Deutschland atmet auf: Rassismus abgeschafft!

Ein Husarenstückchen der Partei der Grünen hat schlagartig das gesellschaftliche Klima vom Kopf auf die Füße gestellt. Durch die Ersetzung des Wortes „Rasse“ im Grundgesetz mit dem Begriff „rassistische Diskriminierung“ wurde Deutschland über Nacht frei von Rassisten und ihren Untaten.

Verzweifelte heimatlose AfD Wähler irren schon jetzt hilflos auf der Suche nach Mohren Apotheken, Negerküssen, antiquarischen Pipi Langstrumpf Ausgaben mit dem Negerkönig durch die coronaleeren Innenstädte. Hier und da tragen sie noch T-Shirts mit Porträts von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer. Schon bald werden sie nur noch heimlich Nachts unter der Bettdecke bei spärlichen Funzellicht eine der gehorteten Tüten Uncle Bens Reis (mit dem schwarzen Mann) streicheln und dazu Tom Sawyer lesen, immer in Panik, von ihren Kindern bei ihren perversen Aktivitäten erwischt zu werden.

Stolz verkündet der/die intergeschlechtliche Kampagnenführer*I*nnen Maria Rosa Jens: „Wir ziehen weiter, Deutschland haben wir bekehrt, nun sind die Niederlande dran, goedemiddag !“

Laut Maria Rosa soll zunächst der Artikel 137c, Absatz 1, des niederländischen Strafrechts verboten werden:

Wer sich in der Öffentlichkeit, mündlich, schriftlich oder in Form einer Abbildung, absichtlich beleidigend über eine Gruppe wegen ihrer Rasse, ihrer Religion, ihrer Lebensüberzeugung, ihrer hetero- oder homosexuellen Orientierung oder ihrer körperlichen, psychischen oder geistigen Einschränkung äußert, wird mit höchstens einem Jahr Gefängnis oder Geldbuße bestraft.

Artikel 137c, Absatz 1

 

Als nächstes Etappenziel steht die Korrektur des Völkerrechts an, nämlich der New Yorker Vertrag gegen Rassendiskriminierung vom 7. März 1966.

Rosa siegessicher: „in 5 Jahren haben wir weltweit den Rassismus vom Planeten verbannt!  Was nicht benannt werden kann, existiert auch nicht“.

Man darf gespannt sein, welche wichtigen gesellschaftlichen Entwicklungen als nächstes durch Anderssprech Konnotation voran getrieben werden.

Klimawandel?

Wie wäre es, kritische Begriffe wie CO2 abzuschaffen? Klimakrise klingt auch sehr böse.Weg damit.

Realität folgt Sprache, in diesem Sinne weg mit schlechten Begriffen.

Schon Kinder wissen, dass man unsichtbar wird, wenn man sich die Hände vor die Augen hält.

 

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Heinz Niski

Handwerker, Rentner,

4 Gedanken zu „Deutschland atmet auf: Rassismus abgeschafft!

  • 24. Oktober 2020 um 16:39
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    In der obigen Mitteilung der GRÜNEN heißt es im 2. Abschnitt (wenn es kein Fake ist): „Die Bundesregierung darf aber den Begriff „Rasse“ nicht einfach ersatzlos streichen. Er sollte …usw.“. Zeigt sich hier bereits ein neues Grundgesetzverständnis, weil die Grünen davon träumen, demnächst Teil der Regierung zu sein? Nach meinem Wissensstand (natürlich altmodisch, männlich und weiß) werden Eingriffe ins Grundgesetzt, wenn überhaupt, vom Parlament vorgenommen und bedürfen einer qualifizierten Mehrheit. Aber vielleicht ist diese Haltung Corona geschuldet. Da regiert die Bundesregierung auch schon ohne Parlement, also die LEGISLATIVE. Und die Regierung,-pardon!- die Kanzlerin hat bereits mehrfach gezeigt, dass sie ohne das Parlament und an ihm vorbei Entscheidungen fällt (Stichworte Atomkraft; Flüchtlinsentscheidung 2015) und auch mal ganz gerne ein Landesparlament auffordert, Wahlentscheidungen zu korrigieren.
    Aber offensichtlich ist es so: Die Grünen stimmen zu, wenn die Regierung ins Grundgesetz eingreift!
    Dann muss es nur noch das Verfassungsgericht abnicken!

