ELEVATOR´S GOING UP! (4)

Diese Ausgabe mit viel Äppelwoi!

Den magischen Zahlen muss eine weitere hinzugefügt werden: nach der DREI (Heilige Dreifaltigkeit, Heilige Drei Könige), der SIEBEN (sieben Todsünden, sieben Schwaben, sieben Tage der Woche, Die glorreichen Sieben) und der 12 (12 Jünger Jesu, 12 Monate, 2 mal 12 Stunden ein Tag) nun auch noch die 94. Denn 94 Stimmen mehr als die SPD haben die Grünen bei der Landtagswahl in Hessen geholt und damit die SPD auf Platz DREI verwiesen. Das war durch die Zahlenmystik so vorbestimmt, denn es war ja auch der DRITTE Versuch von Thorsten Schäfer-Gümbel, Präsi von Hessen zu werden. Ach, schade, dass Holger Börner (SPD) nicht mehr lebt. Der hätte doch über die 94 noch am Wahlabend gesagt, was er 1984 über Gegner der Startbahn-West in Frankfurt gesagt hat: „Früher hätte man das Problem mit solchen Leuten mit der Dachlatte geregelt!“ Früher war eben doch manches besser – besonders für die SPD.

Die GRÜNEN- ein Phänomen! Saugen Wähler von CDU und SPD ab, präsentieren sich inhaltlich als rundgelutschter Drops, sind eine Projektionsfläche guter Gefühle für Menschen mit guter Ausbildung, gutem Einkommen, guten Bio-Geschäften um die Ecke in guten Wohnvierteln mit guter Gentrifizierung, so dass Fahrräder, SUVs und Kinderwagen der Marken Bugaboo, Silver Cross, Cybex, Emmajunga und auch der Knorr Lumi Lu einträchtig nebeneinander die Straßen befahren können. Tempora mutantur, nos et mutamur in illis! Wer denkt da nicht an den jungen Joschka Fischer, der sich 1973 in Frankfurt samt seiner Putztruppe Straßenschlachten mit der Polizei lieferte!

Einen großen Verkaufserfolg haben einige Spielerfrauen (ist das eigentlich ein geschützter oder doch eher diskriminierender Begriff?) von Dortmunds BVB-Kickern erzielt. Die haben, natürlich für einen guten Zweck, irgendetwas mit Tieren, glaube ich, Kleidungsstücke aus ihren Schränken geholt und zum Verkauf angeboten, was zu einem Ansturm auf die ausgelegten Waren geführt hat. Ob das ähnlich wäre, wenn der Ehemann unserer Kanzlerin und bald nicht mehrt Parteivorsitzenden eine Auswahl ihrer Sakkos und Hosenanzüge auf einem Second-Hand-Markt anbieten würde, ist schwer abzuschätzen. Und was könnte in diesem Fall der gute Zweck sein? Eine Spende an die SPD doch wohl nicht, denn die hat zwar fast keine Wähler mehr, aber ein Millionenvermögen durch eigene Betriebe, Beteiligungen an Verlagshäusern, Medienbetrieben  und anderem Krempel.

Irgendwie finde ich es schon schade, dass der CDU-Volker wohl doch noch Ministerpräsident im Äppelwoi-Land bleiben wird. Mit dem Nachnamen, dem  Gesicht und der Stimme, die nur jemand haben kann, der morgens mit Rasierklingen gurgelt und sich anschließend  von Roth Händle und Hochprozentigem ernährt, müsste er nämlich eigentlich auf die Chanson-Bühne, um die Lücke zu füllen, die der große Charles Aznavour hinterlassen hat. Stattdessen werden ihm die prozentual mächtig aufgepumpten Grünen und ihr Wesir Tarek Al-Wazir (so viel Wortspiel muss erlaubt sein, denn der Mann wird ja wohl wieder Wesir) die eine oder andere Kröte zu schlucken geben, damit er Chef in Hessen bleiben kann. Dass ihm da bloß ´mal kein Froschschenkel im Hals stecken bleibt!

Die AfD ist nun in allen Landtagen vertreten, ohne dass man über ein paar Führungsfiguren hinaus überhaupt Vertreter dieser Partei kennt. Es sieht so aus, als ob es der AfD im Moment so geht wie dunnemals der SPD im Revier, ihrer angeblichen ehemaligen Herzkammer: Da galt ja auch, dass selbst ein Besenstiel gewählt werden würde, wenn er nur von der SPD wäre. Wenn das ´mal kein schlechtes Omen ist, denn die Herzkammer leidet mittlerweile an SPD-Infarkt!

Wer nun wie und wann und mit wem und wie lange noch, vom warum einmal ganz abgesehen, in Berlin regieren wird, wer Angela Merkel als Parteivorsitzende oder –sitzender beerben wird, ob es sich beim Pferdarbeitskreis von Pippi Nahles um Warm- oder Kaltblüter dreht – das müssen Zeit und Zukunft zeigen. Denn wir glauben ja nur, dass wir unser Schicksal in den Händen haben! Oder um es mit dem hessischen Äppelwoi- und Bembel-Philosophen Heinz Schenk zu sagen: Wir sind doch alle nur Marionetten!

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Bernd Matzkowski

Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

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