Galilei 2 – ein notwendiger Nachtrag zur Causa Maaßen

Mein obiger Galilei-Beitrag bedarf eines Nachtrags, weil die Entwicklungen der letzten Tage nicht vorauszusehen waren, als der Text verfertigt wurde. Die Entscheidung, Maaßen zum Staatssekretär zu machen, nachdem tagelang eine politische (SPD und Grüne) und mediale Hetzjagd gegen ihn

stattgefunden hatte, ließ sich doch nicht so einfach vermitteln, wie von der SPD-Chefin Andrea „Pipi Langstrumpf“ Nahles gedacht.

Sie hatte nämlich die Reaktion des Volkes unterschätzt, den Widerstandsgeist, den Protestwillen. Selbst bei uns im eher beschaulich-sittlichen Gelsenkirchen zogen seit Verkündung der Entscheidung täglich tausende und abertausende Menschen durch die Stadt, um ihrem Unwillen Ausdruck zu verleihen. Vergessen waren für etliche Stunden Wohnungsproblematik, Altersarmut, Pflegenotstand, Arbeitslosigkeit, Kinderarmut und Perspektivlosigkeit. All dies verlor für die Menschen hier an Gewicht gegenüber der Entscheidung, die Nahles verkündet hatte: Die Gedanken der Menschen kreisten nur noch um die Causa Maaßen.

Am späten Samstagnachmittag kam es im Bereich der Bahnhofstraße, so zeigt es ein rund 20 Sekunden langes Video der Gruppe „Antifa Maulwurfshaufen“, zu Zusammenrottungen einer mehrtausendköpfigen Menschengruppe, die nahezu alle Eingänge zu den Einzelhandelsgeschäften verstopfte. Es soll sogar zu Beschimpfungen von zwei Männern in schwarzen Anzügen und mit weißen Hemden gekommen sein, die Teile der Menge wohl für lokale Bundestagsabgeordnete hielten, bei denen es sich aber nur um den Sales-Manager eines örtlichen Kaufhauses und seinen Stellvertreter handelte. Dass die Stimmung auf der Bahnhofstraße nicht in pogromartige Handlungen gegen diese beiden Männer umschlug, ist wohl nur der Tatsache zu verdanken, dass die Kaufhäuser pünktlich schlossen und die Menge sich danach verlief.

Wie der örtliche Apothekerverband meldete, ist am letzten Wochenende die Nachfrage nach Schlafmitteln derart heftig gestiegen, dass nicht alle Kunden bedient werden konnten. „Wir können wegen der Causa Maaßen nicht einschlafen, bitte helfen Sie uns“, lautete die Bitte der zahlreichen Kunden der Apotheken, vor deren Eingängen es zeitweilig zu Warteschlangen von mehreren hundert Metern kam. „Ich habe die Menschen noch nie so aufgewühlt gesehen“, so äußerte sich der Vorsitzende der Gelsenkirchener Apothekerschaft. In den Alten- und Pflegeheimen der Stadt kam es zu mehreren Noteinsätzen, weil sich ältere Mitbürger so sehr über die Beförderung Maaßens empörten, dass es zu heftigsten Herz- und Atemnotproblemen bei etlichen Heimbewohnern kam.

Dass nun endlich, nach einem Brief von Andrea Nahles an die Kanzlerin und den Innenminister, eine Lösung im Sinne des Volkes gefunden worden ist, wird hoffentlich zur Beruhigung beitragen.

Maaßen ist nun direkt dem Innenminister unterstellt (kann ihn bei Sitzungen also auch mal vertreten) und wird Koordinator für Migrationsfragen, Verhandlungen mit auswärtigen Regierungen, Maulwurfsbekämpfung und sonstiges Gedöns.

Der Kampf von Andrea (Namensbedeutung: die Tapfere, die Unerschrockene, die ihren Mann steht) hat sich also für uns alle gelohnt. Ärgerlich nur, dass das Wahlvolk das nicht anerkennen will und die SPD mit weiteren Verlusten bei Umfragen abstraft. Undankbares Wählerpack, das!

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Dazu die alleraktuellste Ergänzung

„Die wichtigsten Fakten der von der „Bild“ in Auftrag gegeben INSA-Umfrage:

  • Im aktuellen Insa-Meinungstrend verliert die SPD (17 Prozent) zwei Punkte. Und fällt damit hinter die AfD zurück.
  • Die AfD (17,5 Prozent) gewinnt im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt hinzu und wäre so zweitstärkste Kraft.
  • Die Union hängt unter 30 %. Das heißt die „Groko“ hat nach wie vor keine Mehrheit mehr bei den deutschen Wählern.“
  • (Quelle:BILD und PP)
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Bernd Matzkowski

Bernd Matzkowski

geb. 1952, lebt in GE, nach seiner Pensionierung weiter in anderen Bereichen als Lehrer aktiv

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