Ein Monstrum verflüchtigt sich

Gewusst haben wir es recht eigentlich schon lange, dass diese EU mit ihrer Riesenbürokratie und ihrem Parlament, das nichts mit einem richtigen Parlament gemein hat, das seine Existenzberechtigung aus seiner Entscheidungsbefugnis über Gesetze bezieht, sondern halt nur eine Quasselbude mit vielen Versorgungsposten  für Menschen ist,  die im echten Leben keine Verwendung finden würden, und für Politiker, die man los werden, aber zugleich gut alimentieren will. Aber wir haben die Existenz des Monstrums EU hingenommen, so wie man Regentage im Herbst hinnimmt oder Akne während der Pubertät. Wir haben seine Existenz hingenommen, weil wir es natürlich gut gefunden haben, an den Binnengrenzen nicht mehr kontrolliert zu werden und bei der Rückkehr aus dem besuchten Land nicht noch die Taschen voll mit  Münzen und Scheinen zu haben, die man wieder in eine heimische Währung umtauschen muss. Es sei denn, man hatte Spaß daran, diese vielen unterschiedlichen Noten und Münzen in irgendeinem bauchigen Gefäß, einer Chianti-Flasche oder einer alten Keksdose zu sammeln. Europa, das schon immer mehr und größer war als die Staaten der EU, zeigte sich in seiner monetären Vielfalt der unterschiedlichen Münzen und Banknoten!

Und nun, in diesen wenigen Wochen unter der Herrschaft von Corona, zeigt sich, dass wohl niemand diese Ansammlung von Luftpumpen in Brüssel und Straßburg vermisst. Ganz im Gegenteil! Die Staaten entscheiden sich dazu, das zu tun, was sie in dieser Zeit für sinnvoll erachten – ohne in Brüssel um Erlaubnis zu bitten! Und die Bürger erwarten das von ihren Regierungen – nicht aber von der EU-Kommission! Charles de Gaulles Doktrin vom „Europa der Vaterländer“ erlebt unter der Hand seine Wiederauferstehung!

Und dies nicht, weil man in einen nationalistischen Taumel verfällt, sondern weil Brüssel ohnmächtig ist, viel zu abgehoben, viel zu schwerfällig, an seiner eigenen Aufgeblasenheit erkrankt. Das , was sich im Kontext der wieder aufgeflammten Flüchtlingsthematik an der griechisch-türkischen Grenze und auf den griechischen Inseln vor ein paar Wochen bereits gezeigt hat, nämlich dass diese EU unfähig ist, mit einer Zunge zu sprechen, geschweige denn gemeinsam zu handeln, findet in diesen Tagen mit einem dramatischen Absturz  in die Bedeutungslosigkeit seine wuchtige Bestätigung: Dieses Konstrukt ist überflüssig! Europa braucht weder dieses Parlament noch die Kommission! Der seit Jahren betriebene Feldversuch, den Europäern ihre Vaterländer auszutreiben und ein supra-nationales Konstrukt an die Stelle der einzelnen Parlamente zu setzen, ist gescheitert! Im Grunde sind – nach England – in den letzen Tagen bereits alle Mitgliedstaaten aus der EU ausgetreten, Frau von der Leyen und ihr Kommissionsdarsteller-Zirkus  haben es nur noch nicht gemerkt!

Da, wo die Menschen Europa im Alltag leben und erleben, stehen sie zusammen! Da werden französische Kranke in grenznahe deutsche Krankenhäuser transportiert. Und da arbeiten in deutschen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen Diensten die Bürger anderer Staaten auf deutscher Seite mit.

Wenn die Corona-Krise beendet ist, wird vieles anders sein als vorher! Wir werden vielleicht auch auf manches Liebgewordene und bisher Selbstverständliche verzichten müssen! Und vielleicht werden viele dann auch gemerkt haben, dass man auch gut auf einiges verzichten kann – der EU-Apparat gehört dazu! Europa braucht ihn nicht, Europa braucht nur die Menschen, die den Willen haben,  als Bürger verschiedener Staaten zugleich Europäer zu sein. Deshalb:

VIVE L´EUROPE!

 

 

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Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

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