Der Bohrer ist für immer verstummt

Es gibt Musikgruppen oder Musiker, die in meinem Gedächtnis mit ihrem Gesamtwerk verankert sind, das mich über Jahrzehnte begleitet hat, etwa Frank Zappa, die Beatles oder Pink Floyd. Dann gibt es Musiker, die sind für mich mit einem Song unauslöschlich verknüpft, auch wenn ich ihnen damit vielleicht nicht gerecht werde: So etwa Eric Burdon and the Animals mit „House oft the rising sun“. Andere Erinnerungen sind gebunden an die  Art, wie die Musiker ihr Instrument gespielt und ihren ganz eigenen Sound oder Klang entwickelt haben. Hier sind als Beispiele zu nennen die Gitarrensounds von Jimi Hendrix und Eric Clapton. Natürlich erinnere ich mich auch an Songs, die aus irgendeinem Grund außergewöhnlich waren  und unwiederholbar sind: Iron Butterfly mit dem über 17 Minuten dauernden Stück „ in a gadda da vida“ (1968).

Und dann sind da noch die Songs, an die  ich mich (nur) wegen eines Klangs, eines Gitarrenriffs oder eines Soundelements erinnere. Und das ist der Fall bei „Keep on running“ der Spencer-Davis-Group. Der Song beginnt mit einem Soundelement der Gitarre, das mich immer an einen überlauten laufenden Bohrer beim Zahnarzt erinnert hat und erinnern wird. Ein prägendes Klangelement, um das das Stück aus dem Jahre 1965 aufgebaut ist. „Keep on running“ war der Super-Hit der Gruppe um den Namensgeber Spencer Davis.

Spencer Davis ist am Anfang der Woche im Alter von 81 Jahren verstorben. Aber auch wenn der Bohrer verstummt ist:

KEEP ON RUNNING, SPENCER!

 

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Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

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