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Platzangst – oder warum Gelsenkirchen Marktplätze verbannt

Der echte Gelsenkirchener fürchtet sich vor Plätzen – es sei denn, es wäre ein Fußballplatz.

Oma Kinski als Expertin für Marktplätze hat zur Platzangst ein präzises Meinungsbild.

 

Noch nie wurde ein Gelsenkirchener auf dem Zocalo in Mexiko City oder auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking gesehen. Weiter Raum, Leere, Horizont, das alles ängstigt ihn bekanntermaßen so sehr, dass eigens ein Krankheitsbild nach ihm benannt wurde: Horror Vacuii Gelsenkirchenerensis. Volks- und Wählerverbunden bauen Stadtmütter und Väter seit den 70er Jahren Plätze zurück. Nach dem Rückbau des Machensplatz Ensembles, des Elisabethplatzes, des Wildenbruchplatzes, gibt es demnächst weiteren Grund zu Jubel und Dankesfeiern: der Hauptmarkt / Margarete Zingler Platz, wird 2012 abgeschafft. Nahezu mühelos und reibungsarm werden auch seit Jahrzehnten Arbeitsplätze abgebaut.

Die Brunftschreie der Platzhirsche hingegen hört man am Wahltag sogar an der Demenzhaltestelle im Pflegeheim.     Uwe Koch kommentiert

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