Die wunderbare Welt des Absurden (14)

Das Absurde kann jeden beliebigen Menschen an jeder beliebigen Straßenecke anspringen.“ Albert Camus

In dieser Ausgabe springt uns das Absurde nicht an einer Straßenecke an, sondern aus dem Bundestag. Wo der Merzianer zwar nur eine bescheidene Mehrheit von sechs Stimmen hat, aber es trotzdem im ersten Wahlgang meinte schaffen zu können, Kanzler der deutschen Volksstämme zu werden!

Ich habe mir übrigens vorgestellt, was Angelina, gemeint ist Frau Merkel, in dem Moment, in dem die Zahl der Stimmen für Merz im ersten Wahlgang bekannt gegeben wurden, gemacht, gedacht und gefühlt hat. Vielleicht hat sie zu ihrem Mann, diesem pupstrockenen Wissenschaftler, gerade gesagt: „Wir schaffen das!

Ganz geklappt hat es bekanntlich nicht! Die Merz-Familie war entsetzt, die Christdemokraten – rot wie ein Krebs! Die Sozialdemokraten mussten schwören, dass die Merz-Verweigerer nicht aus ihren Reihen kamen! Von der AfD wollte sich Merz nicht wählen lassen, ebenso nicht von der LINKEN. Und von den Grünen sowieso nicht!

Kurz: Das war ein Lehrstück in Demokratie! Schon bei der zweiten Wahl, die gegen 15.15 Uhr begann, war der Zauber der Anarchie verflogen. Man hatte es dem Fritzen mal so echt gezeigt, denn auch eine Palast-Revolution ist eine Revolution. Und im Gegensatz zur echten Palast-Revolte sogar eine mit Überraschungseffekt. Das war so ein wenig wie im Zirkus! Alle wissen natürlich, dass es Menschenwerk war und man getäuscht wird! Aber man lässt sich gerne täuschen. Man will getäuscht werden – und dennoch eine kleine Pfeil-Spitze absetzen, damit man dem ollen Merz mal zeigt, dass man keine Merkel-Pfeife ist, die stramm steht, wenn der Sauerländer es will!

Wo käme man da auch hin?!

Nun konnte man den Sauerländer noch mal zu Boden zwingen und ihm eine zweite Wahl abtrotzen. Und siehe da: Auf einmal waren die Zauberstimmen, woher auch immer und von wem auch immer, wieder da und verhalfen unserem Fritz zur nötigen Mehrheit!

Aber jetzt fängt die Tortur erst richtig an!

Denn ab sofort muss der dünne Mann bei jeder Abstimmung um (s)eine Mehrheit zittern!

 

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3 comments

Ali-Emilia PodstawaAli-Emilia Podstawa says:

Es war sehr auffällig, wie freundlich, ja geradezu herzlich, die Vorsitzende der Linken dem frisch gewählten Bundeskanzler im Plenarsaal gratuliert. Sie hat offensichtlich kurz zuvor ein echtes Leckerli versprochen bekommen.

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Bernd MatzkowskiBernd Matzkowski says:

Das Leckerli war wahrscheinlich eines in ideeller Form, also die Aussicht auf politische Zugeständnisse, wenn mal wieder eine 2/3-Mehrheit gebraucht wird!

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