MängelMelder Lyrik 4 – Schlingensief, Kippenberger, Blossey – das Sundance Filmfestival oder besser Sothebys?

Liebe Melde Äpp,




vor einigen Tagen haben fleißige Menschen Ihres „WIR RÄUMEN HINTER EUCH AUF WEIL IHR VIEL VIEL WICHTIGERES ZU TUN HABT“ Restwertstoffwiedervertungsdienstes einige Kubikmeter des aus dem Haus Nummer 72 der Küppersbuschstraße heraus gequollenen Mobiliars auf Ihren Klima neutralen Wertstofflastwagen geladen. Bei der Abfahrt sind Ihnen leider einige teure Rohstoffe auf den Bürgersteig gepurzelt.

Die meisten davon werden sicherlich in den nächsten Monaten über die Feldmark gerecht verteilt werden durch Wind, Wertstoffsammler, spielende Kinder, streunende Ratten, es besteht also kein Handlungsbedarf für Sie. Was ich aber gerne von Ihnen erfahren würde: wird der Bürgersteig, wie schon vor wenigen Monaten geschehen, abermals wieder komplett über 50 Meter neu gepflastert, nur weil mal wieder vor dem Haus 72 ein bisserl buntes an Farbpigmenten auf die Platten geraten ist?

Sie wissen, dass andere Städte sich darum reißen würden, die Platten als künstlerische Zeitdokumente bei Sothebys gewinnbringend zu versteigern. Ein Zertifikat von Christoph Schlingensief oder Martin Kippenberger ließe sich doch sicher auch nachträglich noch arrangieren. Oder wollen Sie weiter an der antiquierten, spießigen „Broken Window“ Theorie festhalten?

Wofür haben wir denn unser Kunstmuseum, wenn nicht dafür?

Meine Bitte als kunstaffiner Zivilgesellschaftler wäre also: schalten Sie statt der Straßenreinigung oder dem städtischen Tiefbauamt, Hans Blossey, den fliegenden Filmemacher ein. Der könnte unser aller geliebtes Gelsenkirchen bis auf das Sundance Filmfestival bringen mit diesem Material….. wenn er denn auch mal tiefer fliegen würde.

Solidarische Grüße

 

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Heinz Niski

Handwerker, Rentner,

14 Gedanken zu „MängelMelder Lyrik 4 – Schlingensief, Kippenberger, Blossey – das Sundance Filmfestival oder besser Sothebys?

  • 24. Oktober 2020 um 22:04
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    Unfassbar…🙈

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  • 24. Oktober 2020 um 22:05
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    Assis😡🤮

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  • 24. Oktober 2020 um 22:07
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    Wie kann man nur in (Gelsen) wohnen ?🤮

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    • 24. Oktober 2020 um 22:08
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      also es funktioniert so: man sucht eine Wohnung, unterschreibt den Mietvertrag und wohnt dann da! 😉 ich hoffe, dass ich helfen konnte💪🏻

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  • 24. Oktober 2020 um 22:09
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    Wie kann Mann nur so eine scheiß Kommentar von sich geben! Omg… lass Hirn vom Himmel fallen😵😳😝

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  • 24. Oktober 2020 um 22:09
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    Wen wundert Das hier noch bei den mitbürgern

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  • 24. Oktober 2020 um 22:10
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    Großartig geschrieben, Dankeschön!

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  • 24. Oktober 2020 um 22:11
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    Toll geschrieben! Musste schmunzeln – bis ich mir die Fotos genauer angesehen habe. 😅

