Zwischen Alarmismus und Schönfärberei. Zu einigen Aspekten der Corona-Politik

Zum aktuellen Stand der Corona-Entwicklung teilt das RKI u.a. mit: „Die hohen bundesweiten Fallzahlen werden durch zumeist diffuse Geschehen mit zahlreichen Häufungen insbesondere in Haushalten, im beruflichen Umfeld und in Alten- und Pflegeheimen verursacht“.***

Interessant an dieser Feststellung ist zweierlei: Geschäfte, die teilweise  ohne Beschränkungen geöffnet sind, wie etwa Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerien und Friseure, aber auch  Kindertagesstäten werden ebenso wenig als Orte von Fallhäufungen genannt wie solche Geschäfte, die man bei Vorzeigen eines negativen Test betreten kann wie in einigen Orten, etwa Tübingen, Bereiche der Außengastronomie, Kinos oder Theater, Museen etc. (jeweils mit beschränkter Zugangszahl). Der private Bereich (Haushalte), der Arbeitsplatz und die Alten- und Pflegeheime sind  Orte der Infektion. Warum dann noch immer von Schließungen der Bereiche gesprochen wird, die offensichtlich keine große Rolle bei Fallhäufigkeiten spielen, bleibt als Frage im Raum stehen. Zweitens wird ganz allgemein vom Infektionsgeschehen gesprochen. Gemeint sind die Zahlen, die sich durch positive Testungen ergeben, also die Inzidenzwerte.

Täglich werden uns in den Nachrichtensendungen und den Printmedien die aktuellen Inzidenzwerte mitgeteilt wie Berichte von einer Kriegsfront. Die Inzidenzwerte sind immer noch ausschlaggebend für die Corona-Maßnahmen, wie sie von Bund und Ländern beschlossen worden sind und immer noch werden („Notbremse“). Dass dieser Wert aber nicht alleiniger Maßstab für die Corona-Entscheidungen sein kann, hat sich mittlerweile auch in Politikerkreisen, selbst in einigen Landesregierungen,  herumgesprochen. Es gibt Anzeichen dafür, dass die von dem Virologen Hendrik Streeck beklagte „schleichende Politisierung des Virus“** von einem pragmatisch-sachlich-wissenschaftlichen Blick zumindest teilweise wieder abgelöst wird, wohl auch, weil man zu der Erkenntnis gekommen ist, dass ein ständiger Wechsel von Öffnung und Schließung des Landes keine Lösung ist, vielmehr zu sozialen und gesellschaftlichen Verwerfungen und zu riesigen volkswirtschaftlichen Schäden führt,  und auf der anderen Seite die Entwicklung und Verabreichung von Impfstoffen voranschreitet. Dies gilt auch für den Aufbau einer Teststruktur mit zahlreichen Schnelltest-Angeboten!

Mit den verstärkten Testungen werden natürlich auch mehr Corona-Fälle entdeckt, meint, die Dunkelziffer der Infizierten wird kleiner, der Inzidenzwert steigt. Dass dieser Wert ohne weitere Bezugsgrößen zum Maßstab genommen wird, ist letztlich unwissenschaftlich, politisch aber wohl immer noch mehrheitlich gewollt. Zu berücksichtigen wären für eine valide Aussagekraft der Inzidenz etwa  die Zahl der positiven Testungen im Verhältnis zur Zahl der der insgesamt Getesteten, die Berücksichtigung von falsch-positiven und falsch-negativen Testergebnissen, die Berücksichtigung symptomatischer und asymptomatischer Verläufe, die Berücksichtigung der Anzahl der positiv Getesteten, bei denen keine, leichte, mittelschwere und schwere Verläufe auftreten. Zudem kann das bisherige mathematische Berechnungsverfahren selbst angezweifelt werden*.

Ein Aspekt, der im Kontext der Inzidenz und der damit begründeten Maßnahmen nicht berücksichtigt wird, ist die Zahl der durch Covid-Patienten belegten Intensivbetten. Diese Zahl zeigt nämlich an, wie viele an Covid erkrankte und positiv getestete Menschen schwere Verläufe aufweisen. Und mit diesen Zahlen wird andererseits gerne Panik verbreitet (seit den Bildern aus Bergamo in Italien zu Beginn der Pandemie).

Schauen wir mal auf die aktuellen Zahlen, gemeldet am 5.4.21 (Basis ist also der 4.4.21, Quelle für die Zahlen: DIVI-Intensivregister/RKI *** und WAZ).



