Der Mainz-Faktor: Warum ich mittlerweile an eine Verschwörung glaube!

Alles hat damit angefangen, dass ich meine dritte Corona-Impfung mit dem Wirkstoff von BionNTech bekommen habe. Der Produktname ist bekanntlich Comirnaty. Klingt das nicht schon verdächtig? So ein wenig nach einem südosteuropäischen Autoschieber mit Goldzähnen im Mund und einem getunten S-Klasse-Mercedes in Elfenbein-Weiß vor der Haustür oder auch einem goldenen S-Klasse-Mercedes vor der Haustür und Zähnen aus Elfenbein im Mund. Aber was mir den Anstoß gegeben hat, war etwas anderes:  Auch nach der dritten „Impfung“ traten bei mir keine Nebenwirkungen auf. Nicht die geringste Schwellung an der Einstichstelle oder sonstwo. Keine Kopf- oder Gliederschmerzen, kein Husten, keine bleierne Schwere, kein Herzrasen, keine Temperaturerhöhung. Nichts, absolut nichts!
Es gibt bekanntlich diese Abgedrehten, die meinen, die Impfungen sollen uns unfruchtbar machen, also vor allen Dingen die Angehörigen der weißen Rasse. Warum soll man mich dann impfen? Mich? Einen, der in ein paar Monaten 70 wird. Wen soll ich denn wohl noch befruchten, wo ich doch kaum noch ohne Atemnot-Pause eine Treppe hochkomme! Und dann sagen andere, da steckt der Gates dahinter oder die Weisen von Zion oder die Illuminaten oder Außerirdische, die uns mit der Impfe einen Chip implantieren, mit dem sie uns steuern. Die Ärztin, die mir die Impfe verpasst hat, sah jetzt nicht nach Alien aus – aber vielleicht ist das genau der Trick dieser Aliens, dass sie nicht so aussehen wie E.T oder das Alien aus „Alien“, sondern so, wie eine Ärztin halt so aussieht?
Wie gesagt: Ich halte das für Quatsch, dass in dem Impfstoff irgendetwas drin ist, was uns manipulieren soll. Ich glaube eher, dass es genau umgekehrt ist. Also dass da nichts drin ist! Jedenfalls nichts, was irgendwie wirkt oder irgendetwas bewirkt. Also einfach nur eine Kochsalzlösung oder das Wasser, das man beim Abtauen eines Kühlschranks auffangen kann.
Das glaube ich aber nicht nur deshalb, weil auch nach der dritten „Impfung“ bei mir keine Reaktionen aufgetreten sind. Denn wenn da was drin wäre, müsste mein Körper doch reagieren. Das ist doch genau die Sache bei Impfungen – die provozieren doch absichtlich eine Reaktion des Körpers, um die Immunabwehr herauszufordern und dadurch zu stärken. Reiz-Reaktions-Schema, eigentlich ganz einfach. Bei mir also nichts! Verdächtig, oder?!
Und dann kam am Samstag dieser Beitrag in der F.A.Z. * Also eher ein Zahlentableau als ein Artikel. Da wurde eine Statistik veröffentlicht, die das Verhältnis zwischen der %-Zahl der Ungeimpften und den täglichen neuen Corona-Fällen je 1 Mio. Einwohnern zeigte.
In Deutschland haben wir aktuell 32% Ungeimpfte, aber 536 neue Fälle täglich (bezogen auf 1 Mio. Einwohner). Und siehe da: Rumänien. Dort sind es 63% Ungeimpfte! Tägliche neue Fälle: 185! Obwohl die Rumänen also nahezu doppelt so viele Ungeimpfte haben wie wir, haben sie nur etwa ein Drittel so viele Neufälle bezogen auf 1 Million Einwohner wie wir. Oder schauen wir auf Belgien: Belgien hat nur 26 % Ungeimpfte (also 74% Geimpfte), aber täglich über 1000 neue Fälle (bezogen auf 1 Million Einwohner). Gehen wir jetzt einmal davon aus, dass die rumänischen Statistiken der Wirklichkeit entsprechen (also die Zahlen korrekt sind), und nehmen wir an, dass die Rumänen nicht größtenteils von einem Vampir gebissen wurden, also immun sind, bleibt doch nur meine Anfangsvermutung: In unseren Spritzen ist nichts drin, bei den Rumänen auch nicht, aber die sind resistenter und die meisten von ihnen leben auf dem Land und begegnen sich nicht täglich in Bus oder Bahn oder der Innenstadt, weil es dort nicht so viele Innenstädte gibt wie in Belgien und bei uns.
Die Erklärung für dieses (Schein-)Paradoxon muss aber auf einer validen Ebene liegen. Anders: Die Verschwörung, die hier wirkt, ist von anderer Natur als die oben genannten (Gates, Illuminaten etc.). Nämlich eine Verschwörung der einzig sinnvollen Art: der ökonomischen.
Alles beginnt damit, dass die BionTech-Gründer an der UNI-Mainz forschen. Sie kommen auf die Idee, ein eigenes Institut zu gründen (im Bereich der Krebsforschung), das sie auslagern. Dabei werden sie mit öffentlichen Mitteln (Forschung!) in nicht unbeträchtlicher Höhe unterstützt. Es kommt zu einem Deal (Code-Name: Goldgrube). Und so heißt dann auch die neue Straße. Und das Institut bekommt die Adresse „An der Goldgrube 12“.Der Name der Straße ist also das eigentliche Programm und zugleich der Deal! Als Corona kommt, kommt auch der Deal ins Spiel: BionTech entwickelt den Stoff, kommt als erster auf den Markt, generiert Billionen. Mit einem Impfstoff, in dem nichts drin ist, schon mal gar kein Chip.
Und endlich profitiert Mainz – und bekommt 1 Milliarde EURO Steuern von BionTech. Und Mainz ist haushaltstechnisch auf einen Schlag saniert! Aber das Spiel kommt jetzt erst richtig in Fahrt, denn jetzt wird „geboostert“ – und in der Mainzer Steuerkasse klingelt es weiter. Und natürlich ist in dem Stoff auch weiterhin kein Chip – das würde doch nur unnötige Kosten generieren! Und den Marktpreis kann man hochhalten, indem man –Grundregeln der Marktwirtschaft beachtend – das nachgefragte Gut knapp hält. Da passt doch folgende (ganz aktuelle) Meldung der „Kassenärztlichen Bundesvereinigung“ zu einer Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) an die Mitglieder wie aufs Auge:
„19.11.2021 – Der Bund wird ab Ende November die Impfstoffmenge von BioNTech/Pfizer bis auf Weiteres kontingentieren. In der kommenden Woche werden die Arztpraxen jedoch noch rund 4,6 Millionen Dosen dieses Impfstoffs erhalten. Danach wird überwiegend Impfstoff von Moderna bereitgestellt. Dies gab das Bundesministerium für Gesundheit heute überraschend bekannt. Arztpraxen könnten Impfstoff dieses Herstellers sowie von Johnson & Johnson weiterhin unbegrenzt bestellen.“ **
Die Nachfrage nach dem BioNtech-Stoff, wohl direkt ausgelöst durch die „Booster-Aufforderungen“ und die Aufhebung der bisherigen Beschränkungen auf Altersgruppen und die Sechs-Monatsfrist nach der II. Impfung, ist so groß, dass das Angebot des BioNtech-Stoffs in den Hausarztpraxen kontingentiert wird.
Kurz und gut: Süßer die BioNtech-Kassen-Glocken nie klingen, als in der Corona-Zeit. Und der Mainzer Stadtkämmerer wird vor Begeisterung schreien: „Das ist die perfekte Verschwörung: die Mainz-Verschwörung unter dem Motto Mainz wie es singt und lacht“.

