Gelsenkirchen – mon amour

Einen ersten Platz in einer Ranking-Liste, einer Studie, Untersuchung oder bei Wettkämpfen zu erreichen, ist nicht einfach. Gelsenkirchen, obwohl sehr medioker (Fremdwort!) dümpelt zwar ewig in der Hitparade des „Schönen Guten Wahren“ auf dem ersten (unteren) Platz, gemessen an der, der Stadt zustehenden Liga der „loser“, sind wir leider auch hier nur …. rote Laterne.
Wie man es besser macht, erste Plätze erreicht, dystopische Literaturvorlagen real werden lässt, zeigen uns die Franzosen! (Ist das chauvinistisch-rassistisch?)
Meine Film Empfehlung statt Blade Runner 1 und 2:

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Heinz Niski

Heinz Niski

Handwerker, Rentner,

5 Gedanken zu „Gelsenkirchen – mon amour

  • Heinz Niski
    9. Januar 2020 um 20:06
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    Nun gut, zum Banlieue sind es noch ein paar Schritte.
    Was die WAZ von heute vom Hauptbahnhof vermeldet, lässt hoffen. Kontrollierte Personen wollten „Bullenschweine vergasen und töten,“ hatten mehrere Personalausweise anderer Personen bei sich, waren alkoholisiert, mit anderen Substanzen aus dieser Welt geschossen, zur Fahndung ausgeschrieben oder hatten Polenböllerknaller in der Buxe – kurz, alles was lokale Politiker und subventionierte Gentrifizierungskünstler als „rauen, inspirierenden Charme“ sehen, der die spießige Gemütlichkeit ewiggestriger mal ordentlich durchschüttelt.
    Wer das anders sieht, muss den Bezug zum urbanen Leben 2.0 irgendwann unterwegs verloren haben.
    https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/gelsenkirchen-bundespolizisten-am-bahnhof-verbal-bedroht-id228099273.html

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    10. Januar 2020 um 0:02
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    Was muß dat für nen Leben sein.

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  • Bernd Matzkowski
    10. Januar 2020 um 9:06
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    Zum Video und Gelsenkirchen: nur kurz angerissen einige Unterschiede. Das Video weist darauf hin, dass die Banlieus ursprünglich entwickelt wurden für die Angehörigen der Arbeiterklasse, die im zentralen Paris keine Wohnungen mehr finden bzw. finanzieren konnten. Im Zuge der Durchsetzung dieser architektonischen Grausamkeiten mit Zuzüglern aus anderen Ländern (Frankreichs Kolonialgeschichte!) und der nicht vorhandenen Bereitschaft/Fähigkeit der Stadtverwaltung, dort infrastrukturell zu wirken(Müllabfuhr, Ordnungskräfte), sind die Banlieus zu Parallelwelten geworden.
    Bei uns ist es so, dass die im Zuge des Bergbaus und der Stahlindustrie entstandenen „organisch“ gewachsenen einst blühenden Viertel und Straßen, etwa heutige Schalker Meile oder die alte Prachtstraße Bochumer Straße (1000 Feuer in der Nacht- haben uns das große Glück gebracht), durch den Niedergang der Industrien und den Verlust der Arbeitsplätze „entwohnt“ wurden (von knapp unter 400 000 Einwohner Rückgang auf jetzt 220 000) und die entsprechende Infrastruktur (kleine Läden, Geschäfte etc.) aufgegeben wurde (mangels Kundschaft) und dann Zuzügler diese Viertel/Straßen „besetzt“ haben (niedrige Mieten). Eine noch weitgehend funktionierende Verwaltung (Gelsendienste etc.) verhindert – im Moment noch – Zustände genereller Art wie der Film sie zeigt, wenn auch Vorboten dieser Zuständen deutlich vermehrt auftreten (was der Mängelmelder anzeigt).
    Auf Dauer stellt sich die Frage, wie lange noch ein System aufrecht erhalten werden kann , das halbbwegs funktioniert (also von Zuständen wie denen im Film gezeigten etwas entfernt ist), in dem eine Gruppe Steuern entrichtender „Normalverdiener“ , die immer mehr belastet werden, einer wachsenden Gruppe von Transferleistungsempfängern gegenüber steht ( nur als Beispiel: rund 50% der etwa 7000 Zuzügler aus Bulgarien und Rumänien sind laut städt. Angaben Empfänger von Transferleistungen, sprich Hartz IV).
    Dies einmal ganz unabhängig von kulturellen Brüchen und durch archaische (tribalistische) oder mittelalterlich-religiös geprägte Lebensvorstellungen oder Mentalitäten geprägte Konfliktlinien.
    Die wachsende Anzahl (wachsende Notwendigkeit?) runder Tische und Präventionsräte in den Stadtteilen, die Stadtteilbüros und Quartierservice-Mitarbeiter kann man auch als den Versuch werten, den Verfall ein wenig zu mildern (oder zu verkleistern).

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  • Bernd Matzkowski
    10. Januar 2020 um 9:46
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    zum Thema „Müll auf der Straße“ Matthias Beltz (1990):

    Ja, in Düsseldorf soll jetzt der Hausmüll in durchsichtigen Tüten auf den Straßen abgestellt werden.
    Warum das?
    Damit auch die Arbeitslosen mal einen Schaufensterbummel machen können

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  • Heinz Niski
    15. Januar 2020 um 21:54
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    Scheint dass zumindest ein Bereich in GE boomt, die Messerei. Ist natürlich laut Politik & Polizei, nur „gefühlt“ eine Zunahme, weil… „das hat es früher auch gegeben, es gibt keine genauen Zahlen weil es keine Messerstatistik gibt, alles Einzelfälle usw.“

    Sind das Vorboten einer weiteren Verslumung? Globalisierungsphänomene? Transfer neuer Kultur- und Zivilisationstechniken?

    https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/mit-messer-bedroht-ueberfall-auf-einen-gelsenkirchener-19-id228138479.html

    https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/schwerverletzter-24-nach-messerattacke-in-gelsenkirchen-id228138123.html

    https://www.waz.de/region/rhein-und-ruhr/opfer-der-21-messerstiche-sagt-vor-gericht-nur-per-video-aus-id228141931.html

    https://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/gelsenkirchen-polizist-erschiesst-messer-mann-vor-wache-tot-id228063957.html

    Bei all diesen schrecklichen Meldungen sollte die WAZ allerdings nicht vergessen darauf hinzuweisen, dass in GE

    nicht täglich jemand mit dem Messer angegriffen, verletzt oder getötet wird
    dass es auch schöne Ecken in GE gibt, z.B. die Parkstraße,
    dass wir einen ZOOM und S04 haben und viel Grün

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