In Deutschland stehen derzeit 26437 Intensivbetten zur Verfügung. Dazu kommt eine Reserve von 10919 Betten Von den aktuell bereit gestellten über 26 000 Betten waren am 4.4.21 insgesamt 4091 (15%) mit Covid-Patienten belegt. Mit anderen Notfällen (Unfälle, Herz, Schlaganfälle etc.) waren 17611 Betten belegt (67%), also mehr als das Vierfache der Covid-Belegung. Frei waren 4735 Betten. Rechnet man die Notfallreserve hinzu käme man also auf über 15000 freie Betten.

Das Problem liegt letztlich nicht im Bereich der Bettenanzahl,  sondern eher auf der Ebene des Personals (Erkrankungen)  und seiner Belastung. Die Krankenhäuser lösen Engpässe teilweise durch die Verschiebung von Operationen, was natürlich auch nicht ganz unproblematisch ist (Einnahmeverluste für das Krankenhaus, Auswirkungen auf die Situation der Erkrankten und ihre Krankheitsverläufe und ihre Genesung). Allerdings entspannt sich die Personalsituation zur Zeit dadurch , dass die Krankenhausbeschäftigten zur priorisierten Gruppe der Geimpften gehören und  die Gefahr von Personalausfällen durch Corona-Infektionen deshalb geringer wird.

Ist die Bettenkapazität insgesamt nicht unbedingt das Problem, dann schon eher die Verteilung  aller Notfälle (also nicht nur Corona-Fälle) auf die Krankenhäuser. Von den 1226 Standorten waren (auch hier Stand 4.4.21) 233 ausgelastet (19%). Bei 588 Standorten (48%) gab es erste Engpässe in einigen Teilbereichen. 405 Standorte meldeten freie Kapazitäten (33 %). In Gelsenkirchen etwa meldeten das Bergmannsheil in Buer und die Evangelischen Kliniken (Munckelstraße) eine Auslastung, das Marienhospital meldete freie Kapazitäten. Bedeutet: man kann sich nicht unbedingt das „Wunschkrankenhaus“ aussuchen, was aber auch bei anderen Erkrankungen nicht der Fall ist, u.a. auch deshalb nicht, weil die Kliniken mittlerweile nahezu alle spezialisiert sind und nicht alle Fachabteilungen in jedem Krankenhaus vertreten sind.

Wird im Bereich der Intensivbetten also eher die Problematik übertrieben (jedenfalls zum gegenwärtigen Zeitpunkt), wird in anderen Bereichen die Problematik eher untertrieben. Im Moment wird seitens der Regierung das Impfen durch die Hausärzte als das neue, scharfe Schwert propagiert. Das ist generell durchaus nicht verkehrt. Aber auch hier liegt der Knackpunkt  im Unterschied zwischen der Ankündigungspropaganda und der praktischen Umsetzung. Die Hausärzte sollen in NRW und den meisten anderen Bundesländern  am 6.4.21 oder 7.4.21 mit dem Impfen beginnen (Bayern z.B. hat schon begonnen) . Im Bereich der KVWL (Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe) können die Hausärzte für die erste Impfwoche bei den zuständigen Apotheken 18 bis maximal 50 Impfdosen ordern, ohne allerdings genau zu wissen, wie viele Dosen sie tatsächlich am Dienstag (also morgen) bekommen. Diese Mitteilung soll(te)  bis heute eintreffen, so dass nur noch wenige Stunden verbleiben, um erste Impftermine überhaupt zu vergeben! Ob und wie viele Impfungen tatsächlich vorgenommen werden können, hängt also nicht vom guten Willen der Ärzte ab, sondern von den Lieferkapazitäten der Apotheken, die wiederum generell von der Zuteilungsmenge abhängen. Zudem sollte man organisatorische Probleme in den Praxen nicht außer Acht lassen. Es geht ja nicht nur um das Piksen in den Delta-Muskel des Oberarms, sondern um das vorausgehende Aufklärungsgespräch und die anschließende etwa 15-minütige Wartezeit, bis der Patient die Praxis verlassen kann (Beobachtung von ersten Reaktionen auf die Impfung wegen möglicher Nebenwirkungen). Das hier bei einem laufenden Praxisbetrieb zeitliche und personelle Probleme und mögliche Raumengpässe auftreten können, die den Impffortschritt verzögern, liegt auf der Hand.

Zudem: setzt man  – rein rechnerisch – die Maximalkapazität von 50 Impfdosen pro Praxis voraus (macht – bei fünf Spritzen pro Impfdosenmenge –  rund 250 Impfspritzen pro Woche )  und ebenso eine 5-Tage-Woche, käme man im besten Fall auf durchschnittlich  50  Geimpfte pro Praxis  am Tag.  Das wäre neben dem laufenden Praxisbetrieb eine enorme Herausforderung, geht man einmal von 15 Minuten pro Impfvorgang aus (Vorgespräch/Aufklärung, Impfvorgang, Nachbereitung incl. Papierkram).

