Halten Sie doch einfach mal den Mund, Frau Schulze!

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Verstehen kann ich Sie ja, Frau Schulze! Fast jedenfalls!

Sie zur „Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ zu machen, das war kein Karrieresprung, denn letztlich interessiert sich kaum jemand für dieses Ressort. Und vorher, im letzten Merkel-Kabinett, waren Sie immerhin „Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland“. Ein Mega-Thema, bei dem Sie international ganz weit vorne sein konnten. Auf diesen ganzen Klima-Konferenzen konnten Sie der Welt das Märchen von der deutschen Energiewende erzählen, von dem klugen Masterplan, aus Kohle und Atom auszusteigen und auf günstigen Wind und kostenlose Sonne zu setzen. Dass wir, so nebenbei, abhängig von russischem Gas waren und, wenn es darauf ankam, also fast immer, Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen importieren mussten, damit hier nicht die Lichter und die Heizungen ausgingen, darüber kann man auch schon mal hinweg plappern oder mit den Äugelein hinweg klimpern. Das haben Sie gerne gemacht, auch bei Fernsehinterviews: diese leicht nach rechts geneigte Kopfhaltung, die signalisiert, dass sie sich zur Gefühlsseite öffnen und Kontakt suchen, in Kombination mit dem Blick (leicht nach oben, ein angedeuteter mentaler „Hilferuf“). Da konnte man fast in Versuchung kommen, über ihr Geschwätz hinwegzuhören und sie einfach sympathisch zu finden: ja, ja, die kleine Svenja aus dem Nachbarhaus!
Jetzt ist aber die Vielflieger-Zeit der Konferenzen vorbei – und man hat ihnen auch noch eine grüne Frau auf den schönen alten Posten gesetzt. Das muss frustrierend sein!
Und deswegen haben Sie wohl gedacht: dann hau ich jetzt aber mal einen raus und zeige, was ich drauf habe. Und was haben Sie drauf? Na, die Forderung, weniger Fleisch zu essen! Ganz originell! Und die Begründung: noch origineller!! Wegen des Ukraine-Krieges! Denn dort in der Ukraine wird jetzt weniger Getreide angebaut, Fleischproduktion kostet aber viel Getreide, das die Viecher zum Wachsen brauchen. Wenn wir also alle weniger Fleisch essen, wird Getreide gespart und wir usw. usf.

Wissen Sie was, Frau Schulze?!

Wir leben in einer Zeit, in der Menschen, die nicht so privilegiert sind wie sie, bei jeder Fahrt zur Tankstelle einen Schock bekommen! Ebenso beim Einkaufen von Lebensmitteln (egal ob Brötchen, Butter und Milch, Fleisch, Gemüse oder Obst)! Ebenso, wenn Sie auf ihre Strom- und Heizkostenrechnung schauen! Wir leben in einer Zeit, in der ihr Kabinettskollege Habeck soeben die erste „Frühwarnstufe Gas“ ausgerufen hat, die erste der drei Stufen des „Notfallplans Gas“. Wir stehen mitten in Europa an einer nur einige hundert Kilometer entfernten Grenze zu einem Krieg, in dem tausende von Menschen nichts weniger interessiert als ihr Geseiche zum Thema „Fleischverzicht“, weil sie noch nicht einmal wissen, ob sie morgen noch Brot und Wasser haben und noch leben!
Und Sie, ja auch Sie, Frau Ex-Umwelt-, Naturschutz- und Reaktorsicherheitsministerin, gehören zu den Politikerinnen, die ganz vorne weg dafür verantwortlich sind, dass unsere Abhängigkeit von russischem Gas so groß geworden ist, wie sie jetzt ist. Ihnen ging es doch nicht schnell genug, heimische Energieträger abzudrehen, weil Sie meinten, sich bei kreischenden Kindern, jammernden Umweltverbänden und verblendeten Energiewendlern einschmeicheln zu müssen! Also halten Sie doch einfach mal den Mund!
Und instrumentalisieren Sie einen mörderischen Krieg nicht dazu, ein altes Projekt zu befeuern!
Nämlich ihre große Liebe zur Bevormundung der Menschen!

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Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

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Krö.Ma.

Mittlerweile ist man ja schon froh, wenn die Politik keine Scheisse baut.. Aber selbst der Anspruch ist für mache(n) ne Nummer zu groß..

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