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  • 26. Oktober 2020 um 16:35
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    Die vermüllte Stelle wurde vor einiger Zeit markiert, weil dort Glasfaserkabel verlegt werden sollen. Heute fuhr ein Bagger vor, um die Stellen auszubaggern.
    Der Baggerfahrer weigerte sich dort zu arbeiten,(widersprüchliche Angaben ob der Baggerfahrer zur angegebenen Zeit vor Ort war) es musste erst ein städtischer Putz- und Reinigungstrupp die „Wertstoffe“ abtransportieren.
    Mal wieder mussten also Sondereinsätze gefahren werden für die selben Neubürger, die zwar genau wissen, wie das hier mit der Müllabfuhr funktioniert, es aber lieber auf ihre Art regeln.
    Sie bekommen ja den Bürgersteig neu gepflastert, sie bekommen Extra-Einsätze von Gelsenrein, vom Sperrmüll, bekommen zusätzliche Bespaßung durch SozPäds, Dolmetscher (heute Sprachvermittler genannt), die Polizei schaut mal rein, der Zoll, die Feuerwehr, das Ordnungsamt, das Verkehrsamt usw.
    Die Kosten für diese sonderbare Vorzugsbehandlung durch die Stadt werden sich natürlich in den Nebenkosten der Anwohner wieder finden.
    Möglicherweise würden die lieber das Geld für die Renovierung von Schulen ausgeben oder für Kitas. Oder um Schlaglöcher zu reparieren.
    Andererseits wollen Dolmetscher und Sozialpädagogen auch leben und die zahlen schließlich Steuern und von diesen Steuern zahlt die Stadt die Sonderschichten für die Sondermüllabfuhr und die Sprachvermittler.
    Also eigentlich kann der Bürger froh sein, dass so die Konjunktur angekurbelt wird.
    Hosianna und Danket dem Herrn liebe Neubürger für euren entbehrungsreichen Einsatz für unsere Stadt.
    Danke, danke, danke!

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  • 26. Oktober 2020 um 18:02
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    Dieser Beitrag wurde auch auf der Facebook Gruppe #Gelsenkirchen-2go veröffentlicht. Dort wurde er 6 X geteilt, ungefähr 30 X wohlwollend bis begeistert kommentiert und ungefähr 40 X geliked. Heute wurde er als „Hetze“ gemeldet und gelöscht. Ich würde diesen Vorgang sehr gerne kommentieren, aber mir fällt nichts ein.

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  • 27. Oktober 2020 um 12:41
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    Gelsenkirchen ist sooo hot, hot, hot! Ist nicht nur Corona-Spot, sondern auch – enemeenebu und raus bist du – die neue global-city of censorship by idiots.
    Grrrr-Zack-Bumm – die Hetze, die geht um. Löschzug, Löschpapier, lösch das hier, dann ein Bier oder Wein, die Seite bleibt rein, deshalb, wisch und weg, der post ist Dreck, igittigittigitti, Doesn’t seem to be a shadow in the city, All around, people looking half dead.
    Und Oskar, der Wilde, sah es und sprach: Es gibt keine Sünde außer der Dummheit. Und Gelsen-Town is the city of sinners, hier leben Makler der Makellosigkeit und geistigen Reinheit, rein vom Geist, aber raus mit Widerspruch, Querdenken, Realität. Realität: alles muss raus, neue Ware muss rein, geistige Ware, Hohlkopf-Ware. Aber wir fühlen uns so goody, goody, goody, denn wir dürfen auf den HALT-STOP-SCHLUSS-JETZT-REICHT-ES-ABER-KNOPP drücken, und alles gerade rücken.
    Mit der Handkante das Kopfkissen in der Mitte einschlagen, wegen der Symmetrie. Oder: Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten. Sagte Karl Kraus. Und: aus die Maus!

    https://youtu.be/rts7Qdew3HE

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  • 27. Oktober 2020 um 19:54
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    @Lucius
    das ist ein ziemlich durcheinanderes Kraut was Sie da stammeln. Heute geraucht?
    Jean-Claude Juncker, Politiker, sagt: 5% der Menschheit sind Idioten, 40% sind dumm….

    (aus WDR5 Erlebte Geschichten )

    … er behauptet nicht, dass die alle in Gelsenkirchen wohnen. Auch wenn das Sprichwort sagt, „Gleich und Gleich gesellt sich gern“.

    Mit Zwergen werfende Schatten, halbtot aussehende Menschen, das klingt eher nach „Fear The Walking Dead“ als nach Szenen vom Hinterm Bahnhof oder der Herzogstraße.

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  • 28. Oktober 2020 um 8:57
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    Ist denn das Bodenkunstwerk auch kinetisch? Sonst ist es mit dem Kunstmuseum eher schwierig.

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    • 28. Oktober 2020 um 9:07
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      Na ja, die verantwortliche Künstlergruppe „Zentrum für Gelsenkirchener Schönheit“ ist da sehr flexibel und hat an Hunderten Stellen eindrucksvoll bewiesen, dass sie Stadtmöbel „Müllskulptur“ kann. Glaube es mir, die „müllen“ (hier natürlich als künstlerische Entäußerung und Ausdrucksform gemeint) im Handumdrehen ein komplettes Museum zu. Transportkosten entfallen.

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