Und dass das ganze Verfahren mit einem  bürokratischen Aufwand für die Beteiligten (Apotheker, Ärzte) in Form von Schreiben, Formularen u. ä. verbunden ist, versteht sich von selbst. Da im Moment  – wie bekannt – die Impfstoffdosenmengen für die Praxen  (BioNTech/Pfizer) wohl eher gering sind, ist allerdings nicht von der Zuteilung der Maximalmenge von 50 Dosen auszugehen.

Mit einem Impfturbo kann also nicht gerechnet werden!

Eher mit Impfschönfärberei!

 

*Für die mathematisch Interessierten siehe hier

https://www.youtube.com/watch?v=5vaxVEFnESE

**Prof. Dr. Hendrik Streeck, HOTSPOT. Leben mit dem neuen Coronavirus,München 2021 (3. Auflage 2021, S. 159)

*** https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Gesamt.html

 

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Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

17 Gedanken zu „Zwischen Alarmismus und Schönfärberei. Zu einigen Aspekten der Corona-Politik

  • 5. April 2021 um 13:37
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    Soeben meldet das Blatt für Intellektuelle, Gesellschaftskritik und schöne Körper :
    05.04.2021 – 11:12 Uhr
    Bekommen alle Deutschen bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot? Das ist Angela Merkels (66, CDU) Versprechen – aber kann sie das schaffen?
    Eine große Mehrheit der Deutschen glaubt nicht daran.
    Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur erwartet nur noch knapp ein Viertel (23 Prozent), dass das Ziel eingehalten wird, bis zum 21. September jedem Impfwilligen eine Corona-Impfung anzubieten. 62 Prozent der Befragten rechnen dagegen nicht damit. 15 Prozent machten keine Angaben.
    ►Das Vertrauen in dieses Versprechen ist gesunken: In einer vergleichbaren YouGov-Umfrage Anfang Februar hatten noch 26 Prozent daran geglaubt, dass das Ziel erreicht wird.
    (quelle: ttps://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/impf-angebot-fuer-alle-bis-sommer-ende-mehrheit-zweifelt-an-merkels-versprechen-75960528.bild.html)

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  • 5. April 2021 um 13:51
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    Wie stets fundiert und auf den Punkt.

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  • 5. April 2021 um 13:59
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    Die Einschätzung der Lage hier, ist diametral entgegengesetzt der Beurteilung durch Oberbürgermeisterin Karin Welge als „gemeingefährlich“.

    https://rathausgelsenkirchen.wordpress.com/2021/04/03/kinders-kinders-obin-welge-zur-gemeingefahrlichkeit-der-lage/

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    • 5. April 2021 um 14:53
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      Nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, eine erste Einschätzung:
      a) die Begrifflichkeit „gemeingefährlich“ passt zum von mir als „Alarmismus“ bezeichneten Aspekt, wobei ich die konkreten Zahlen für Kinder und Jugendliche noch mal raussuchen will. Die Frage, was „gemeingefährlich“ ist, ist letzten Endes ja eine Bewertung, die einen Maßstab benötigt. Hier taucht ein Phänomen auf, wie bei den Inzidenzen: eine Zahl wird festgemacht (quantitativer Maßstab), nicht aber bewertet: wie sind die Verläufe bei Kinder und Jugendlichen, in welchem Verhältnis stehen POSITIVE zur Gesamtzahl der getesteten Jugendlichen und Kinder.
      b) ganz ehrlich, ich bin kein Mediziner, aber mir erscheint Frau Brinkmann, habe sie bei Lanz gesehen, eine etwas aufgeplusterte Plaudertasche zu sein, manchmal etwas wirr im Vortrag. Zur Herdenimmunität im Text: hier unterliegen etliche einer falschen Vorstellung :Herdenimmunität heißt generell, dass viele die anderen schützen.Das heißt nicht, man macht erst mal nichts (lässt also eine Durchseuchung einfach zu und nimmt eine unbegrenzte Zahl von Toten in Kauf und dann sind alle geschützt), sondern man versucht, besonders durch das Impfen, eine möglichst große Zahl zu immunisieren, damit sie das Virus nicht weitergeben (was noch nicht 100% geklärt ist, aber wohl erste gute Ansätze zeigt), vor allem aber erstmal selbst geschützt sind. Das heißt nicht, dass man dann die Maßnahmen einstellen kann, sondern durchaus Schutzmaßnahmen weiter ergreifen muss, aber nicht unbedingt Lockdowns, sondern, allgemein gesprochen, Vorsichtsmaßnahmen. Es könnte(!!) also sein, dass wir, auch wenn wir die Pandemie im Griff zu haben meinen, weiterhin Masken tragen(wenn viele Menschen zusammenkommen), wie es etwa in Asien generell weit verbreitet ist. Null-Covid funktioniert nicht, wie ja auch die Grippe nicht ausstirbt, sondern in jedem Jahr eine neue Variante auftaucht, die wir aber zumeist schon im Vorfeld erkennen und andere Wirkstoffe produzieren.
      Schweden hat nicht, wie in dem Beitrag angedeutet, alles laufen lassen, um eine Durchseuchung mit Toten in Kauf zu nehmen, sonder mehr auf die Eigenverantwortung gesetzt, weniger geschlossen, aber größere Ansammlungen auch nicht einfach durchgezogen. In der ersten Phase hatte Schweden, gemessen an der Bevölkerungszahl, mehr Tote als Deutschland, mittlerweile haben sich die Zahlen angeglichen. Schweden hat aber nicht die riesigen Kollateralschäden ökonomischer, finanzieller und menschlicher (sozialer, psychicher, gesundheitlicher) Art zu verzeichnen wie wir.

