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Jetzt stehen sie da herum: Kunst, integratives Sozialprojekt oder Aktion der urbanen Spaßguerilla?

Sind sie Ihnen auch schon aufgefallen? Oder sind sie sogar über sie gefallen, gestolpert, ins Straucheln gekommen? Oder haben Sie davorgestanden und sich gefragt, welche außerirdische Lebensform uns diese „Objekte“ als Botschaft hinterlassen hat?

Gemeint sind diese – ich nenne sie mal so – „Bänke“, die auf dem Heinrich-König-Platz, der berühmtesten Hitze-Insel der Stadt, nun aufgestellt worden sind. Mit Grünzeug bewaffnet und der Fähigkeit, Wasser zu vernebeln. Nachhaltige Kühlaggregate. Ach, Sonnensegel nicht zu vergessen!

Rechtzeitig platziert, bevor die Swifties und die Rammsteiner kommen und dann mit einem WOW! auf dem HKP einen Sitzplatz einnehmen können – neben der original Gelsenkirchener Thrombose-Oma, die sich vom Einkaufen ausruht, oder der (rumänischen) Zwangsprostituierten, die zwischen zwei Kunden schnell eine Zigarette pafft, oder auch neben einem der seltenen Gelsenkirchner Einser-Abiturienten. Multifunktions-Bänke: Ruheplatz, kühler Ort, Schattenspender, Kommunikationskiste, Parodie auf den Regenwald?!?

Aber irgendwie sehen die Dinger aus wie aus dem Baumarktprospekt: Gartenmöbel in Leichtbauweise – selbst gemacht! Klöppele dir die Bank „Trude“ selbst zusammen – ein Spaß für die ganze Familie!

Oder handelt es sich eher um ein Projekt-Ergebnis der integrativen Bachblütengruppe der OGS der Sternschnuppen-Schule?

Oder eine Renaissance der Tree-Art aus dem Jahre 1970? Also eine Aktion der Spaß-Guerilla? Eine Parodie einer Parodie? ***

Oder sollte, man will es nicht glauben, irgendein schräger Vogel in der Stadtverwaltung noch ein paar Taler in einer alten Schatzkiste im Hans-Sachs-Haus gefunden und sich gedacht haben: Das hauen wir jetzt einfach mal für Bänke raus, bevor der Kämmerer seine Kralle auf die Kohle legt!?

Die einen sagen so, die anderen sagen so!

Manweissetnichgenau!

Jedenfalls ist etwas schon mal klar. Die Swifties und die Rammsteiner aus der ganzen Welt, die bald nach Gelsenkirchen strömen, werden ein Rätsel mit in ihre Heimatorte nehmen: Was, zum Teufel, war das da in der Innenstadt von Gelsenkörki?

*** siehe etwa hier: https://www.gelsenkirchener-geschichten.de/forum/viewtopic.php?t=1905

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Von Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

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Ein Stadtverordneter der nicht genannt sein will

Also jetzt reicht mir das. Gelsenkirchen ist schön. Viele Menschen arbeiten daran, es noch schöner zu machen. Ich z.B. bin in fünf Ausschüssen der Stadt. Wir haben Events, um die uns die Welt beneidet. Taylor Swift, Rammstein. Ihre vor Selbstsicherheit triefende Arroganz, Ihr lästerliches Schandmaul, stellt Sie auf eine Stufe mit den minderbegabten Rechten. Was Sie ja im Kern selber sind. Sie zerstören die Kommune, unsere Gemeinschaft. Sie zertreten jeden guten Ansatz. Nun auch die Hitzeinseln, um die uns andere beneiden.

Wir haben Restaurants, einen tollen Hafen, ein super Zoom, die schöne Heilig Kreuz Kirche, eine vitale, sprudelnde Szene in Ückendorf, wir stemmen sogar eine Veranstaltung gegen sexualisierte Gewalt anlässlich des Rammsteinkonzertes.

Gehen Sie doch einfach woanders nörgeln, ziehen Sie weg, schließen Sie Ihr Mecker-Magazin.

Glück Auf allen echten Gelsenkirchenern.

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Lieber unbekannter (glauben Sie!) Stadtverordneter!
Endlich ´mal jemand, der sagt, wie es ist und den Gelsenkirchener Michel aus dem  Schlaf hämmern will! Das ist gut! Aber Sie wissen natürlich nicht, mit wem oder was Sie sich da anlegen. Mit dem Bösen an sich, mit der stärksten destruktiven Kraft selbst, so wie von Goethe im „Faust“ schon beschrieben:
Mephistopheles: 
“Ich bin der Geist der stets verneint!
Und  das mit Recht; denn alles was entsteht
ist wert, daß es zu Grunde geht;
Drum besser wär’s,  daß nichts entstünde.
So ist denn alles was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.”
― Johann Wolfgang von Goethe, Faust 1

Leider kann ich deshalb, wie von Ihnen vorgeschlagen, nicht einfach weggehen (früher sagte man: Geh´ doch nach drüben, wenn es dir hier nicht passt! ), denn ich bin doch schon überall! Auch im Rat der Stadt. Da bin ich in unterschiedlicher Gestalt neben Ihnen, manchmal sogar als Mitglied Ihrer Fraktion oder als Sitzungsleitung. Aber immerhin: eine mutige Stimme (der Verzweiflung?)!Respekt!

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Mi.Rob.

Leiden im Stadtrat Personen unter Verfolgungswahn oder ist der Text Satire?

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Heinz Niski

Manche Ratsmitglieder beklagen ja, dass die Sitzungen mehr Show, Selbstdarstellung, Entertainment, als politische Arbeit seien. Von daher eher eine Analyse der Satire? Eine satirisch gemeinte Analyse?

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Dir.Niew.

comment image das Design mutet wirklich seltsam an…

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