Türkische Faschisten? Das gibt`s doch gar nicht.

Schattenspiele
Schattenspiele

Während manche Empörungsäußerung hierzulande recht flott zum Alleinstellungs- und Erkennungsmerkmal faschistoider, so genannter besorgter Bürger hoch gejazzt wird, gibt es seit Jahrzehnten ein paralleles, stilles Dunkeldeutschland ohne große öffentliche Aufmerksamkeit.

Ab und an kriecht die Erinnerung daran giftig grau hoch und dann fällt es mir wieder ein, dass es in der Türkei Paramilitärs und Schlägertrupps gab und gibt, die nach dem Vorbild der SA und SS aufgebaut wurden.

Nicht grundlos beschwörte der Führer Receb Erdogan jüngst in Köln die traditionelle Freundschaft der Türken und Deutschen, zeigte den Rabia Gruß, übrigens ohne dafür belangt zu werden, so wie auch sein Außenminister nicht, der die Hand zum Wolfsgruß formte.

Das stört hier niemanden, im Zweifelsfall ist es eine Schattenspielergeste und kein Erkennungszeichen grausamer Schläger & Schlächter oder eingewanderter politmafiöser Faschisten.

Nicht nur Franz Joseph Strauß (CSU) förderte die Ultranationalisten, alle Parteien hatten plötzlich Mitglieder, die, aus dem Spektrum der Ülkücüs kommend, sich demokratisch laizistisch gaben und als Vorzeige Integrierte herum gereicht wurden.

Hinter den Kulissen erschossen und bedrängten sich Kurden und Türken von links bis rechts, die Zivilgesellschaft diskutierte darüber, ob „Gastarbeiter“ und deren Frauen Deutsch lernen müssten oder nicht, ob das Kopftuch politisches Kampfsymbol und Abgrenzung oder ein radikaler feministischer Beitrag zur Entsexualisierung der Öffentlichkeit wäre.

Der türkische Faschist ist nicht so blöd, dass er groß öffentlich herum prollt und dadurch zum „besorgten“ Mitbürger nieder- oder hochgeschrieben werden kann. Er gründet lieber steuerlich absetzbare Kultur- Bildungs- Moschee- und Sportvereine, wird Mitglied in der CDU/CSU / SPD / Grünen etc. und formt so die Gesellschaft.

Eine Recherche des ZDF aus dem Jahre 2017 bezifferte die Mitgliederstärke der Dachorganisationen „Türk Federasyon“ (ADÜTDF), ATIB und ATB bundesweit auf mindestens 18.500 Mitglieder in rund 303 Vereinen. Diese Dachverbände bieten ihren Leuten neben Dienstleistungen wie Pilgerfahrten nach Mekka oder Bestattungsfonds, Halt und Identität durch eine türkisch-nationalistische bis extrem rechte Ideologie.

Genüsslich wird Deutschland Terrorunterstützung durch die Beherbergung 10tausender PKK Terroristen vorgeworfen und dem „Hans“ Hetze und Sabotage gegen den alten Kumpel und Kriegsverbündeten attestiert:

„[ , Halt die Fresse HANS !‘ ] #Heuchländer“
„Wer bietet denn Schutz den Tod-Feinden der Türkei? Der Gülen-Sekte, der PKK?“
„Wer versorgt denn die PKK mit Waffen seit Jahrzehnten?“
„Wer sabotiert unseren Wirtschaftsaufschwung?“
„Wer kümmert sich kaum um 2000 Anschläge auf Moscheen?“
„Wessen Wahlkampf basiert auf Türkei-Hetze?“
„Es reicht. Wir suchen uns andere ,Freunde‘.“

(Facebook-Seite „M.I.T. Made in Turkey“, 6. September 2017)

Während die einen verhöhnt werden, fragen sich andere, die sich fast bis zur Selbstaufgabe z.B. für den Bau der Moschee in Köln einsetzten, was sie falsch gemacht haben, um nicht zur Einweihung eingeladen worden zu sein.
Tja, was haben wir alle wohl falsch gemacht…. ?

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Heinz Niski

Heinz Niski

Handwerker, Rentner,

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