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  • 5. April 2021 um 15:03
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    Hier also zu den Kindern und Jugendlichen (ohne spezielle Altersgruppen) das RKI ( Quelle wie oben,)

    Der 7-Tage-R- Wert liegt um 1. Die COVID-19-Fallzahlen steigen in allen Altersgruppen wieder an, besonders stark jedoch bei Kindern und Jugendlichen, von denen auch zunehmend Übertragungen und Ausbruchsgeschehen ausgehen. Auch bei den über 80-Jährigen hat sich der wochenlang abnehmende Trend nicht fortgesetzt. Beim Großteil der Fälle ist der Infektionsort nicht bekannt.(…)
    Um einen möglichst kontinuierlichen Betrieb von Kitas und Schulen gewährleisten zu können, erfordert die aktuelle Situation den Einsatz aller organisatorischer und individueller Maßnahmen zur Infektionsprävention (s. u. a. Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der SARS-CoV-2-Übertragung in Schulen – Lebende Leitlinie). Darüber hinaus muss der Eintrag von SARS-CoV-2 in die Einrichtungen möglichst verhindert werden, d. h. Familien und Beschäftigte sollten ihr Infektionsrisiko außerhalb der Kita oder Schule entsprechend der Empfehlungen des RKI (AHA + L) minimieren und bei Zeichen einer Erkrankung 5-7 Tage zuhause bleiben. Falls es zu Erkrankungen in einer oder mehreren Gruppen kommt, sollte eine frühzeitige reaktive Schließung der Einrichtung aufgrund des hohen Ausbreitungspotenzials der neuen SARS-CoV-2 Varianten erwogen werden, um eine weitere Ausbreitung innerhalb der Kita und in die betroffenen Familien zu verhindern.

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  • 6. April 2021 um 13:23
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    Eine Gesellschaft, die sich nach dem chinesischen Volkskongress das zweitgrößte Parlament der Welt hält, die ihre Infrastruktur seit Jahrzehnten konsequent verrotten lässt, die sich der Digitalisierung verweigert, statt sie zu gestalten, kann gar nicht anders als nach den Regeln der Echternacher Springprozession https://de.wikipedia.org/wiki/Echternacher_Springprozession Pandemiebekämpfung zu betreiben.
    Die flotte Irokesenfeder Sascha Lobo hat es schön zusammen gefasst:

    Deutschlands Umgang mit dem Coronavirus Die sieben größten postpandemischen Baustellen

    https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/coronavirus-die-sieben-groessten-postpandemischen-baustellen-kolumne-a-55a4516e-c4b6-4bae-b847-95dd83b1e523?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

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  • 7. April 2021 um 14:18
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    Wie kommt man eigentlich auf den Gedanken, dass durch die Verabreichung dieser Prophylaxen die Übertragung von Viren verhindert wird?

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    • 7. April 2021 um 14:22
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      Keine Ahnung was du genau meinst, wer Menschen kennt, die Polio hatten, redet nicht so unbeschwert drauf los.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Poliovirus

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    • 7. April 2021 um 14:30
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      Vielen Dank für deine Antwort, auch wenn das nicht meine Frage beantwortet und zusammenhangsarm erscheint.