*siehe F.A.Z. v. 20.11.2021, Nr. 271, S. 2
** https://www.kbv.de/html/1150_55505.php

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Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

9 Gedanken zu „Der Mainz-Faktor: Warum ich mittlerweile an eine Verschwörung glaube!

  • 21. November 2021 um 18:26
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    Hallo Herr Matze,
    genial, wie Sie den Leuten den Stinkefinger zeigen, die bisher glaubten, dass Sie ein Impfverweigerer sein müssen, weil Sie parlamentarische Regeln eingehalten wissen wollen.
    Nicht so lustig, dass Sie HerrnKules mit diesem Text bei Facebook direkt in den Verschwörungsschwurbeler Himmel katapultieren und somit auf den Index hieven.
    Weder die Algorithmen, noch die hauptsächlich nicht muttersprachlerischen Zensoren erkennen Satire, Ironie und andere komplexere Kulturtechniken.
    Könnten Sie diesen Text nicht in einer Ja/Nein (binär?) Ausgabe veröffentlichen? Ohne diese Volten, diese Mehrdeutigkeiten? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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  • 21. November 2021 um 19:07
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    Die haben doch nur Glück, weil Delta die Arbeit verweigert und nicht mehr mutiert. Weswegen wir nun höhere Zahlen haben als im vergangenen Jahr. Als noch niemand geimpft war.

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    • 21. November 2021 um 19:14
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      @Dir.Niew.
      so lange die Gruppe der ungeimpften höher als 20 Prozent der Bevölkerung liegt, kann das Gesundheitssystem in die Katastrophe geführt werden.

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      • 21. November 2021 um 19:15
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        @Klau.Hol.
        Wer Feuerwehrautos stiehlt, schlägt auch seine Frau.

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        • 21. November 2021 um 19:16
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          @Dir.Niew.
          richtig, der klaut und frisst auch kleine Kinder

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      • 21. November 2021 um 19:21
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        @Klau.Hol.
        das hat bei 100% ungeimpften auch nicht geklappt. Aber da gab es ja auch noch ein paar tausend Betten und dazugehöriges Personal mehr…

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        • 21. November 2021 um 19:23
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          @Dir.Niew.
          wir fahren unser Gesundheitssystem auf Verschleiß

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  • 21. November 2021 um 20:01
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    @Klau.Hol.
    das war leider vorher schon so und wird voraussichtlich auch weiterhin so sein, hat aber nur bedingt etwas mit Corona zu tun.

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    • 21. November 2021 um 20:02
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      @Cri.Nje.
      richtig, da hast du vollkommen Recht. Die Pandemie ist nur der Katalysator

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