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    • 24. Oktober 2020 um 23:02
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      Ach Matze, Matze, Matze. Sie waren als (mein) Lehrer schon merkwürdig ambivalent. Live is live. Punkt. Fertig. Aus.
      In Zeiten wie diesen muss man auch mal fünfe gerade sein lassen. Gell? Für die Zitat: Flüchtlinsentscheidung hätte ich bei Ihnen ROT ROT ROT ROT gesehen, mit Tadel. Gut dass ich dann doch auf MINT Fächer ausweichen konnte.

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      • 25. Oktober 2020 um 10:24
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        liebe domina, auch jetzt müsste ich wieder etwas anstreichen, weil die anmerkung an meinem ausgangstext ein wenig vorbeigeht (vielleicht habe ich auch nicht gut genug erklärt): es ging mir nicht um eine inhaltliche bewertung der kanzlerin-entscheidungen (das atomkraft-nein-danke-sonnenschild klebt immer noch an der scheibe meines arbeitszimmers), sondern um die entmachtung des parlaments und dessen ersetzung durch eine autokratische one-woman-show.dass die grünen (siehe das zitat oben) diesen regierungsstil offensichtlich schon verinnerlicht haben, so dass eine solche aussage zustande kommt, wie oben kritisiert, ist doch das eigentliche übel, das ich beklage.
        MINT-Fächer!! ja, für den fortbestand unserer gesellschaft wirklich wichtig, aber eine solide sprachliche grundlage – jetzt schreibe ich mal korrekt – (Lexikon, Grammatik, Textverständnis, Rechtschreibung, Stil und Ausdruck) auch- und eine domina, die gepflegtes deutsch spricht, ist erst recht nicht von übel! mit der peitsche gut arbeiten und dabei goethe- oder celan-verse zitieren – das ist körper-kunst!
        also, liebe domina: wirklich von herzen meinen dank für die rückmeldung, alles gute- in der hoffnung, dass es deine generation besser macht als meine! Matze (OStR i.R.)

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  • 26. Oktober 2020 um 7:28
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    Früher, als die Welt noch eindeutiger und schwarz weiß war, gab es eine Faustregel für die Tarnsprache: wer eine Müllkippe in einen Entsorgungspark umbenannte, wollte die Probleme der Überflussgesellschaft verschleiern.

    Wer von Eigenverantwortung sprach, meinte Sozialabbau. Gewerbepark = Industriegebiet, ethnische Säuberung = Völkermord, antifaschistischer Schutzwall = Berliner Mauer usw. usw. Die Verschleierung durch andere Begriffe änderte nie etwas an den Tatsachen, eine Freistellung blieb eine Entlassung, eine Entmietung blieb eine Kündigung.

    In der Medizin und Wissenschaft wird man angesichts der hysterisch-hektischen Bemühungen, über Sprache Verhalten zu ändern, einfach die Schultern zucken und weiter bei der Anamnese Geschlecht, Alter, Vorerkrankung, und hört hört, „Rasse“ oder „Hautfarbe“ oder „Ethnie“ oder Körpertyp abfragen. Die Namen werden sich ändern, die Fakten nicht. Es gibt genetisch bedingte Krankheiten, Medikamentenunverträglichkeiten, Verstoffwechslungsunterschiede.

    Die häufig auftretende Alkoholunverträglichkeit bei Asiaten ist natürlich für die Neusprech Euphemistenschwindler ein rassistisches Vorurteil, die Einteilung in athletische, pyknische, leptosome etc. Körpertypen oder asiatische, kaukasische, afrikanische Gebisstypen böses böses Nazi Vorurteil und gaaaanz sicher wissenschaftlich nicht zu halten. Laktoseintoleranz bei Afro-Amerikanern eine Erfindung des Ku-Klux-Clans, Sichelzellenanämie bei Afrikanern eine Erfindung der Buren.

    Immerhin sitzen in den Kaderschmieden der Kunstspracherfinder kreative Köpfe, die nicht nur Problemschöpfer sind, sondern gleichzeitig dazu die passenden Lösungswörter liefern.

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