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      • 7. April 2021 um 14:31
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        ja und bla usw. ich scheine deine Aussage einfach nicht zu verstehen. Wer glaubt, durch Vorbeugung die Übertragung von Viren verhindern zu können oder auch nicht?

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        • 7. April 2021 um 14:54
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          Ja, das Thema „Impfstoff“ ist kompliziert und ist wohl von unterschiedlichen Kenntnißständen gekennzeichnet.
          Polio-Impfstoffe dienen wohl u.a. dazu, die Übertragung von krankheitserregern (erfolgreich) zu verhindern.
          Die neue Generation von Medikamenten wird zwar beharrlich „Impfstoff“ genannt und erweckt so auch den Eindruck, dass mit der Verabrechung dieser Präparate die Übertragungs von Krankheitserregern verhindert wird.
          Dies gelingt aber wohl bisher nur, wenn der „Geimpfte“ kurzfristig nach Verabreichung der Prophylaxe verstirbt.
          Anonsten sollen mit diesen neuartigen Arzneimitteln Symptome für den Fall einer Infektion abgemildert werden.
          Bis dahin bleiben Mutmaßung, Unsicherheit und der Strohhalm, dass es Menschenrechte irgendwann im Gegenzug zur „Impfung“ zurückgäbe.

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          • 7. April 2021 um 14:55
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            verstehe, im Internet tummelt sich auch der Leiter einer Lungenklinik, der belegt, dass es Viren nicht gibt. Es gibt auch Menschen, die sich nur von Licht ernähren. Und Hobby-Mediziner-Virologen etc. – mir ist bisher völlig entgangen, dass Menschen behaupten, dass durch AstraZ oder Biontek eine Übertragung von Viren verhindert wird. Aber… man bzw. ich lerne manchmal noch dazu. Kannst du mal Namen nennen? Behauptet der Lauterbach oder der Drosten so etwas?

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  • 7. April 2021 um 15:37
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    Ich hatte nur gefragt, ob jemand belegen kann, dass durch diese neuartigen Präparate die Übertragung von Corona-Viren (von Mensch zu Mensch) verhindert werden.
    Offenbar nicht.
    Keine weiteren Fragen!

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  • 7. April 2021 um 15:53
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    @Mi.Rob
    Hier ein Beitrag zu deiner Frage mit ersten Studienergebnissen!

    https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/rapid-reaction/details/news/impfstoffe-verhindern-sars-cov-2-infektionen-unsicherheiten-implikationen/

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    • 8. April 2021 um 17:57
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      „Wenn“, „besteht die Möglichkeit“, „sind ermutigend“ etc. Es bleibt spannend, ob und wann diese Luftblase platzt.

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      • 8. April 2021 um 18:56
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        @Mi.Rob. Du schrobst: Ja, das Thema „Impfstoff“ ist kompliziert und ist wohl von unterschiedlichen Kenntnißständen gekennzeichnet.

        Das macht der (eingestellte) Beitrag deutlich, der zeigt, dass es noch nicht genügend Studien gibt, um völlig abgesicherte Ergebnisse zu deiner Fragestellung präsentieren zu können. Du deutest an, dass du schon mehr weißt („Luftblase“). Wenn du hier entsprechende Positionen, Studien etc. einstellen oder verlinken würdest, die das untermauern, fände ich es prima. Der von mir eingestellte Beitrag ist ja eher „positiv“ gestimmt, ich fände einen Gegenposition spannend!
        Hendrik Streeck schreibt in seinem Buch „HOTSPOT.Leben mit dem neuen Coronavirus“ unter anderem zu dem Thema:, man sollte „bedenken, dass sich die Wirkung eines Impfstoffes erst auf lange Sicht beurteilen lässt, wie die vielen Beispiele aus der Geschichte zeigen Ob die aktuell entwickelten Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 den Krankheitsverlauf nur mildern oder eine Infektion verhindern, geschweige denn wie lange der Impfschutz vorhält, ist noch offen.“(S. 168 f.)
        Wenn man Streeck zustimmt, müsste man sagen, dass deine Frage im Moment noch nicht endgültig zu beantworten ist.

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        • 8. April 2021 um 20:03
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          RKI will keine Veröffentlichung von Geimpften-Studie

          Das bundeseigene Institut will nicht, dass die Zusammenfassung von Erkenntnissen zum Übertragungsrisiko durch vollständig geimpfte Personen veröffentlicht wird.

          https://www.heise.de/news/RKI-will-keine-Veroeffentlichung-von-Geimpften-Studie-6006484.html

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