Categories: HOLLOW TALK

HOLLOW TALK (46)*

 HOLLOW TALK (46) *

 Heute ´mal eine Sonderausgabe zum einhundertsten Geburtstag von

Hans Dieter Hüsch

 

Hanns Dieter Hüsch - Ich möcht´ein Clown sein

 Heute also wäre der am 6.12.2005 verstorbene Hans Dieter Hüsch, der am 6. 5. 1925 geboren wurde, 100 Jahre alt geworden. Er war und blieb als Kabarettist immer ein Außenseiter in der Riege der Spaßmacher – stimmgewaltig und nachdenklich, poetisch und literarisch, manchmal – in Engführung – auch politisch, vor allem aber mit scharfem Blick auf die (unfreiwillige?) Alltagskomik der „Nachbarn von nebenan“, wie er sie wohl am Niederrhein getroffen hat. Er wollte, so hat er sich durchaus nicht unkomisch einmal bezeichnet, immer ein Clown sein, der aus dem Alltag die Absurditäten freilegte. Der feinsinnige und fein gewebte Humor von Hans Dieter Hüsch ist immer noch das genaue Hinhören wert – jenseits der schlampigen Zoten mancher heutigen Kolleginnen und Kollegen des Altmeisters!

Einige dieser Spaßvögel könnte man durchaus auf Alcatraz unterbringen. Denn die alte Gefängnisstätte soll, so hat Donald Trump verlautbaren lassen, frisch gemacht und als Aufenthaltsort für die Schlimmsten der Schlimmen wieder hergerichtet werden. Wie wir Donald T. kennen- und schätzen gelernt haben, wird er sicher auch das eine oder andere Komfort-Zimmer dort einrichten lassen, damit man dem lustigen Völkchen auch ein würdevolles Ambiente anbieten kann, falls sie zwangsweise einmal dort untergebracht werden müssen (im Zweifelsfall auch für Trump selber!). Zudem bietet es sich an, dass Donald T. auch an seine früheren Verbündeten denkt, die aber seit gestern ohne feste Anstellung sind, weil sie bei der Besetzung der Ministerien (als Minister oder Staatssekretär) nicht berücksichtigt worden sind. Lauterbach bekäme dann, etwas abseits von den anderen Bewohnern, ein lustiges Kiffer-Zimmer. Und Svenja Schulzes Entwicklungshilfebude bekäme eine Kokosnuss-Staude sowie einen Fußboden-Belag aus 100% Saharastaub. Und natürlich eine Sarotti-Mohr-Skulptur, auch wenn diese politisch als etwas anrüchig gilt.

Bleibt noch die Frage, ob Trump Besucher-Zimmer für die Gäste aus den Reihen der AfD einrichten lässt. Natürlich wird man in Museen für die Geschichte Deutschlands oder die größten Schlachten des WK II auch noch das eine oder andere Artefakt auftreiben können. Das Musikkorps des Wachbataillons, das sich gestern so tapfer durch das Potpourri der guten Laune geblasen hat, wird sicher bereitstehen, um für die Gäste Uniformen mit dem Charme des Früheren rechtzeitig zu bügeln. Wobei wir auch nicht nur im Ansatz andeuten wollen, dass die Soldaten, die gestern nahezu unfallfrei geblasen haben und marschiert sind, die falsche Gesinnung im Kopf (oder wo auch immer) haben. Jedenfalls sind (meiner Kenntnis nach) keine aktuellen Ergebnisse über die Gesinnung der Bundeswehr im Umlauf, weswegen der aktuelle „Minister für Verteidigung, veganes Essen in Kantinen und das Erlernen der Kunst, Blasinstrumente unfallfrei zu spielen“, auch nicht darüber nachdenkt, die Bundeswehr zu entlassen.

Wobei man (sich) durchaus fragen kann, warum ausgerechnet Minister P. so gut beim Volk ankommt? Vielleicht liegt sein Geheimnis in dem Umstand, dass die Bundeswehr im Kriegsfall nicht abwehrbereit wäre, weil nach kürzester Zeit die Munition aufgebraucht wäre, die Panzerketten gerissen wären und die Sturmgewehre nur noch an den Schießständen auf Rummelplätze zum Einsatz kämen. Boris P. müsste eigentlich die Entmilitarisierung der BUWE konsequent fortschreiben, die seine Vorgängerin(nen) im Amt so eifrig beschritten haben. Schon die Besetzung des Postens mit Frauen war unzweifelhaft als Gag gedacht. Frauen sind bekanntlich solche Elemente der Menschheit, deren Bestimmung im Gebären neuer Generationen liegt, also in der Fortpflanzung der Menschheit und der Weltbevölkerung.

Da möchte man, ganz im Sinne des Jubilars Hans Dieter Hüsch doch glatt ausrufen:

ICH MÖCHTE EIN CLOWN SEIN!

 

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Dann bewerten Sie ihn – oder schreiben Sie einen Kommentar!

Weitere Texte des Autoren:

feuerwehrschläuche

Feuerwehrschläuche – fünftes Kapitel

2. Tag, morgens Das Jucken begleitete mich, seitdem ich die am Tag der Einlieferung ausgeteilte…

Lesen Sie weiter:

Was wir wollen, was wir dürfen! Rückführung und Abschiebung statt Remigration

„Nicht jeder Mensch, der zu uns kommt, kann bleiben. Wir starten eine Rückführungs- offensive, um…

Lesen Sie weiter:

Zum Tode von Jim Knopfs Vater

 Eine (kurze)Verbeugung vor Michael Ende:   Die Leute lachten und kamen gerannt: In einem Käfig…

Lesen Sie weiter:

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte Sie auch interessieren:

HOLLOW TALK (32) *

Wenn diese Artikelserie, frei übersetzt, „bedeutungsloses Geschwätz“ heißt, dann kann man das auf die Ausführungen…

Lesen Sie mehr:

HOLLOW TALK (44) *

Er ist schon ein arger Schelm, unser Bundeskanzler. Immer zu Scherzen aufgelegt, dass sich die…

Lesen Sie mehr:

HOLLOW TALK (15)

Britta Zur, das vormalige It-Girl von Buer, hat zwar Gelsenkirchen bereits vor drei Monaten gen…

Lesen Sie mehr:

HOLLOW TALK (52)

Es war die beste aller Zeiten, es war die schlimmste aller Zeiten,  es war das…

Lesen Sie mehr: