Stadt und WAZ Arm in Arm auf dem Weg der Diskriminierung

Aufgewacht, ihr Kämpfer gegen Vorurteile, gegen RECHTS, gegen Ausländerfeindlichkeit, gegen die Verunglimpfung von Mitbürgern, die woanders herkommen und doch nichts anderes machen, als ihre kulturellen Eigenarten zu pflegen. Was ist passiert?

Foto Stadt Gelsenkirchen

Mal wieder hat die Stadt Ordnungskräfte im Verbund mit Zoll, der Gewerbeaufsicht, der Lebensmittelüberwachung, der Polizei und des Finanzamtes zur Kontrolle losgeschickt – diesmal zu Trinkhallen, Lottoannahmestellen und einem Imbiss. Und was hat man festgestellt? Bekanntes, nämlich Hygienemängel, fehlende Dokumente (Gewerbeanmeldung), unversteuerten Kaffee, unversteuerten Shisha-Tabak, falsche Befüllungen, fehlende Hausnummern, Liquide ohne Steuersiegel, fehlende Steuernachweise, falsche Lagerung von Lebensmitteln in einer Lottoannahmestelle und weitere Verstöße.

Natürlich werden Ross und Reiter nicht genannt! Wer sind diese Betreiber von Kiosken und Imbissen, diese Händler von Liquiden, diese Hehler von Lottoscheinen samt Lebensmitteln?

Sind unter ihnen nicht vielleicht auch Neuseeländer und Australier, die mit Booten zu uns gekommen sind und hier ihre neue Heimat gefunden haben, weil sie aus der alten fliehen mussten? Halten hier lebende Schweizer tatsächlich immer alle Hygienestandards ein? Und erst recht Österreicher? Was ist mit Japanern? Ist auf die denn Verlass? Und Monegassen? Einige Bewohner von Südseeinseln haben doch auch nicht den besten Ruf! Ganz zu schweigen von Bewohnern des bayerischen Voralpenlandes und den Anrainern des Bodensees!

Da schweigt des Sängers Höflichkeit – genauer die Pressestelle der Stadt. Und die WAZ übernimmt diese Strategie der Exkulpierung verdächtiger Personenkreise durch Nicht-Nennung! Und was wird stattdessen betrieben? Der Verdacht wird dadurch gezielt auf einen bestimmten Kulturraum gelenkt, dass dem Artikel in der Gazette ein Foto, zur Verfügung gestellt von der Stadt Gelsenkirchen, vorangestellt ist, das ausschließlich Kaffeeverpackungen aus dem arabisch-türkischen Raum zeigt, wie an den Schriftzeichen unschwer auch für Menschen zu erkennen ist, die nicht aus diesem Kulturraum kommen.

Wie kann das denn sein, dass hier suggeriert wird, die Täter, die Lebensmittel unsachgemäß neben Lottoscheinen lagern, kämen aus dieser Welt? Rauchen nicht auch Skandinavier Shisha-Pfeifen-Tabak? Trinken Mongolen etwa keinen Espresso zum Frühstück? Haben denn Nordkoreaner immer alle Dokumente parat? Und selbst auf den Färöer-Inseln, auf den Lofoten und in Grönland sollen bei Kontrollen in Lottoannahmestellen Hygiene-Mängel festgestellt worden sein – und auch fehlende Hausnummern und Feinstaubplaketten ohne korrekte Beschriftung!

 

Nein, so geht das nicht! Hier muss sauber unterschieden werden zwischen denen und den anderen – wer immer das auch ist!

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2 comments

Norbert Melcher says:

Huuahhh, ich hau mich weg vor lachen… Naja, wie hieß es doch schon vor Jahrzehnten bei den Gelsenkirchenern, die es aus der Stadt geschafft hatten: GE, die Stadt in der man nicht mal tot als Lappen überm Zaun hängen möchte.
Tut mir leid für euch Leute, aber der musste jetzt raus 😂😂😂

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